Schule ohne Noten: Lernen geht auch anders – mit Uli Hartmann von der Laborschule Bielefeld

Shownotes

🎒 Zu Gast in dieser Folge

Uli Hartmann Schulleiter der Laborschule Bielefeld

Keine Noten bis zur 9. Klasse, keine klassischen Klassenräume und keine Hausaufgaben – die Laborschule Bielefeld stellt einiges von dem auf den Kopf, was wir aus Schule kennen. Als Versuchsschule des Landes NRW entwickelt und erprobt sie seit über 50 Jahren neue Formen des Lehrens und Lernens.

In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber:

warum die Laborschule bis zur 9. Klasse ohne klassische Noten arbeitet wie Lernen ohne Hausaufgaben und klassische Klassenräume funktioniert warum Beziehung, Motivation und Eigenständigkeit beim Lernen eine so große Rolle spielen wie jahrgangsgemischtes Lernen und Projektarbeit im Schulalltag aussehen warum Kinder herausfinden sollen, wie sie selbst am besten lernen welche Bedeutung Bewegung und unterschiedliche Lernorte haben wie Mitbestimmung und Verantwortung der Schülerinnen und Schüler funktionieren wie die Laborschule mit neuen Entwicklungen wie KI umgeht warum Praktika und Berufsorientierung einen hohen Stellenwert haben und wie gut der Übergang nach der 10. Klasse in Oberstufe, Ausbildung und das klassische Notensystem funktioniert

🔎 Mehr über die Laborschule Bielefeld: https://laborschule-bielefeld.de/de/home

Die Laborschule arbeitet außerdem eng mit ihrer wissenschaftlichen Einrichtung an der Universität Bielefeld zusammen. Dort werden neue Lernformen nicht nur ausprobiert, sondern auch wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt.

Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Folge wird euch präsentiert von der Volksbank in Ostwestfalen.

00:00:15: Hallo Ichin, da sind wir wieder bei unserem Familienpodcast Stadtland-Familie dem Familien Podcast aus Bielefeld für Biele Feld.

00:00:22: und stellt euch vor Schule ohne Noten, Lehrer duzen ganz lange keine richtigen Fächer lernen durch Projekte und Praktika mitbestimmen können im Unterricht, die eigene Meinung einbringen können.

00:00:38: Das klingt glaube ich für viele erstmal wie... naja ...die Wunschvorstellung von einer Schule.

00:00:44: und jetzt ist das so dass wir in Bielefeld ja eine Schule haben, die tatsächlich das Ganze in etwa umsetzt.

00:00:52: genau so und da begrüße ich heute Uli Hartmann von der Labor-Schule Bielefield.

00:00:57: Uli schön, dass du da bist!

00:00:58: Ja vielen Dank, ich freue mich auch.

00:01:00: Magst Du Dich zuallererst einmal vorstellen?

00:01:03: Wer bist Du?

00:01:03: was machst Du?

00:01:05: Ich bin Uli Hartmann, ich bin tatsächlich Bielefelder.

00:01:09: Hab viel Sport gemacht im Sportverein Fußball Basketball.

00:01:13: Ich bin der Schulleiter der Laborschule seit letztem Sommer und bin seit Jahr zwei Tausend vier an der Laborschule.

00:01:26: Familie hier, zwei Kinder, zwanzig und dreinzwanzig Jahre alt.

00:01:30: Ja auch richtig in die Stadtgesellschaft sozusagen reingewachsen.

00:01:35: Sehr gut!

00:01:37: Die Labor Schule.

00:01:38: Magst du uns einmal das Konzept ein bisschen näher bringen?

00:01:40: Was von dem, was ich gerade erzählt habe stimmt wirklich.

00:01:43: Ja, das stimmt natürlich schon ganz genau.

00:01:49: Wir sind eine Langformschule.

00:01:50: Das ist ganz wichtig.

00:01:51: Unsere Kinder kommen bei uns im Vorschulalter mit fünf Jahren und bleiben bei uns bis zum Ende des Jahrgangs zehn.

00:01:57: Und wir haben dementsprechend auch keinen Schulwechsel nach Jahrgang vier.

00:02:02: Wir haben also ne Schule ohne Noten, was auch wichtig Jahrgang neun gibt es da Noten, weil unsere Schülerinnen und Schülern müssen ja auch anschlussfähig sein.

00:02:11: Was auch wichtig ist wir sind eine Großraumschule, wir haben keine Klassenräume, wir sind sozusagen Unterrichten auf Flächen.

00:02:19: das ist ein Konzept was mittlerweile auch bei allen Neubauten heutzutage aufgenommen wird.

00:02:25: Bei uns ist es fünfzig Jahre alt, wir haben Lernen-Landschaften sozusagen wo Schülerinnen und Schüler in bestimmten kleinen Gruppen, in Großgruppen, in Jahrgängen zusammenarbeiten und lernen können und auch leben können.

00:02:37: also das Konzept ist schon Lernen und Leben in einer Schule mit demokratischem Lernen, mit Partizipation und sehr richtig Projektlernen, Erfahrungslernen.

00:02:49: daher kommt auch ein bisschen so der Name Laborschule.

00:02:52: Wenn ich mir das jetzt vorstelle, stelle ich mir erst mal mit vielen Kindern total chaotisch vor.

00:02:57: Also es ist so ein bisschen ... wenn's keine Klassenräume gibt, denke an meine Schulzeit, da war immer alles ganz geordnet.

00:03:03: Jeder wusste wann er wo zu sein hat und dann gab's einen Stundenplan und dann wird sich gehalten und genau still sitzen zu hören nach Hause gehen und hoffentlich ein bisschen was mitgenommen haben.

00:03:14: Wie genau funktioniert das?

00:03:16: Trotzdem Wahrscheinlich ja eine gewisse Struktur hat.

00:03:19: Das muss eine Struktur haben, weil ohne Struktur... Also Struktur ist ganz wichtig.

00:03:23: Ohne Struktur kannst du keine offenen Lerngelegenheiten und offene Lernen-Arrangements treffen.

00:03:30: Und wir haben halt auch Stundenpläne bei den älteren Schülerinnen und Schülern die oft auch aufgebrochen werden aber grundsätzlich erst mal Stundenplähne.

00:03:38: Aber im Prinzip haben wir Tagesplänen.

00:03:39: also es ist klar die Schülerinnen oder Schüler kommen sie sind auch in ihren Klassen Wir haben auch Klassen, das ist ganz wichtig die Klasse als sozialen Raum zu haben.

00:03:49: Es ist nicht Vereinzelung, es ist zwar Individualisierung aber es ist keine Vereinzelungen in Schülerinnen und Schülern.

00:03:54: also diese Klasse Als gemeinsamen Rückzugsort der ist ganz ganz wichtig.

00:03:59: Und dann gibt's halt ein Tagesplan in dem Projekte verankert sind.

00:04:03: gerade bei den Schülerinnen- und Schulern in einer Primarstufe Also eine Grundschule Ist mit dem Tagesplan ganz wichtig eine Rhythmisierung Zu haben dass die Schülerin wissen okay da ist ne Arbeitszeit, da lernen wir Kultur Techniken und dann ist die Arbeitszeit auch für Projektlernen, für rausgehen.

00:04:18: Wir sind ganz stark mittlerweile verankert, schon lange in der Naturpädagogik.

00:04:24: Wir haben zwei Kolleginnen und Kollegen, die eine Naturpädagogik machen, wir haben den alten Schulgarten gepachtet hier oben am Johannesberg neben Ollardissen beziehungsweise neben dem Botanischen Garten.

00:04:39: Unterricht auch, aber kein Unterricht im Sinne von jetzt ganz klares Curriculum BNE.

00:04:45: Sondern es ist situatives Lernen in der Natur, Erfahrungslernen wieder in der natur genau und dann über diese Struktur kannst du es noch viel einfacher öffnen und den Unterricht individualisieren und gemeinsam dort Projekte gestalten.

00:05:03: So ergibt sich die Struktur und ganz viele denken immer, wenn sie Großraum hören.

00:05:06: Wenn Sie irgendwie in die Verisierung hören das ist laut da ist ganz viel Chaos.

00:05:12: was ich dir gerade angesehen habe genau und Das kann es natürlich auch mal sein aber auch in einer anderen Schule ist es natürlich laut in Pausen in den Pausengängen usw.

00:05:23: Aber das ist bei uns eben nicht so laut.

00:05:26: Ich bin auch Sportlehrer, wenn ich das vergleiche, wenn wir im Großraum sind ist es in der Sporthalle lauter als bei uns im Großraum wo ... Sieben, siebzig Schülerinnen und Schülern gemeinsam arbeiten.

00:05:36: Und letztendlich kann man da natürlich auch mal strukturell ran über den Stundenplan.

00:05:39: eine Klasse.

00:05:40: Die geht in Navi Raum oder die gehen nochmal in die Sporthalle und dann sind ja gar nicht mehr so viele Schülerinnen- und Schüler.

00:05:47: Genau!

00:05:47: Und hier sind es natürlich auch gewohnt also die wachsen ja hoch und das ist diese Langformschule was ich eben gesagt habe.

00:05:51: Wir beginnen immer mit einer Versammlung immer zu gucken wie geht's den Kindern?

00:05:55: Wie gehts den Schülerinnen & Schüleren?

00:05:56: Gibt es Probleme?

00:05:57: gibt es Inhalte die noch einmal besprochen werden müssen in Unterrichtsprojekte, genau.

00:06:05: Und darüber werden dann dementsprechend auch aus den Projekten und aus dem gemeinsamen Unterricht dann pö-a-pö Fächer die dann noch anschlussfähig sind wieder an die anderen Schuhen.

00:06:17: also weil du gesagt hast ohne Fäche das liegt auch drunter.

00:06:21: wir sind ja eine Kurikolumswerkstatt wir sind nicht an die Landeskurikula gebunden.

00:06:24: aber unsere Schülerinnen und Schüler müssen das natürlich lernen weil sie müssen anschlussfähig sein.

00:06:31: Das ist so ein bisschen Laborscheu, sind aber schon ganz tief reingegangen.

00:06:37: Eigentlich ist es ja so ... Der Rahmen ist das wir keine Noten haben, dass wir Projektunterricht machen und eine demokratische Schule sind.

00:06:46: Eines der Gründungsprinzipien war nie wieder, die Dreiunddreißig zu erleben, also eine politische Bildung oder eine Demokratiebildung ganz doll zu stärken.

00:06:55: Heute

00:06:55: wichtiger denn

00:06:56: je?

00:06:56: Genau!

00:06:58: Ja, und dann noch ganz viele andere Dinge.

00:07:01: Wie gesagt den großen Raum als architektonisches Instrument auch ein Raum also dritten Pädagogen zu benutzen um so auch in die Offenheit auch Struktur reinzukriegen.

00:07:12: Ja verstehe das schon recht.

00:07:15: wir gehen nochmal einen kleinen Schritt zurück.

00:07:17: ihr seid ja ganz offiziell als Versuchsschule.

00:07:21: Das hört sich kurz an wie...

00:07:23: Wir versuchen das mal fünf Jahre und

00:07:25: gucken, ob es klappt mit unseren Versuchskaninchen, die wir da reingesetzt haben?

00:07:29: So ist es nicht.

00:07:29: Magst du einmal kurz erklären was der Begriff Versuchschule eigentlich genau bedeutet und was dahinter steckt?

00:07:36: Vor zwanzig Jahren.

00:07:38: mittlerweile sind die Schulen eröffnet worden, vorher sind sie aufgebaut worden als Versuchsschulen des Landes Nordrhein-Westfalen.

00:07:44: Also ich spreche jetzt auch vom Oberstufenkolleg, das ist unsere Schwester Schule.

00:07:48: und Versuch heißt... neue Formen des Lehren und Lernens neu zu versuchen auszuprobieren.

00:07:55: Und das dann möglichst auch in die Erziehungswissenschaft, in die Lehrerbildung aber auch an andere Schulen zu bringen.

00:08:01: Und normalerweise hast du schon recht ist es ja so ein Versuch.

00:08:05: der Ende nach zehn Jahren bei uns ist er jetzt zweiundfünfzig Jahre alt.

00:08:08: Das liegt daran dass wir eine wissenschaftliche Einrichtung haben Die die Schule Labor Schule begleitet und die wissenschaftlichen Einrichtungen sozusagen uns begleitet, auch als Lehrerforscher.

00:08:20: Also wir sind nicht nur Lehrerinnen und Lehrer an der Schule sondern wir sind auch Forscherinnen und Forscher Forschungsprojekte entwickeln aus dem Schulleben heraus.

00:08:29: Das dann beforschen mit Berichten, Belegen und Veröffentlichungen.

00:08:34: Und das ist der Versuchskarakter.

00:08:36: Wir sind seit dem siebzehnten Schulrechtsänderungsgesetz, ich weiß jetzt nicht vor fünf Jahren auf dauergestellter Versuch.

00:08:43: Da kann auch keiner mehr ran sozusagen.

00:08:45: Natürlich können wir das Schulgesetz ändern oder das Schulreichtsänderungs-Gesetz ändern.

00:08:49: Aber das ist sozusagen der Grund dahinter... hinter der Versuchsschule des Landes.

00:08:56: Sprich einfach gesagt ihr macht dann nicht was er wollte und guckt ob es funktioniert, sondern das ist alles wissenschaftlich fundiert.

00:09:02: Es wird geguckt, es wird ausgewertet auf pädagogischer Ebene etwas gebracht, was vielleicht nicht ganz so gut.

00:09:12: Genau, bestimmte Sachen werden implementiert.

00:09:14: Zum Beispiel unsere Praktikumserfahrungen.

00:09:17: Wir machen nicht nur einen Praktikum sondern wir machen vier beziehungsweise fünf Praktika vom Jahrgang sieben an bis zum Jahrgang zehn.

00:09:24: Wir haben Forschungsprojekte gehabt im Bereich Gender also Jung und Mädchen, Koalitation, Jung-und-Mädchenbildung.

00:09:38: Inklusion, Wohlbefinden an Schule.

00:09:41: So wie gelingt Inklusion gut?

00:09:44: Welche Rahmenbedingungen brauchst du?

00:09:45: Welcher Ansprechpartner und so weiter.

00:09:47: also... Und das wird dann immer wieder blickt mit Forschung, mit Auswertung und dementsprechend auch mit Berichten genau.

00:09:55: Dann hoffen wir es auch und vieles geht tatsächlich in Schulen rein.

00:10:00: Wir sind doch gut vernetzt hier im Bielefeld mit den Gesamtschulen aber auch mit den anderen Schulen und versuchen da auch in Kooperation zu gehen.

00:10:08: Hast du da so, na ja für dich sind es wahrscheinlich keine Highlights.

00:10:11: Aber für die Hörerinnen und Hörern wo man sagt das ist für uns vielleicht überraschend dass man herausgefunden hat, dass das total gut funktioniert.

00:10:18: Wo man sich als ehemaliges Mitglied einer in Anführungszeichen normalen Schule sagt Das muss alles so sein, das muss seine Struktur haben, das muß so fest geregelt sein

00:10:29: Ja also was für uns normal ist, tatsächlich keine Noten zu geben und stattdessen Berichte zum Arbeits- und Sozialverhalten den Schülerinnen und Schülern zurückzumelden bzw.

00:10:39: Berichte zur Lernfortgang.

00:10:40: also welche Leistungen haben sie gebracht in dem entsprechenden Jahrgang?

00:10:47: Das zeigt einfach unsere Schülerinnen und Schülern brauchen die Noten nicht, sondern sie lernen sozusagen an den Inhalten viel, viel selbst motivierter.

00:10:56: So ... Ich bin jetzt gar nicht mit diesem Hightech-Wort intrinsische Motivation

00:11:00: usw.,

00:11:00: Sie sind natürlich nicht immer alle intrinsisch motiviert also genauso Schülerin und Schüler wie alle anderen auch.

00:11:07: Kinder und Jugendliche auch aber grundsätzlich ist es schon so, die kommen weil sie gerne in die Schule kommen, weil sie sich da wohl fühlen Natürlich gerne lernen.

00:11:16: Also jedes Kind lernt gerne.

00:11:18: Du hast Zwillinge irgendwie, die sind vier Jahre alt, wie ich das richtig verstanden habe in dem letzten Podcast, den ich mir angehört habe.

00:11:25: Die sind ja total weltoffen und wollen Dinge erfahren.

00:11:28: Und so kommen alle Schüler absolut nicht auf alles nass worden.

00:11:31: Genau!

00:11:33: So kommen sie auch in die Schule Wenn man dann es schafft sozusagen herzustellen, dass sie dann ihr Wissen auch und ihre Motivation behalten.

00:11:42: Und da hängt meines Erachtens wirklich viel mit den Noten zusammen.

00:11:45: Dann kriegt man auch so eine Leistungsbereitschaft oder eine Lernbereitsschaft und die Motivationslange erhalten tatsächlich.

00:11:54: Ja das stimmt schon wenn ich an meinen Schulzeit zurückdenke.

00:12:00: Es war nicht immer ein Ort wo man gerne hingegangen ist also es war eher ein Muss.

00:12:04: Und ja, und das läuft bei euch anders.

00:12:08: Es wird zumindestens versucht, dass die Kinder dort...

00:12:11: Das ist auch nicht so, es sind alle Kinder also hundert Prozent, das erreichst ihr auch nie und man steht

00:12:15: ja immer

00:12:15: mit einem falschen Fuß auf oder?

00:12:18: Genau, absolut!

00:12:20: Was dabei auch aber noch mal hilft, ist unsere Jahrgangsmischung die wir haben im Jahrgang Null-Eins zwei und im Jahrgang drei vier fünf.

00:12:27: Haben wir Jahrgangsmischungen wo die Klassen immer mit drei Jahrgängen besetzt sind.

00:12:30: also eine Lerngruppe besteht aus Fünfjährigen sechs Jahren sieben Jährigen so und bei den etwas älteren bestätigt dann halt aus acht jährigen neun jährige zehn jährig und so stellt man dann auch nochmal zum Teile sehr heterogene Gruppe zusammen, aber zum Teil aber auch gibt ihnen die Möglichkeit im Jahrgang drei was zu lernen.

00:12:49: Und wenn sie das nicht so richtig verstanden haben dann lernt es aus dem Jahrgang fünf nochmal auf eine andere Perspektive mit einem anderen Abstraktionsniveau vielleicht noch mal neu mit Schülerinnen und Schülern zusammen.

00:12:58: und dieses gemeinsame Lernen, Lernpartner zu finden fällt oft schwer, wenn man in einer Jahrgangsgleichengruppe ist.

00:13:05: Weil die Unterschiede im Jahrgangssgleichen sind trotzdem sehr groß und gerade Schülerinnen und Schüler, die besonders stark sind aber auch die schwächer sind, Förderschüler sind mit besonderer Pädagogischen Förderbedarf finden dann immer wieder nochmal Andock-Partner und Lernpartner und Gesprächspartner Und auch Freunde, mit denen sie weitergehen können.

00:13:26: das ist auch noch ein ganz großes Fund

00:13:28: Wenn ich jetzt so überlege Kinder so unterschiedliche Altersgruppe, wie bereitest du denn den Unterricht zum Beispiel vor?

00:13:37: Also da ist dann ja für dich auch nicht.

00:13:39: Heute ist Mathe.

00:13:41: Nee, heute ist Unterrichtsprojekt.

00:13:45: jetzt kann ich natürlich schlechten Beispiel, weil ich bin Sekundarstufe-Einzlehrer.

00:13:48: So ein schlechtes Beispiel für die Grundschule und für die Primastufe finden... Ich sage mal, wie ich das mache.

00:13:54: Im Jahrgang zehn, meine letzte Klasse ist gerade entlassen worden.

00:13:59: Wenn wir im Bereich Erinnerungskultur, Nationalsozialismusübergang in Bundesrepublik und DDR zweiter Weltkrieg gehen, dann haben wir als großes Thema, wir arbeiten gemeinsam die Basis, die man braucht, wie Deutschland dahin gekommen war – also Weimarer Republik

00:14:18: usw.,

00:14:19: es sind schon sehr viel Wissendaten usw.. Aber wie gesagt, er arbeiten wir gemeinsam.

00:14:24: Da öffst du auch mal Lehrer-Input wichtig?

00:14:27: So um sozusagen so einen Rahmen zu geben und dann können die Schülerinnen und Schüler aber in dem Bereich zu ihren eigenen Interessenthemen arbeiten und das ist unglaublich weit.

00:14:36: also wenn ich eine Stunde vorbereite oder auch so eine Lernphase meine ich über zwei Wochen wo die in eigenen Projekten individuell selbstständig arbeiten ... gebe ich natürlich auch Inhalt- und Projektmöglichkeiten vor.

00:14:49: Aber unten steht immer noch ein Pfeil mit, oder einen Spiegelstrich mit Punkt, Punkt, punkt.

00:14:53: Hast du vielleicht eine Idee... Ja, verstehe.

00:14:55: ... die du über deine Kenntnisse schon hast?

00:14:58: Und an dem du dann arbeiten willst!

00:15:00: Also das muss dann nicht immer nur Hitlerjugend um BDM sein.

00:15:03: Das muss da nicht nur in Nürnberger Rasse gesetzt und so weiter.

00:15:05: um sofort zu sein.

00:15:07: Ich hatte einen Schüler der war nur zu motivieren mit Autos und mit Flugzeuge.

00:15:12: Und natürlich hat der dann irgendwie die Geschichte von VW sich geguckt.

00:15:18: Die haben die Nationalsozialisten das gedacht und so weiter, wie ist das entwickelt worden?

00:15:23: Ja, solche Dinge oder Technik-Sachen, Volksempfänger.

00:15:26: Das ist ja erst mal ein Thema wo man sagen muss okay der Volksempfinder war wichtig für die Propaganda.

00:15:30: So Punkt!

00:15:32: Dann geht man zu Propagandawalter aber dann gibt es auch Schüler die sich da richtig in diese Technik reinarbeiten und vielleicht sogar in die Werkstatt gehen und so einen kleinen Volksempfänger selber bauen geht nämlich eigentlich relativ einfach gibt's Bausätze für uns weiter Und so wird das aber an der Primarstufe auch gemacht.

00:15:45: also das wird über die Projekte, über dem Thema Wald, über den Thema Meer Themen gemeinsam erarbeitet, da werden Gruppenfahrten gemacht.

00:15:53: Dann wird ans Meer gefahren und dann in den Wald gefahren usw.

00:15:57: Das sind Dinge wo man sozusagen an der Lebenswelt und an den Interessen der Schülerinnen und Schüler aufhängt.

00:16:03: Ja okay jetzt langsam ratterts bei mir ich verstehe das Konzept.

00:16:07: Also ja ich stelle mir das sehr cool vor wenn man natürlich also da erschließt sich gerade für mich so ein bisschen auch die Motivationen die die Kinder dadurch finden.

00:16:14: Wenn du immer irgendeinen Weg findest Der für dich in dem speziellen Projekt interessant ist, bleibt man dann anders am Ball.

00:16:25: Es ist natürlich aber auch schwer das als Lehrer – das war ja sozusagen die Ausgangsfrage -, dass er einen Blick zu haben.

00:16:30: Also es ist schon nicht einfach!

00:16:31: Deswegen sind unsere Gruppen ehrlicherweise auch nicht bei twenty-fünf oder dreißig.

00:16:35: Wir sind bei den Älteren, bei zweizwanzig, vierzwarzig Schülerinnen und Schülern eigentlich laut Grundlagenerlass und Strukturplan eine Gruppe bei uns... Und das ist natürlich auch immer so.

00:16:47: ein Argument zu sagen, ihr könnt es ja machen.

00:16:49: Weil ihr habt nur zwanzig oder zweinzwanzig.

00:16:51: Ist auch ein Stück weit so.

00:16:52: Da will ich schon sagen dass die Gruppengrößen wenn man so unterrichten will müssen kleiner sein.

00:16:57: Ja.

00:16:58: Das geht mit ... Es geht auch mal mit, wenn die hochgewachsen sind von Jahrgang Null bis Jahrgang Zehn.

00:17:04: Wenn sie einen Übergang hatten nach der Grundschule in einer Weiterführendeschule, bis sich die Gruppen gefunden haben und bis ich die Rituale und Strukturen ergeben habe, dauert das zu lange.

00:17:13: also es muss schon eine langen Formschule sein.

00:17:15: dann funktioniert so wie gesagt vielleicht auch mit ein paar mehr Schülerinnen und Schülern.

00:17:19: aber äh das ist schon so eine strukturelle Sache.

00:17:23: äh da müsste müsste sozusagen Klassenfrequenz runtergegangen werden.

00:17:28: Und wir sind ja auch eine inklusive Schule mit Schülerinnen und Schülern, mit Sonderpädagogien für den Bedarf.

00:17:31: also jede Klasse in jeder Klasse sind Schülerinnen oder Schüler mit Sondepädagogen förderbedarf.

00:17:37: Das bedeutet natürlich auch nochmal einen anderen Blick an Einsatz von SonderpedagogInnen usw.. den man dann aber ganz gut im Griff hat, wenn die Schule nicht zu groß ist.

00:17:48: Also wir haben schon siebenhundert Schülerinnen und Schüler das schon ordentlich.

00:17:52: Aber natürlich auch wieder von Jahrgang null bis Jahrgang zehn.

00:17:54: Und das ist schon auch natürlich ein Vorteil.

00:17:59: Das darf keine Schule sein wo zweitausend Schüler auf die zwei tausend Schülern gehen.

00:18:06: Klassenfrequenz in der Sekundarstufe sind so sieben, zwanzig bis dreißig.

00:18:12: So und das ist schon eine Klassengröße bedingt dann auch bestimmte Lern-Settings sage ich mal Und der Raum natürlich auch.

00:18:22: Also wenn ich mit dreißig Schülerinnen und Schülern, ich bin ja auch viel an anderen Schulen in Kooperationen und in Beratungen

00:18:27: usw.,

00:18:28: wenn ich dann noch mal einen Klassenraum habe wo Dreißig-Schülerinnen und Schüler drin sind, kann ich nicht so einfach mal schnell eine Gruppenarbeit machen selbst wenn die gerade total angesagt und wichtig ist weil der Raum zu klein ist.

00:18:43: Flur gehen darf oder nicht in die Aula als Ausweichraum, weil da ist irgendwie was anderes.

00:18:48: Oder da darf kein Tisch stehen wegen Brandschutz oder wegen Fluchtwählen

00:18:52: usw.,

00:18:52: dann ist es natürlich schwierig.

00:18:54: und das heißt ja, das ist eine Struktur- Gebäudefrage letztlich auch.

00:19:00: Okay also wenn man so eine Schule wie bei euch bauen wollen würde muss man quasi bei denen...

00:19:07: Ja ...

00:19:07: bei den Bausteinen quasi anfangen.

00:19:09: Also beim Bau der Schule müsste man schon beachten, dass es andere Klassengrößen gibt,... ...dass man mehr Platz für... ...mehr freien Platz hat um...

00:19:18: So Lernmann schaffen die ich eben gesagt habe, ne?

00:19:20: Ein kleiner Raum hat ja auch mal ein bisschen geschützt ist, wo man mal einen kleinen Vortrag auch halten kann,... ...wo man in Ruhe leise lesen und arbeiten kann.

00:19:30: ob das jetzt analog ist oder digital ist letztlich total egal.

00:19:34: Und da sieht man aber jetzt in der Helios-Schule neu gebaut ist in Köln Universitätsschule oder in Bayern, da vergesse ich immer den Namen.

00:19:43: Gut Öschingen... Ich komme gleich nicht drauf.

00:19:45: ganz bekannt.

00:19:46: auch gerade in der Schullandschaft und da gibt es ganz viele in Dresden, gibt es an Universität Schule ganz viele Beispiele wo genau solche Landschaften gebaut sind.

00:19:57: Da will ich jetzt nicht sagen die sind zu uns gekommen haben sich hier bei uns angeguckt aber Viele kommen auch von außerhalb, gucken sich die Schule an.

00:20:04: Auch viele Kolleginnen und Kollegen aus Bielefeldt und Eltern, die sich die Schule angucken wollen in unseren offenen Besuchertagen- und Bauhausspitationen.

00:20:11: Aber ja da fließt schon so ein bisschen was ...

00:20:15: In

00:20:16: der Republik sagen wir es mal so?

00:20:17: Ja zum Glück!

00:20:20: Kommen wir doch nochmal kurz auf das Thema Noten.

00:20:24: Was für die meisten von uns ein verfester Bestandteil der Schule war.

00:20:27: Für mich glaube ich... Kann mich gar nicht mehr so erinnern, schon ab Klasse eins oder drei.

00:20:32: Ja, früh auf jeden Fall und ... Noten machen ja automatisch immer Druck

00:20:40: in

00:20:40: der Regel?

00:20:41: Auf jeden Fall wenn man keine guten Noten hat.

00:20:42: Genau!

00:20:43: Die gute

00:20:43: Noten haben dann mal noch nicht so viel Druck, obwohl da sich das auch langsam ändert ist gerade auch gute Schülerinnen und Schüler...

00:20:49: Man hat ja auch schon vorher Druck bevor die noten

00:20:51: kommen.

00:20:53: Das muss dann auch immer eine Eins sein oder ne zwei Und das ist natürlich auch da.

00:20:56: also, dass zieht sie schon durch.

00:21:00: Jetzt hat Druck natürlich viele negative Auswirkungen auf die Menschen.

00:21:05: Was viele vielleicht denken könnten, was das Gute an Noten ist, dass man so die Motivation findet zu sagen ich muss mich wenn da eine Fünf steht ist relativ klar.

00:21:16: Also für uns Erwachsene sage ich mal ist das klar.

00:21:21: Ist was, was man nicht so gut gemacht hat.

00:21:23: Genau!

00:21:23: Und ist jetzt ne Fünf.

00:21:25: und heißt das für uns Erwachsene?

00:21:28: Da muss ich mich daran setzen und da lernen oder da was nacharbeiten oder sowas.

00:21:32: Das ist aber in den Köpfen der meisten Kinder also bei einigen wird es funktionieren.

00:21:37: So dann gibt's Nachhilfe, da gehen die vielleicht nicht gerne hin

00:21:39: usw.,

00:21:40: Aber bei dem meisten ist meine Erfahrung funktioniert es nicht weil die dann nämlich zumachen und die sagen wenn ich eine fünf habe Dann mach ich erst recht nichts mehr.

00:21:48: Da bin ich tatsächlich auch ein gutes Beispiel.

00:21:50: Ich bin hier aufs Helmholtz-Gymnasium gegangen, das war eine schöne Zeit alles gut.

00:21:54: Ich hab Englischunterricht den ersten Vokabeltest.

00:21:56: in Englischen hatte ich ne Fünf und da habe ich dann entschieden Englische finde ich durfte mein nichts.

00:22:03: ich habe das Knall hat durchgezogen bis zum Abitur.

00:22:06: ich habe dann im Jahrgang zwölf englisch abgewählt.

00:22:08: das ging damals noch.

00:22:09: ich weiß nicht ob das jetzt noch geht.

00:22:10: mittlerweile ist mein Englisch, glaub ich, ganz okay.

00:22:14: Aber das ist so eine negative Erfahrung mit Noten, wo dann ganz viele Schülerinnen und Schüler zumachen und grad demotiviert werden.

00:22:22: Schlechte Noten sitzen bleiben

00:22:23: usw.,

00:22:24: unsere Schülerinnen können auch gar nicht sitzenbleiben.

00:22:26: Sie gehen automatisch immer weiter mit den Lerngruppen, mit den sozialen Gruppen in denen sie sind weil letztendlich wenn man ... In heterogenen Gruppenarbeit, wenn man in jahrelangst gemischten Gruppenmarmel brauchen wir eigentlich nicht zu bleiben.

00:22:40: Weil da geht es ja... ...in der Individualisierung und dann in ihren Lernfortschritt immer so anzuleiten, immer ein bisschen mehr zu fahren.

00:22:51: also die Leistungsanforderungen müssen gewisse Passung haben.

00:22:55: Wenn's zu schwer ist kommen sie hinterher werden demotiviert.

00:22:58: wenns zu leicht is Ist auch langweilig.

00:23:02: So, das weiß man muss immer gucken wo kriegt man?

00:23:04: das kriegt natürlich nicht immerhin.

00:23:05: aber grundsätzlich das ist der Grundgedanke und es schaffen wir auch oft gerade durch Projekte und Individualisierung weil dann die Schüler ja auch immer was finden was sie interessiert und was gerade passt.

00:23:15: Und dann muss auch keiner sitzen bleiben weil Ob ich den individuell in der Klasse drunter fördere oder im Jahrgang drüber, das ist letztlich egal.

00:23:24: Wichtig ist auch die soziale Entwicklung, die emotionale soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schülern...

00:23:30: Nur weil man schlecht in Mathe ist entwickelt sich der Mensch ja trotzdem

00:23:32: weit.

00:23:32: Genau!

00:23:33: Und wenn man dann zu alt ist für die Klasse da drunter ...

00:23:36: Macht auch keinen Sinn.

00:23:36: Ist

00:23:37: auch schwierig.

00:23:38: Das stimmt.

00:23:39: Ja, bei mir war es früher immer so, wenn ich mal bis zur Zehn nicht die beste Schülerin wenn dann mal so eine Fünfte auf dem Blatt stand oder vielleicht mehrere schlechte Noten hintereinander, dann kam ja schnell dieser Gedanke.

00:23:54: Ach, Mathe ist halt nichts für mich!

00:23:57: Es wurde nicht einfach nur mit dem Themenbereich Mathe abgeschlossen?

00:24:01: Dass der vielleicht nicht mein Ding ist, sondern das war dann gleich ... Das ganze Fach ist einfach nix für mich.

00:24:06: Mathe kann ich nicht...

00:24:11: Was steckt da vielleicht

00:24:12: hinter?

00:24:14: Ich glaube, meine Vorgängerin in der Schulleitung hat immer gesagt, ja Mathe ist halt auch so ein gesellschaftliches Problem.

00:24:20: Ist das Dorf?

00:24:21: Es gibt ein paar die es gut finden und Mathe, Baumeilig, Mathe als Dorf hat hier sozusagen eine Gesellschaft.

00:24:26: Das ist natürlich totaler Quatsch!

00:24:28: So glaube ich.

00:24:29: weil letztendlich... Es rechnen, jetzt bin ich kein Mathe-Lehrer.

00:24:36: Sind da bestimmte Dinge die man können muss?

00:24:37: Aber Mathe ist ja total interessant mit logischen Denken und Verknüpfung

00:24:41: usw.,

00:24:41: wenn man das dementsprechend auch vermittelt, dann kriegt man die, die sagen Mathe für die Dorf oder so, vielleicht ein bisschen mehr motiviert und ran ... Wie gesagt, ich begebe mich gerade auf dünnes Eis!

00:24:53: Ich bin

00:24:55: da ganz deine Mannin.

00:24:59: Unsere Erfahrung ist, man kann auch die Schülerinnen und Schülern sagen, Mathe ist nichts für mich oder Deutsch ist nix für mich.

00:25:04: Oder Gesellschaftslehre oder Navi.

00:25:07: Die kann man immer noch mal... Und jetzt kommt was Wichtiges, was ich eigentlich zum Anfang vergessen habe.

00:25:12: Was eigentlich der Grundpfeiler unserer Schule ist.

00:25:15: Wahrscheinlich war es für mich so normal ist eine pädagogische professionelle Beziehung zwischen Lehrerinnen und Schüler-Schülerin.

00:25:22: Ist ganz wichtig.

00:25:23: über diese Beziehungen kriegt man Auch die Schülerinnen und Schüler, die sagen, Mathe ist nichts für mich.

00:25:30: Auch noch mal wieder außer Ecke.

00:25:32: Deutsch ist nix für mich, lass uns doch mal so versuchen oder den Lernweg versuchen.

00:25:36: Und so kriegt man die auch hin und es die Erfolgserlebnisse haben.

00:25:39: Die Erfolgserlebniste kriegen sie dann nicht bei uns in der Klassenarbeit.

00:25:42: Das sind eine vier- oder drei Schreiben, sondern ein Portfolioprodukt gut hingekriegt hat, wo sie die Rechenwege gut verstanden haben oder wo sie dann die Argumentation so geschrieben haben, dass man sagt okay das ist auch eine Argumention verwendet worden und so weiter.

00:25:57: Und das ist ganz wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler wohlfühlen in der Schule, in der Schulgemeinschaft.

00:26:04: Wir haben auch ganz tolle Eltern die sich einbringen.

00:26:09: Kolleginnen und Kollegen, die Schülerin und Schüler... Das ist wichtig!

00:26:11: Aber es ist auch wichtig diese pädagogische professionelle Beziehung zu haben.

00:26:14: also sie Schülerinnen und Schülern müssen Menschen in der schule haben wo sie denken.

00:26:19: Der Erwachsene für den bin ich wichtig.

00:26:22: Ich weiß ganz genau was du

00:26:23: meinst

00:26:25: ja?

00:26:25: Egal auf welcher Schule man war, jeder kennt es.

00:26:29: Die Beliebtheit eines Faches, egal ob Mathe, Deutsch, Englisch oder Spanisch hängt, würde ich sagen zu siebzig Prozent vom Lehrer ab.

00:26:37: Ist jetzt meine These die ich immer ganz plump in den Raum werfe?

00:26:41: Ich mein damit nicht dass der Lehrer schlecht ist oder gut ist aber

00:26:46: eben

00:26:46: um die Beziehung, die man zu diesem Lehrer hat.

00:26:48: so und ich glaube wirklich das ... ich in einigen Fächern wahrscheinlich besser gewesen hätte, wäre oder mich mehr dafür interessiert hätte wenn ich eine andere Beziehung zu dem jeweiligen Lehrer gehabt hätte.

00:27:03: Und dann ist es bei uns natürlich total einfach, es ist einfacher bei uns eine gute professionelle Beziehungen zu den Schülerinnen und Schülern aufzubauen weil wir durch unsere, durch unser aufbrechende Fächer zum Beispiel haben in der Sekundarstufe dann nicht Deutsch und Politik, Geschichte

00:27:23: usw.,

00:27:23: sondern wir haben ein Unterrichtsfach.

00:27:25: Das heißt Deutsch-Sowie.

00:27:27: Und da unterrichten wir mit vier bzw.

00:27:28: fünf Sechzig Minuten Stunden Deutsch- und Gesellschaftslehre gemeinsam.

00:27:33: Weil so ein Deutschunterricht lebt ja von den gesellschaftlichen Themen.

00:27:36: Also worüber will ich argumentieren?

00:27:38: Wenn nicht über eine Gesellschaft... Was muss man schreiben,

00:27:40: lesen?

00:27:40: Genau!

00:27:42: Dadurch hat man natürlich schon mal diesen Unterricht nur bei einem Lehrer Ja.

00:27:47: So, dann ist der Lehrer vielleicht noch Klassenlehrer oder Lehrerin?

00:27:49: Dann ist diese Klassen-Lehrerin nicht nur Deutschowie-Lehren sondern auch noch Sportlehrerin vielleicht oder Navi oder was auch immer.

00:27:56: und dann hat man ganz schnell ganz viel Unterricht bei einer Person zu der man dann eine Beziehung aufbauen kann.

00:28:02: und dann fahren die noch auf Klassenfahrt zusammen jedes Jahr eine Klassenfahrt.

00:28:07: so da lebt man und lernt man gemeinsam.

00:28:10: ja und das fördert diese professionelle Beziehungen.

00:28:14: und wenn ich Zwei Stunden das Fach bei dem Lehrer habe drei Stunden.

00:28:18: Das war bei dem nochmal zwei Stunden, dass bei dem dann kann ich gar keine Beziehung aufbauen.

00:28:22: also ist überhaupt kein Vorwurf an irgend wehen sondern es ist auch wieder ein letztendlich eine systemische frage so und das ist ganz ganz existenziell Bei uns wichtig.

00:28:32: aber da ist er wieder die müssen auch wieder unterschiedliche lehrer.

00:28:36: mein nicht jeder kommt mit jedem klar.

00:28:37: also die chemie muss ja schon man muss sich Riechen können, sozusagen.

00:28:43: Genau und da brauchen die dann auch noch mal jemanden wo sie dann auch andocken könnten.

00:28:46: Ja

00:28:47: ja verstehe ich glaube wir machen hier das passt gut einen ganz kurzen break Und sprechen gleich weiter über die laborschule bis gleich.

00:28:58: Wir sind zurück.

00:29:00: wir sprechen weiterhin über die Laborschule und die anderen Konzepte die dort probiert werden.

00:29:08: Jetzt hast du Uli im vorgespräch Ein Satz gesagt, den fand ich sehr spannend und zwar Kinder lernen bei uns zu lernen.

00:29:14: Machst du das einmal ausführen wie was du damit meinst?

00:29:17: Und wie das funktioniert?

00:29:20: Na ja die lernen zum einen an den Inhalten, die sie motivieren zu lernen.

00:29:24: dass das eine also dann bleiben Sie so ein bisschen am Ball.

00:29:27: Wie gesagt auch nicht alle zu jeder Zeit aber findet immer was, wo die Schülerinnen und Schüler lernen können.

00:29:33: Und sie lernen vor allen Dingen voneinander in der Jahrgangsmischung aber auch in den anderen Gruppen.

00:29:38: also die älteren zeigen bestimmte Lernmethoden, die man gut anwenden kann.

00:29:42: und dann ist das so wie Lernen am Vorbild oder die Jüngeren können sich das dann angucken und kopieren.

00:29:48: das dann stückweit ist dann auch schon so, dass wir die Schülerinnen und Schüler sehr selbstständig an bestimmten Stellen lernen lassen.

00:29:57: Und dann passiert es natürlich auch, dass sie in so einer Sackkasse geraten und auf den Fehlern lernen die dann auch.

00:30:03: Da muss man als Lehrer manchmal auch echt dickes Fälle haben.

00:30:06: wenn man sieht das ja dann auch also... ist vielleicht jemand, der dann in der Freiarbeitsphase wirklich nur träumt und die gar nicht nutzt.

00:30:16: Und dann kann man sagen ja Konzept falsch.

00:30:20: Die müssen halt so.

00:30:22: andersrum ist aber eigentlich wird mich gut raus zu sagen okay denn muss man jetzt mal eine Stunde oder zwei sozusagen auch in die Luft gucken lassen.

00:30:29: und dann muss man hingehen und sagen So was hast du jetzt gelernt?

00:30:32: Was hat es jetzt sozusagen erarbeitet?

00:30:35: an welchem Stand bist Du?

00:30:36: Ja Dann stehen da zwei Sätze zwei Bilder rausgesuchten Einsatz.

00:30:41: Man muss sagen, das reicht aber nicht und ist jetzt so in so viel Zeit.

00:30:44: Woran lag es?

00:30:45: Wie können wir ... kann an der Umgebung legen, das kann am Inhalt liegen.

00:30:49: Das kann an den Methoden liegen und auch an der Lesefähigkeit liegen.

00:30:53: Es kann auch daran liegen ob jemand gut gucken kann oder nicht.

00:30:55: Ich habe mittlerweile eine Brille.

00:30:58: Braucht ich früher nicht.

00:30:59: einige Schülerinnen und Schüler können aber nicht gucken und haben aber keine Brille und wenn man das dann fährt also all solche Dinge stellt man dann fest und so lernen sie dann zu lernen.

00:31:09: Klingen dann auch aber Methoden auch an die Hand über einen Wochenplan, über bestimmte Methodeinführungen immer nicht sozusagen.

00:31:17: Wir machen jetzt eine Methode Einführung, sondern die muss immer an den Inhalten in den Projekten angeknüpft sein.

00:31:22: Und dann lernen einige schon einen PowerPoint zu erarbeiten andere machen aber ein Plakat oder schreiben sich erst mal so nur Stichpunkte auf und der Vortrag von dem ein ist eine PowerPoint Präsentation und der andere stellt seine fünf Karteikarten vor und macht einen Referat.

00:31:36: also so lernen sie dann sozusagen methodisch auch zu arbeiten und wissen dann nachher wie Sie sich das Wissen erarbeiten können wo es steht die Sachen zusammenbringen können, ob das jetzt analog in unserer Bibliothek ist oder im Internet über bestimmte konforme Plattformen sage ich jetzt mal.

00:31:56: Also nicht Wikipedia, das ist oft viel zu schwer da gibt es keinen Sinn.

00:32:02: aber und so lernen sie dann zu lernen und auch selber zu wissen welcher Weg für Sie der Beste ist.

00:32:08: Ich wollte

00:32:08: gerade sagen es ist ja glaube ich so dass jeder anders lernen, beziehungsweise in einer anderen Umgebung gut lernen können.

00:32:14: Und

00:32:14: du hast in einer Klasse dann Schülerinnen und Schüler die wirklich alle viele Stunden ansprechen musst und nochmal sagen muss so ein andere kannst du über eine Projektphase von.

00:32:22: ich sage mal zehn Stunden die kannst alleine laufen lassen da musst auch keiner fragen.

00:32:26: oder die kommen nachher mit dem fertigen Produkt.

00:32:28: das ist dann in den höheren Klassen weg.

00:32:30: naja was gibt es teilweise denn auch schon in jüngeren Jahrgängen?

00:32:33: Eigentlich ist es ja glaube ich noch viel korrigier mich wenn ich der falsch liege niedrigschwelliger, so vom Gedanken her.

00:32:39: Es gibt ja glaube ich Kinder die lernen gut wenn sie Kopfhörer auf haben nebenbei Hardrock hören oder irgendwie sowas sag' ich mal oder Musik zumindestens dann gibts Kinder die interessiert das überhaupt nicht wenn sie in einem Raum sind wo zwanzig andere Kinder sind und da gibts welche die brauchen ruhige Ecke

00:32:56: oder die müssen draußen sitzen oder die muss auf dem Bauch liegen.

00:32:59: und ich weiß jetzt nicht welche Untersuchung das ist aber ich habe eine Untersuchungen gelesen dass Kinder gerade dann zwölf, dreizehn, vierzehnt sind bericht ein stückweit auch deren Bedürfnisse oder auch das körperliche.

00:33:15: Dann müssen die irgendwann auf den vier Buchstaben auf dem Stuhl sitzen an einem Tisch und dann arbeiten und ihre Sachen organisiert haben.

00:33:21: vorher Können die das eigentlich gar nicht?

00:33:24: Sondern müssen genau das haben, was wir gerade gesagt haben.

00:33:27: Also draußen sitzen Bewegung mal zu anderen zu gehen.

00:33:33: Die haben ja auch gar nicht so lange Konzentrationsphasen also können sich ja nicht.

00:33:36: Sechzig Minuten.

00:33:37: Wir haben sechzig minuten takt oder fünf vierzig Minuten oder hundertzwanzig Minuten die ganze Zeit konzentrieren.

00:33:42: Das heißt man muss es auch das muss man rhythmisieren und die Rhythmisierung ist bei allen anders.

00:33:46: einige können dreißig Minuten lockerkonzentriert arbeiten andere können nur zehn Minuten müssen dann einmal weiß ich nicht, um die Schule gehen und kommen dann wieder.

00:33:56: Das ist ja eigentlich ganz schön, das ist quasi ein Tipp für alle Elthander draußen jetzt weil viele denken jetzt mein Kind muss unbedingt auf die Labor-Schule.

00:34:06: Ganz so einfach ist es glaube ich nicht.

00:34:08: aber zu Hause kann man vieles davon natürlich umsetzen.

00:34:11: Man kann vielleicht ablegen zu sagen Hausaufgaben werden nur am Schreibtisch gemacht ab ins Zimmer hinsetzen.

00:34:18: Ich komme nach Stunde wieder hoffentlich ist dann fertig.

00:34:20: sondern Das müssten, glaube ich, ältere Generationen dann auch erst für sich ein bisschen akzeptieren.

00:34:26: Dass es da einen Umdenken gibt.

00:34:29: aber das ist ja eigentlich ein ganz schöner Tipp für alle da draußen dass man sagt wenn zumindest bis zwölf dreizehn gibt wahrscheinlich keine feste, keine feste Grenze zu sagen Ausprobieren wahrscheinlich, oder?

00:34:42: Auch lernen und Bewegungen ausprobieren.

00:34:44: Also es gibt auch ganz viele, also Kognitionen und Motorik hängen ja auch ganz ganz eng zusammen.

00:34:49: Es gibt aber ganz viele Untersuchungen die sagen wenn ich Vokabeln lerne danach in Bewegung gehe zehn Minuten viel Stunde dann sacken die Vokaben viel viel besser.

00:34:59: deswegen ist sozusagen so eine Bewegungszeit auch zwischendurch immer ganz gut.

00:35:02: Bewegungsspiele also all das kann man kann man gut ausprobiert nicht selber Am liebsten meine Hausaufgaben am Küchentisch gemacht, wo meine Mutter gekocht hat und dann hatte sie noch mehr immer mit dem ich ihn erhalten konnte.

00:35:14: Zwischendurch

00:35:14: müssen wir snacken!

00:35:18: Ja, es war wahrscheinlich nicht... Was darfst du jetzt beurteilen?

00:35:22: Ich war ja so eine... Damals habe ich das Bulemy-Lernerin gemacht.

00:35:26: Ich hab mich quasi zwei Tage vor einer Klassenarbeit eingeschlossen davor, mich noch nie mit dem Stoff beschäftigt, dann zwei Tage eingeschlossen und dann am Tag der Prüfung wieder... Was gibt's bei uns?

00:35:37: Für das Langzeitgedächtnis nicht wirklich hilfreich, oder?

00:35:40: Nicht so gut.

00:35:41: Und ja ... Das gibt es bei uns halt nicht, weil bei uns kommen keine Klassenarbeiten, aber Sie schreiben schon auch mal eine Diagnose oder eine Arbeit, um es methodisch zu lernen, weil die müssen ja anschlussfähig sein.

00:35:53: Aber dann auch nicht alle zur gleichen Zeit, sondern können sie sich noch aussuchen, wann Sie das schreiben

00:35:59: usw.,

00:36:01: und für das Langzeitgedächenes ist das natürlich sowieso nicht gut.

00:36:05: Und letztendlich ist es ja so, für Langzeitgedächtnis ist ja auch sowieso erst mal nichts.

00:36:11: Also wie soll ich das jetzt sagen?

00:36:14: Die Schülerinnen und Schüler befüllen ihr Kopf mit ganz vielen Dingen und letztendling bleibt er wirklich nur das Hängen was sie wirklich interessiert.

00:36:21: Das ist ja nochmal ein Ding.

00:36:23: also wenn's mich interessiert behalt ichs Wenn ich es nur für die Klassenarbeit lernen musste, habe ich's danach wieder vergessen.

00:36:30: Ich will jetzt gar nicht Hetty-Studie rauf und runter beten ... Wie gesagt was?

00:36:34: ... wo es um Classroom Management, also ein Riesenmeterstudie, die ganz viele Lernschirme weltweit untersucht hat.

00:36:40: Und da ist ganz klar auch noch mal geworden das letztendliche Wissen, was gelernt worden ist wird nach sechs Wochen Sommerferien sowieso schon ganz viel vergessen.

00:36:51: Und dann sind Leute über Absolventen befragt worden Was sie nach zwei Jahren, nach dem Abitur noch wussten von dem was die da gelernt haben.

00:37:00: Das ist dann im zehn Prozentbereich.

00:37:02: also letztendlich sagen das ja auch dass man methodisch lernen muss lernen lernen muss soziale Kompetenzen lernen muss emotionale Fähigkeiten Resilienz bisschen hochgegriffen jetzt, aber ja so eine gewisse Stärke auch im Berufsleben in den ganzen anschließenden System zu haben.

00:37:22: Weil das Wissen was man da braucht dass er arbeitet man sich daher sowieso nochmal neu und dann ist es das war sein auch interessiert.

00:37:29: Das soll jetzt nicht heißen das sie gegen allgemein bildendes Abitursprecher.

00:37:33: Da gibt es mit Sicherheit ganz ganz viele Dinge die es in so einer Gesellschaft sind ergeben, die man wissen muss.

00:37:41: Natürlich muss man über die Geschichte eines Landes wissen müssen, Kulturtechnik können und so weiter all das aber ganz tief in diese Inhalte rein zu gehen da kann man auf jeden Fall darüber diskutieren.

00:37:57: Und gerade in der heutigen Zeit also bewegen wir uns jetzt ganz weit von Labor Schule weg.

00:38:01: aber ist vielleicht auch für ein Familien Podcast ein interessanter Gedanke.

00:38:08: mit

00:38:09: K.I.,

00:38:09: und diese ganzen Sachen, die uns jetzt überrollt alles was damit zusammenhängt ist es natürlich auf jeden Fall ein Gedanke der zum Beispiel in Taiwan schon seit zehn Jahren ist zu überlegen das müssen wir an schul überhaupt noch lernen... ...was die K. I. nicht sowieso kann.

00:38:27: also Die haben in ihren Curricula nichts mehr drin.

00:38:33: was eine Bewerbungsbrief muss keiner mehr schreiben weil den kann ich gut prompten aber sozusagen so ein Bewerbungsprozess zu initiieren.

00:38:42: Also solche Dinge, das ist auf jeden Fall mindestens etwas wo wir uns als Gesellschaft Eltern Schule Politik wirklich drüber unterhalten müssen.

00:38:54: wie gehen mir da rein?

00:38:55: also was wie wollen wir das nutzen?

00:38:56: interessanter

00:38:57: Gedanke habe ich noch gar nicht schon mal nachgedacht.

00:38:59: ja

00:39:01: letztendlich wenn man das gut benutzt also Werkzeug hat das natürlich einen total großen Impact.

00:39:07: Wenn man sich nur darauf verlässt, ist es eine soziale Schere, die auseinandergeht.

00:39:11: also Schülerinnen und Schüler, die gut mit KI umgehen können als Werkzeug erreichen ein ganz anderes Abstraktionslevel als Schülerinnen- und Schüler die's nur benutzen, um für ne Klausur schnell was zusammenstoppen zu können weil das bleibt dann auch wieder nicht hängen.

00:39:25: aber wenn ich ... Ich glaub dass es eine ganz große gesellschaftliche Aufgabe, die wir haben.

00:39:33: Interessanter Gedanke auf jeden Fall Das war mir gar nicht so präsent, dass das natürlich auch irgendwann wahrscheinlich Auswirkungen auf in Anführungszeichen Lehrpläne haben wird.

00:39:42: Total!

00:39:42: Das stimmt schon.

00:39:44: Also vieles braucht man vielleicht nicht mehr lernen wenn es einer...

00:39:49: Bei uns schreiben die Schülerinnen und Schülern eine super Vorbereitung für das Studium.

00:39:52: Das ist eine Supervorbereitung, für die gymnasiale Oberstufe aber auch letztendlich für eine Ausbildung.

00:39:57: Die müssen im Jahrgang acht, neun, zehn jeweils ein Jahresarbeit schreiben.

00:40:00: Das kann Literatur Thema sein also wo man Literatur bearbeitet.

00:40:05: es kann handwerkliches Thema sein Beispiel Maradona Hand Gottes zum Beispiel oder Dann hat jemand mal bei uns auch einen Wohnanhänger ausgebaut, aber sind auch viele Themen so die auf dem Unterricht entstehen irgendwie naturwissenschaftliche Themen wo man wirklich in Büchereien geht und da was schreibt usw.

00:40:31: Diese Art von Arbeit weiß ich nicht ob sie sich erübrigt Aber das ist total wichtig dass zu können.

00:40:40: aber Jetzt nachzuweisen, das habe ich mit KI gemacht.

00:40:44: Da habe ich die KI benutzt um zu recherchieren.

00:40:47: Da hab' ich mir was zusammenschreiben lassen und so weiter... Das muss mindestens nachgewiesen sein!

00:40:51: Und an vielen Universitäten ist das ja auch ein Problem.

00:40:54: Ja es ist wahrscheinlich irgendwann auch für die Prüfung und für die Lehrer gar nicht mehr machbar dazu handeln, was kommt von KI?

00:41:00: Das kommt nur darauf an wie gut derjenige das ganze Ding bedienen

00:41:03: kann.

00:41:04: Also da gibt's ja wahrscheinlich irgendwann keine erkennbaren Grenzen mehr.

00:41:10: Sehr interessant.

00:41:12: Jetzt hast du schon ein paar Mal gesagt, die Kinder müssen ja auch anschlussfähig sein ist dein Wort immer?

00:41:18: das ist ja quasi die Frage was passiert danach?

00:41:20: Was passiert nach der Laborschule oder nach der Schule?

00:41:24: jetzt habe ich im Vorgespräch ganz frech mal unterstellt dass sich mir vorstellen könnte Ich sag Plump aus der Heilenwelt Labor Schule kommen, wo man gute Beziehungen hat.

00:41:37: Wo man nicht so viel Druck erfährt vielleicht an einem großen Unternehmen, wo es viel um Zahlen geht die erledigt werden müssen.

00:41:45: wenn die Zahlen nicht stimmen dann gibt's Ärger gar nicht so gut klar kommen könnten.

00:41:52: das ist eine absolute Unterstellung.

00:41:53: von mir möchte ich in dieser Stelle noch mal sagen wie sind da eure Erfahrungen?

00:42:00: Zum einen ist es ja so, dass wir vielleicht aus der heilen Welt kommen und mit dem Beziehung was du gerade skizziert hast aber natürlich trotzdem auch gewohnt sind Leistungen zu bringen alle auf ihrem Niveau.

00:42:08: Aber schon auch und die auch Leistungen bringen wollen so und dementsprechend auch Anschlussfähig sind.

00:42:13: also viele machen weitere schulische Ausbildung Abitur oder Fachabitur Viele, da bin ich froh als Sozialwissenschafts-Lehrer, als Politiklehrer gehen jetzt auch in Ausbildung.

00:42:26: Also wir haben mehr und mehr wieder Schülerinnen und Schüler die nachhandwerkliche Ausbildungen aber auch eine kaufmännische Ausbildung gehen einigermaßen soziales Jahr.

00:42:36: Im Gespräch wird schon deutlich die kommen ganz gut klar, weil sie sozusagen so dieses methodische lernen können.

00:42:42: Weil Sie aber auch kommunikative Fähigkeiten haben soziale und empathische Fähigkeit.

00:42:48: Und schnell auch Systeme verstehen und auch Gruppenfähig sind sage ich jetzt mal ganz plump.

00:42:55: Und dann haben wir noch ein Instrument, das haben wir seit nünzelt fünf achtzig die Absolventen Studie.

00:43:01: Wo wir Schülerinnen und Schülern die abgehen im Jahr zehn befragen über die Schule über ihre Erfahrung mit der Schulzeit aber auch nochmal nach drei Jahren da haben wir so einen Rücklaufquote von siebzig Prozent das heißt die Abitur gemacht haben die Ausbildung gemacht werden gefragt.

00:43:14: Das ist dann quasi wieder Teil von der Versuchsschule.

00:43:17: Genau, das ist wieder ein Teil der Versuchschule...

00:43:20: Was passiert?

00:43:21: Die Großauswertung sozusagen, die generale Auswertung zu gucken.

00:43:25: Wie ist es mit dem Großraum aus eurer Sicht?

00:43:26: Wie ist das mit dem Projekt lernen?

00:43:29: keine Noten zu haben bis Jahrgang neun und so weiter.

00:43:32: Und da wird schon deutlich, dass die Schülerinnen und Schülern sagen ja wir sind klargekommen!

00:43:36: Wir brauchten vielleicht eine Anlaufphase in den Klausurphasen zum Beispiel, die in der gymnasialen Oberstufegang und Gebel sind.

00:43:42: das mussten aber einmal durchmachen und dann haben wir es verstanden.

00:43:44: also war erst stressig, aber es hat.

00:43:45: dann hat das gut geklappt.

00:43:47: Dann haben die ganz gute Abschlüsse gemacht.

00:43:49: wie kriegen Rückmeldungen von den abnehmenden System von den Ausbildungsbetrieben, aber vor allen Dingen auch von den Abnehmensschulen.

00:43:55: Das ist unsere Schülerinnen und Schülerschulen sehr beliebt sind an den Schulen weil die in den Kursen auch mal was sagen und diskutieren sich ein und auch konstruktiv sich einbringen und Dinge wissen wollen also so welt offen sind Aber auch im punkt du Demokrat demokratisches Lernen, Gerechtigkeiten auch einfordern und so.

00:44:17: Also es sind auch kritisch, die Rückmeldung kommt auch.

00:44:20: Und das ist ja auch gut.

00:44:22: Das ist ja unser Auftrag als Schulsystem, um Kinder- und Jugendlichen zu erziehen und den auch zum Bürgern dieses Landes zu machen, die auch mal hingucken und sagen, ja, das gefällt mir jetzt gerade nicht so.

00:44:37: Es ist eigentlich ein riesen Vorteil, weil wenn ich überlege ... Das Schlimmste, das hört sich jetzt blöd an.

00:44:43: Aber für einen Ausbildungsbetrieb ist es ja eigentlich jemand der sich einbringt und Sachen kritisch hinterfragt viel besser als jemand, der da sitzt und nicht sagt.

00:44:53: Und ich glaube die sind schwer mit den Menschen umzugehen Nicht sagen, was die möchten.

00:45:00: Nicht sagen wie sie sich das vorstellen.

00:45:02: Allgemein sich vielleicht nicht trauen etwas zu sagen und das ist dann natürlich ein Riesenvortrag.

00:45:06: Ja aber

00:45:07: es ist auch in der gymnasialen Oberstufe oder an Berufskollegs so... die ja auch darauf angewiesen sind, weil also das ist ja in der zweiten Ausbildungsphase sozusagen dann schon so dass die Kurse wieder kleiner sind.

00:45:20: Dass man da auf Diskussionskultur und Kommunikationskultur eigentlich auch alte Lehrer angewiesen ist.

00:45:25: Ich hab das ja selber in meiner Ausbildung gemacht als ich im Gymnasium Referendariat gemacht habe in den Oberstufen-Kursen in einer QEins oder so.

00:45:34: wenn man dann einen Politikkurs hat und da sagt keiner was, dann brauchst du im Prinzip gar nicht anfangen.

00:45:39: Machst eine Lesekurse!

00:45:41: Das ist schon wichtig.

00:45:43: Und dementsprechend sind die in der Regelanschlussfähigkeit, das ist natürlich auch wieder nicht alle und wir machen auch nicht alles super.

00:45:51: Das kann man auch gar nicht.

00:45:54: Aber in der Regel kommen sie gut klar und sind lebensfähige Menschen.

00:46:00: sagen wir es mal so.

00:46:02: Jetzt hält mir gerade einen Punkt ein... Persönlich noch interessiert.

00:46:05: Es wird ja ab und zu darüber gesprochen, dass man in den Schulen so ein Fach bekommt wie – ich weiß gar nicht, wie man es offiziell nennt – so ein bisschen wie komme ich durchs Leben?

00:46:14: Also wie man eine Steuer macht, wie vielleicht eine Abrechnung macht oder wie man Gas, Heizungen, Wasser berechnet, also gibt's sowas bei euch schon?

00:46:23: Oder

00:46:23: ist das eine Idee?

00:46:25: Wir haben da mal einen Projekt gehabt, wo dem der sonst war….

00:46:31: Jetzt kommen wir auf den Namen nicht.

00:46:36: Im Prinzip so ein Simulationsspiel.

00:46:39: Okay, ja!

00:46:40: So und wo dann der eine war?

00:46:42: Der Hausvermieter oder der Mieter

00:46:45: usw.,

00:46:46: da war das ein bisschen integriert sehr aufwendig erarbeitet worden, auch dann nochmal beforst worden.

00:46:55: Aber das sozusagen auf dem Laufenden zu halten mit den ... Ich sag's mal Gesetzesänderungen und Änderungen, die so passieren.

00:47:00: Das war ganz schwierig.

00:47:02: von daher haben wir das nicht mehr weitergeführt.

00:47:04: Wir haben das teilweise in Deutsch so wie drin aber nicht so stringent und durchgängig.

00:47:12: Das liegt aber ein bisschen daran.

00:47:13: also ich würde mal sagen wenn wir eine Schule wären von null bis drei zehn würden mir das wahrscheinlich in die Einführungsphase... Also unsere Schüler sind noch zu jung Ein bisschen.

00:47:23: Verstehe.

00:47:25: Da haben die einige Fragen manchmal, wie ist das so?

00:47:28: Aber da ist das Interesse auch noch nicht da.

00:47:30: Also diese Lebenswelt ist für die noch zu weit weg...

00:47:32: Eigentlich etwas ab der Zehn.

00:47:34: Genau!

00:47:34: Das ist eigentlich eher so für Oberstufenschüler oder.

00:47:38: mein Sohn ist ein gutes Beispiel, er ist jetzt zwanzig, hat seine Ausbildung, war im Zeptim abgeschlossen hier in Bielefeld und der zieht jetzt aus.

00:47:48: Da kommt er an und sagt, du musst mir helfen.

00:47:49: Wie mache ich das mit Steuer?

00:47:51: Du musst mehr helfen.

00:47:51: Was ist das?

00:47:52: Mit Nebenkosten?

00:47:53: kannst du mir erklären

00:47:54: usw.?

00:47:54: Kannst mal

00:47:55: den Vertrag gelesen passen.

00:47:56: Das dann die Lebenswelt so ... Vom halben Jahr, wenn ich dem damit gekommen wäre, hätte ich gesagt, interessiert mich nicht.

00:48:03: Juck

00:48:03: mich nicht!

00:48:04: Ja, das stimmt.

00:48:05: Hast du schon recht, dass es eher was für danach.

00:48:07: Aber grundsätzlich finde ich's

00:48:10: interessant,

00:48:10: so ein Fach irgendwo unterzubringen weil ja wie oft stand ich schon selbst im Leben und hab gedacht Ich kann den Brief nicht mal lesen, ich weiß nicht mehr was da drinsteht.

00:48:19: So inhaltlich meine ich.

00:48:21: Ja interessant zurück zu nach der Schule.

00:48:25: Da gab es noch einen interessanten Satz von dir beziehungsweise Gedanken und zwar dass die Schülerinnen und Schüler bei euch nach der schule einfach relativ oft und konkret wissen was sie eigentlich machen wollen Und habe ich irgendwie hellhörig geworden weil ich dachte Die Erfahrung hab ich nicht gemacht.

00:48:44: Ich persönlich nicht, aber auch ganz viele von meinen Freundinnen und Freunden, die dann Abi gemacht haben.

00:48:51: Danach stand man da so ein bisschen, was willst du denn machen?

00:48:54: Wir müssen uns hier bewerben, wir Zeit!

00:48:57: Finger auf die Uhr...

00:48:58: Was ist das jetzt?

00:49:00: Kommen in eine Pötte.

00:49:01: Wenn du irgendwas machen willst, müssen wir das jetzt entscheiden, was du machen möchtest.

00:49:06: Dann standen wir da mal ein bisschen ... klar, man wusste inzwischen Mathe ist es vielleicht nicht, aber das war's dann eigentlich auch schon.

00:49:13: Und da hab ich die Erfahrungen gemacht und beobachtet, dass viele halt angefangen haben irgendwas zu studieren oder eine Ausbildung gemacht haben und dann irgendwie nach zwei Semestern gesagt ... Ah nee!

00:49:25: Da ist es nicht... Habe

00:49:26: ich mir ganz anders vorgestellt?

00:49:27: Habe mich mir ganz anderes vorgestellt.

00:49:28: Es geht inhaltlich in eine ganz andere Richtung als das was mich wirklich interessiert.

00:49:32: oder halt ne Ausbildung angefangen und gesagt, eigentlich bin ich gar nicht der Mensch der jetzt schon eine Ausbildung machen will.

00:49:38: also ganz viele in Anführungszeichen Abbrüche dabei, wo man gesagt hat ich entscheide mich nochmal um.

00:49:44: das geht wirklich nicht.

00:49:44: Das ist nicht das was ich die nächsten muss mal sagen den nächsten

00:49:48: vierzig-fünfzig

00:49:49: Jahre machen möchte.

00:49:50: und da hast du andere Erfahrungen gesammelt.

00:49:57: Auf jeden Fall also wichtig es ja im Blick zu haben.

00:50:00: so eine Entscheidung ist ja heutzutage in der Gesellschaft jetzt mal für für fünf bis sieben Jahre erst mal.

00:50:06: Also einen Beruf, den jemand ergreift oder ein Weg, der ändert sich ... Ich glaube in so einem Berufsleben ändert man statistisch sieben Mal die Arbeitsstelle und dreieinhalbmal das Arbeitsfeld also im Bewegung.

00:50:22: Das was man lernt, das macht man später nicht mehr.

00:50:24: es sei dann mein Lehrer wie ich und verbeamte und festgelegt für immer und ewig Lehrer zu sein als Dienst So.

00:50:33: Also es ist das eine, um damit nehmen wir so ein bisschen den Kindern und Jugendlichen auch den Druck zu sagen.

00:50:40: Du musst dich nicht jetzt für die nächsten vierzehn Jahre oder fünfzeh Jahre entscheiden sondern du musst sich jetzt für mittelfristig entscheiden.

00:50:47: also wo geht's in den nächsten?

00:50:48: ich sage mal sieben Jahren hin?

00:50:50: Und im Prinzip wird das schon ab Jahrgang null angebahnt.

00:50:54: also immer ja zu gucken Dinge, die ein interessieren, motivierend dahin zu gehen.

00:50:58: So einen Profil auch auszubilden und das wird dann über die Schulzeit, über das Labor-Schul-Schülerinnenleben immer weiter ausgeführt.

00:51:07: also wir haben auch Wahlkurse, Wahlgrundkurse und Leistungskurse wo die Schülerinnen und Schüler ihr Profil bilden können, da können sie eine Profilsprache entwickeln, die können aber auch ein handwerkliches Profil entwickeln.

00:51:20: Und das sind alles Bausteine von so einer Beratung hin zu einem Anschluss an die Labor-Schule und ein so mittelfristiges, wo soll es denn hingehen?

00:51:30: Und dann haben wir noch fünf Praktika.

00:51:32: Vier bis fünf Praxiker, die die Schülerinnen und Schülern machen.

00:51:35: im Jahrgang sieben geht das los mit dem Sozialpraktikum in Akita meistens in der, wo Sie selber waren.

00:51:39: Das ist sensationell weil die eine andere Rolle haben, weil die ganz alle gehen da so gerne hin.

00:51:45: In der siebten Klasse sind ... Lass mich lügen!

00:51:52: Zwölf, dreizehn.

00:51:54: Und dann wieder in die ... Ja?

00:51:56: Dann gehen die in ihren Kita kennen noch die Erzieherinnen und Erziehern haben aber eine andere Rolle lesen plötzlich vor Spielen das gleiche Fußball was wir vorher da auch gespielt haben als gleiche Fussballspiel Aber jetzt als Anleiter.

00:52:07: und die Kleinen wollen also es ist wirklich dieses Sozialpraktikum denn dann machen hier auf jeden Fall zwei Berufsfindungs Praktika.

00:52:15: dann haben wir noch eine Herausforderungsphase wo die Schülerinnen und Schüler im Jahrgang acht, neun eigenes selbstständiges Projekt machen, was sie sich selber erdenken individuell alleine oder in Gruppen.

00:52:28: Da ist die Maßgabe zu sagen es muss euch herausfordern als Mensch soll im sozialen Aspekt haben so und das kann dann im Prinzip alles sein.

00:52:37: von ich wandere den Teutoburger Wanderweg A-zehn von oder den Hermanns Weg, ich räume in Bielefeld den Wald auf.

00:52:48: Oder ich fahre mit einem Flixbus, das organisiere ich mir alle selber nach Bayern und mache da in einer Gastronomie und in der Kulturwerkstatt genau so eine persönliche Herausforderung.

00:52:59: Man muss

00:53:00: nichts mit Beruf fechern?

00:53:03: Genau!

00:53:03: Aber das hat natürlich immer was auch mit Mensch, mit Leben und mit Perspektive und mit Profil.

00:53:09: Was interessiert mich eigentlich und wo könnte es hingehen?

00:53:11: Darüber kommen natürlich viele Berufsideen, viele Dinge die man dabei mitnimmt.

00:53:18: Und dann haben wir noch ein Schulpraktikum im Jahrgang zehn, wo die in die Schulen gehen, denen sie sich andocken.

00:53:24: Dann haben wir eine Superkooperation mit der Agentur für Arbeit.

00:53:27: Die haben alle Schulen einen Berater der Agentu für Arbeit da.

00:53:31: Wir machen immer so Beruf Berufe Elternabende, wo wir unsere Eltern einladen.

00:53:35: Wo?

00:53:35: ich hab schon gesagt, wir haben eine Super-Elternschaft, super Elternrat die gut mitarbeiten.

00:53:40: und dann kommen die Eltern der Klasse, kommen in die Schule und dann bilden wir drei Kleingruppen mit Schülerinnen und Schülern und den Eltern nicht mit den eigenen Eltern oder den eigenen Schüler, wo die Eltern mal ihren Berufsweg erzählen.

00:53:52: Und man sagen wie sind sie dahin gekommen?

00:53:54: Wo Sie und die Schüler können nachfragen stellen.

00:53:57: Die Eltern haben plötzlich eine andere Rolle, nämlich so eine Expertenrolle.

00:54:00: Das sind also kleine Bausteine, die dann bei so einer Berufsfindung helfen.

00:54:06: Und wir verwenden ganz viel Zeit im Deutsch-Soviet Unterricht und in Betreuung, bei den Betreuungslehrern, also bei den Klassenlehrer dafür ab Jahrgang neun zu sagen, so pass auf!

00:54:15: Du hast jetzt noch zwei Jahre?

00:54:17: So das hat nix mit Druck zu tun oder mit Leistungsdruck oder Notenruhe, du hast jetzt nur zwei Jahre, dann ist elf Jahre Laborschule vorbei wenn... Oder vielleicht auch nur fünf, wenn es einen Seiteneinsteiger gab.

00:54:28: Der irgendwie im Jahrgang fünf oder sechs zur Schule gekommen ist und ein Seiteneinstegerin ... Wir müssen jetzt gemeinsam mit deinen Eltern, mit dir und uns daran gehen wie finden wir gemeinsamen Anschluss, denen dein Profil passt?

00:54:42: Ja!

00:54:43: Und dann wird daran gearbeitet.

00:54:44: Dann kann man da noch mal gezielt an einem Praktikum

00:54:46: machen.

00:54:46: Das macht ihr mit jedem Schüler?

00:54:49: Und dann wird das ein Weg, der geht an die Gymnasie alle Oberstufe zum Oberstufenkolleg

00:54:53: z.B.,

00:54:53: oder nach Betel ans Gymnasium oder einen Berufskolleg oder halt in der Ausbildung.

00:54:58: und jeder Schüler, jede Schülerin kann bei uns auch immer nochmal zwischendurch ein Praktikum machen, auch wenn gerade keine Praktikungsphase ist.

00:55:06: Also wenn da jetzt eine Interesse plötzlich besteht beim Kfz-Mechatroniker und dann sagt er Betrieb ja wir hätten vielleicht auch Interesse, wir wollen aber gerne so ein Praxikum machen Ja?

00:55:14: Dann macht der Schüler die Schülerinnen dann Praktiku So, weil das ja ... Das ist ja lebenswichtig.

00:55:20: Also was Anschlusses, lebens wichtig sozusagen.

00:55:23: Ich find's ja schon total cool, dass ihr auf die Schüler zugeht.

00:55:26: Weil ich kenn es nur andersherum.

00:55:29: Wenn du nicht weißt, was du machen willst... Dann komm mal hier zu uns und sprich mit uns!

00:55:33: Und das natürlich für viele Schüler eine Hemmschwelle, wo man sagt, nee also ... Ich jetzt dahin und am besten noch mal ein Papa mitbringen.

00:55:41: Und die denen auch sagen, ich weiß nicht was ich machen will.

00:55:44: Aber

00:55:44: Mama und Papa müssen sowieso immer mit.

00:55:46: Weil wir haben jedes Jahr im Januar Feburt zu einem Halbtagszeug.

00:55:49: Wir haben ja einen Schüler-Lehrer Elternberatungstag wo sozusagen wir im Prinzip so eine Erziehungs- und Bildungspartnerschaft besiegeln.

00:56:01: Jedes Mal wieder also zwischen Schülerinnen und Schülern Eltern und Schule zu sagen okay wo geht's mit deiner Bildung hin?

00:56:07: Da haben wir diese verpflichtenden Beratungstage im Januar-Februar zum Halbjahr.

00:56:11: Also

00:56:11: ein bisschen wie Elternsprechtage?

00:56:14: Ja,

00:56:14: das sind Elternsprechtage, aber die Schüler müssen ... Das machen aber ganz viele mittlerweile auch.

00:56:20: Martinie Müller macht das.

00:56:22: Jetzt hab ich den Fehler gemacht und habe eine Schule genannt.

00:56:25: Ich kann jetzt noch ganz viele Schulen in Bielefeld aufzählen, die das auch machen, weil es total Sinn ergibt.

00:56:31: Denn mit denen geht's ja auch, wenn sich die Eltern und die Lehrer über den Schüler unterhalten!

00:56:37: Dann gehen die Eltern nach Hause und sagen, ja ich hab aber von dem laske.

00:56:40: Also dann hat man so einen Kommunikationsbruch?

00:56:42: Die Eltern haben am Ende auch oft eine gewisse Vorstellung wo die Reise für die Kinder hingehen soll oder zumindestens ne Wunschvorstellung ob die jetzt erfüllt wird oder nicht und wie stark man darauf einwirken will ist natürlich jedem selbst irgendwie überlassen.

00:56:56: Oder das

00:56:57: genau.

00:56:58: von daher macht es schon Sinn das zusammen zu besprechen weil

00:57:04: Total.

00:57:05: Es

00:57:05: bringt ja nichts, wenn von der einen Seite eine Meinung kommt und auf das Kind einprasselt und am Ende steht es da und weiß genauso wenig wie vorher.

00:57:15: Ja sehr interessant!

00:57:16: Wir haben zum Beispiel auch ganz oft, wenn wir große Themen gemacht haben.

00:57:20: in den Klassen gibt es Eltern-Kind Nachmittage wo dann die Ergebnisse vorgestellt werden.

00:57:26: Wo die Eltern von den Kindern die Ergebnissen vorgestellt haben.

00:57:28: Wenn wir nach Mittelberg fahren.

00:57:29: Wir haben eine Reise ins kleinen Waltertal im Jahrgang Sieben.

00:57:33: Zwei Wochen fahren wir da mit den Sippklässlerinnen auf so ne Hütte ins kleine Walterteil.

00:57:37: Zwar Wochen am Stück?

00:57:38: Am Stück!

00:57:39: So und ... Das ist aber auch nicht nur Gleiten fahren, Rollen.

00:57:45: Es wird vorher lange vorbereitet in Deutsch so wie in Navi und Sport.

00:57:50: Also es ist im Prinzip ein Aufenthalt der Gesamtbildung.

00:57:56: Ein bisschen

00:57:57: wie eine Studienreise?

00:57:58: Absolut!

00:57:58: Nur für Jüngere.

00:58:00: Dann laden wir Leute aus dem Dorf ein, die über Lawinen erzählen, kommen auf die Hütte

00:58:04: usw.,

00:58:05: das ist schon Erfahrungslernen von vorne bis hinten.

00:58:11: Und das wird dann vorgestellt in Eltern.

00:58:14: bei einem gemeinsamen Abend.

00:58:15: aber auch kleinere Projekte werden vorgestellt.

00:58:17: Und so kriegt man eine ganz gute Bindung hin, weil in so einer Schule ... Wir haben ja keine Hausaufgaben.

00:58:22: das ist auch für mich normal.

00:58:23: deswegen hab ich es gar nicht gesagt.

00:58:24: Stimmt, keine Haus-Aufgabe!

00:58:26: Weil wir sind ja auch ne Ganztagsschule, die sind ja wirklich den ganzen Tag da.

00:58:28: was sollen sie dann zu Hause?

00:58:29: Wie lange

00:58:29: sind die bei euch?

00:58:31: Die Kleineren so bis fünfzehn Uhr an drei Tagen und ansonsten bis dreizehn Uhr können aber auch länger bleiben wenn die Familien das brauchen und die älteren Vier Tage bis fünfzehn, die acht an neun Jahrzehne in der Regel über sechzehn Uhr.

00:58:46: Und dann ist der Tag ja ... Ich sag mal, ich bin auch schon vorbei!

00:58:49: Die fangt zwar erst um acht oder dreißig an.

00:58:51: also das ist auch fürs Lernen gut tatsächlich so spät anzufangen?

00:58:54: Auch

00:58:54: für die Eltern.

00:58:57: Manchmal.

00:58:57: Genau und dementsprechend gehen wir wenn sie dann noch nach Hause müssen und die wohnen ja nicht alle direkt bei uns um die Schule sondern wir haben ein Einzugsgebiet.

00:59:07: Das geht hier bis Sika, bis Mielse Und die müssen ja auch noch anderes Leben haben.

00:59:16: Die müssen ein Sport vereinen, Musik und Kunstschule.

00:59:18: Sie müssen auch mal Zeit haben sich zu langweilen, Zuhause zu sitzen und gar nichts zu machen.

00:59:21: Das ist auch so ein Thema ... was auch ganz wichtig ist.

00:59:25: Also das ist auch ein Familien-Thema.

00:59:27: Wir können sich langweilig

00:59:29: weillen, weil daraus entsteht letztendlich Kreativität und mal eine Idee, etwas machen zu wollen.

00:59:35: Wenn meine Kinder sagen mir, ich habe mich immer gefreut.

00:59:40: Fängt man an, Stöcke zu suchen und irgendwas zu bauen oder?

00:59:45: Genau.

00:59:48: Auf jeden Fall sehr interessant!

00:59:50: Und das mit den Reisen haut mich ja ein bisschen vom Hacker so zwei Wochen in Schnee.

00:59:55: Jetzt hast du grad schon das Einzugsgebiet angesprochen.

01:00:01: Ich nehme die Frage mal vorweg, die bestimmt kommt nach dem Podcast Wenn jetzt Eltern zugehört haben und gesagt haben Das wäre das Tollste, was ich mir für mein Kind vorstellen könnte.

01:00:10: Dass es auf die Laborschule geht.

01:00:12: Wie funktioniert das bei euch?

01:00:13: Welche Kinder kommen zu euch?

01:00:14: Wie kann man sich da anmelden?

01:00:16: Wie funktioniert dass?

01:00:17: Wir haben Anmeldeverfahren ... Die Schülerinnen und Schülern, die fünf Jahre werden im Jahrfeuer angemeldet.

01:00:27: Das findet man auf der Homepage.

01:00:29: Die Informationselternabend gibt's im September.

01:00:32: Dann gibt's dann ein Anmeldezeitraum genau.

01:00:36: Und wir haben ein Aufnahmeverfahren, das orientiert sich an der Aufnahmeordnung der Sekundarstufe eins.

01:00:42: Da geht es um Geschwisterkinder, da geht es aber auch ein Stück weit um Einzugsgebiet, dass ist bei uns durch das Postsatzahl-Gebiet festgelegt und dann geht es dabei auch um verschiedene Stati also Schicht zu Gehörigkeit.

01:00:58: Das ist jetzt ein altes Wort, Oldschool, da gehen sie um den Schulabschluss der Eltern weil wir gehalten sind nach unserer Grundordnung Strukturplan, die Stadtgesellschaftsbiele fährt abzubilden.

01:01:08: Also nicht nur Arbeiterkinder, nicht nur Akademiker Kinder und nicht nur Migranten oder Mädchen oder Jungen sondern

01:01:17: eine realistische Mischung wie

01:01:19: es in echtem Leben ist.

01:01:20: Die Gesamtschulmischung soll damit auch ein Stück weit funktioniert und man dadurch eine Heterogenität herstellt, die dann hilfreich ist für alle Beteiligten.

01:01:30: Dass man auch andere Familienkonstellationen kennenlernt, Freundschaften bildet aber ... im Lernen natürlich dann total hilfreich ist, weil darüber ergibt sie auch eine Leistungsheterogenität.

01:01:41: Aber

01:01:42: haben wir jetzt gar nicht gesprochen?

01:01:43: Beim nächsten Mal!

01:01:44: Komm's einfach

01:01:44: nochmal gerne.

01:01:45: Ja, gerne.

01:01:46: Mir macht es auf jeden Fall sehr viel Spaß.

01:01:47: So und genau das sind sozusagen die Aufnahmen und wir haben sechzig Plätze.

01:01:52: Wir nehmen sechzi bis zweinsechzig Kinder pro Jahr auf.

01:01:55: Wir haben so hundertsechzi- bis hundachzig Anmeldungen.

01:01:59: Und das ist der Weg wie man...

01:02:05: Also grundsätzlich kann man sich erst mal jeder dafür investieren und bewerben, solange

01:02:08: man... Kostet auch nix.

01:02:09: Weil wir eine staatliche Versuchsschule sind.

01:02:11: Genau,

01:02:11: ein wichtiger

01:02:11: Punkt.

01:02:11: Wir haben keine Privatschule.

01:02:12: Genau!

01:02:13: Es kostet die ... ... twenty- oder dreißig Euro pro Jahr was festgelegt ist an Büchergeld.

01:02:20: Und natürlich die Reisen über die wir schon gesprochen haben aber da gibt es auch verschiedene Möglichkeiten.

01:02:25: Ist zum Beispiel schwierig so einer Mittelbergreise?

01:02:28: Ist jetzt tatsächlich nicht wirklich teuer wenn man weiß das sind zwei Wochen Mit Ski-Kurs, mit allen.

01:02:35: Mit Essen und Unterkunft kostet das ganze vierhundertfünfzig

01:02:38: Euro.".

01:02:39: Das würde ich auch machen!

01:02:40: Ja?

01:02:41: Aber es ist natürlich viel Geld trotzdem.

01:02:43: Es ist viel Geld.

01:02:44: Das

01:02:44: ist für die Sache nicht teuer aber es ist trotzdem viel Geld.

01:02:47: und wenn man ein Zwillinge hat wie du zum Beispiel... Dann haben wir noch... ...und auch ganz okay verdient, aber die Beinen, die Zwillinge sind oder Drillinge sind in einem Jahrgang dann kommt das auf einmal und dann ist es natürlich echt.

01:02:57: Also, das muss man halt auch wissen.

01:02:59: Dann muss man sich doch vorbereiten und du musst mal... Aber da gibt es auch Möglichkeiten, das hinzukriegen!

01:03:04: Und die Empfindung von Vierundfünfzehn Euro ist für jeden anders?

01:03:08: Ja, das ist einfach unglaublich fehlt.

01:03:09: Du musst uns gleich darum unterhalten.

01:03:12: Ja, kurz nochmal für mich zum Gedankensammeln.

01:03:17: Das heißt, es kann sich quasi erst einmal jeder Bewerben der in das besagte Einzugsgebiet fällt.

01:03:22: Genau.

01:03:23: Sehr gut, halten wir das

01:03:24: hier fest.

01:03:25: Ich muss ein bisschen auf die Zeit gucken.

01:03:26: Jetzt habe ich noch eine philosophische Abschlussfrage.

01:03:30: Nein, was sagst du?

01:03:34: Gibt es noch Hoffnung für andere Schulen beziehungsweise siehst du oder könntest du dir vorstellen dass sich da nochmal einiges bewegt oder bewegen sollte?

01:03:45: wie siehst Du die Zukunft da?

01:03:48: Also das ist natürlich ein ganz dünnes Eis.

01:03:49: Ganz dünnes Eis, wenn du mich jetzt da lockst.

01:03:52: Geht ja auch erst mal um deine Person hier einschätzen und nicht um Zukunftsprofizierungen.

01:03:57: Grundsätzlich ist es so dass ja ganz viele Kollegen, habe ich eben schon gesagt, ganz viele Kolleginnen und Kollegen machen das mit Herzblut und egal an welcher Schule sie sind, machen das für die Schülerinnen und Schüler und treten so an und machen das Beste ihnen beste in dem System, indem sie auch arbeiten.

01:04:17: Ich glaube es ist eine gesellschaftliche und systemische Frage.

01:04:20: also die Gesellschaft muss sich darauf verständigen was wollen Sie für ein Bildungssystem?

01:04:26: So das muss dann Politik umsetzen.

01:04:27: einmal da bin ich im Moment so ein bisschen ratlos tatsächlich weil wir als Gesellschaft glaube ich verlernt haben miteinander zu reden und vor allen Dingen dem anderen zuzuhören.

01:04:38: Das Zuhören ist noch viel schwieriger geworden.

01:04:45: Ich glaube, wenn wir darüber einen Konsens finden dann kann man auch meinetwegen verschiedene Schulsysteme haben.

01:04:51: Aber dieses Kinder in den Mittelpunktstellen und Partizipationen herstellen also gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ihren Lebensraum ihre Schule zu entwickeln das ist an ganz vielen Schulen passiert er schon.

01:05:04: von daher so aber Das System ist so eng sind wir wieder sofort bei den Noten.

01:05:13: die müssen nicht finde ich vier oder fünf Klassenarbeiten schreiben.

01:05:18: Zwei reichen doch auch und damit kriegt man Raum vielleicht auch noch mal für einen

01:05:21: Unterrichtsprojekt.".

01:05:22: Das ist wieder eine politische Frage, das ist ne Verbändefrage.

01:05:26: also da sind wir ganz schnell bei solchen Dingen...

01:05:33: Wie funktioniert das?

01:05:34: Könnte das Land NRW für sich entscheiden, wir schreiben nur noch zwei Arbeiten.

01:05:37: Oder

01:05:37: steht im Schulgesetz?

01:05:38: Genau!

01:05:42: Das ist natürlich die Kultusministerkonferenz sitzt da drüber und versucht und koordiniert das.

01:05:47: aber letztendlich ist das im Schul-Gesetz und es könnte sozusagen so festgeschrieben sein.

01:05:54: Ganz viele Schulleitungen haben einen großen Einfluss und das machen auch ganz viele weil im Schul Gesetz steht eigentlich nicht Diese Leistungserbringung müssen alle zur gleichen Zeit auf vier Buchstaben und es muss in der Klassenarbeit sein.

01:06:06: Man kann das auch ausweiten, aber ein bisschen für sich das Recht oder das Gesetz so beugen.

01:06:13: Aber letztendlich ist es eine gesellschaftliche Frage und das ist echt schwierig.

01:06:23: Und wie wir zu Beginn schon gesprochen haben, wie du sagst, rein theoretisch müsste man ja schon beim Bau der Schule anfangen.

01:06:30: Aber es wird wahrscheinlich auch in Teilen gemacht?

01:06:33: Ja, absolut!

01:06:33: Sie haben jetzt zum Beispiel ganz toll die Stadt umgebaut, die Rosenhöhe, die Gesamtsschule Rosenhöher im Neubau.

01:06:40: da geht's auch Richtung Lernlandschaften Möglichkeiten Wände wegzufahren größer zu machen und so weiter.

01:06:47: ich weiß nicht wie sie das jetzt in Schildesche umsetzen bei der Gesamtschule.

01:06:53: Das sind jetzt die Gebäude die ich aktuell kenne.

01:06:55: Also ist bewegt sich was.

01:06:57: Aber wir sind in Deutschland und das heißt

01:06:59: es dauert.

01:07:01: Da habe ich jetzt noch nicht gesagt, dass wir unsere Bauphase Null.

01:07:04: unser Gebäude ist ja auch zwanzivzig Jahre alt jetzt war zwei tausend siebzehn und wann unser Gebärde saniert wird steht auch noch nicht fest.

01:07:13: Achja aber

01:07:15: es gibt ein Weg.

01:07:15: Das Land und das Kabinett dran und da kann ich immer nur sagen es dauern so lange wie's dauert und irgendwann wirds dann auch gut.

01:07:24: In anderen Ländern gibt es da mehr Bewegung in diese Richtung?

01:07:27: Oder weißt du das auch gar nicht, ist gerade so eine Frage.

01:07:30: Fällt mir grad ganz spontan ein.

01:07:31: Gibt's da Vorbilder in anderen Ländern die es schon bereits besser machen?

01:07:36: Hast du deinen Überblick?

01:07:40: vielleicht dies auch anders machen?

01:07:42: weiß ich gar nicht, ob besser da der richtige Punkt ist.

01:07:45: Das hängt ja auch ganz viel auch noch mal.

01:07:48: von Tschechien weiß ich es zum Beispiel.

01:07:50: Da ist die Lehrerbildung ganz anders nochmal an Schule direkt angedockt wo Lehrerinnen und Lehrer im Prinzip so wie bei uns ein bisschen aber in allen Schulen oder vielen Schulen dann sozusagen stückweit in der Uni noch arbeiten aber auch schon an Schule und das ist da sozusagen anders nochmal angeddockt.

01:08:08: gut Schweden ist ja so der schweden finnland ist also das das beispiel wo es eine.

01:08:17: Eine schule für alle gibt haben uns auch noch nicht drüber unterhalten ist ja auch wieder ein politisches thema, wo dann alle von null bis neun in eine schule gehen und danach erst aufgesplittet wird.

01:08:28: also so dann an gymnasien gehen so heißen die dann da.

01:08:33: davon sind zwei gymnasie eins ist mathematisch, das andere sprachlich und die anderen Gymnasien sind dann berufsfeldorientiert.

01:08:41: Also da ist ein ganz anderes System.

01:08:44: Und das funktioniert auch ganz gut vor allem wenn man sich ja dann so die entsprechenden Pisa-Werte anguckt.

01:08:53: Achja ich sehe schon!

01:08:54: Man hätte noch viel zu besprechen.

01:09:00: Hast du noch was wo du sagst?

01:09:01: Da müssen wir noch drüber sprechen.

01:09:02: Das habe ich jetzt voll vergessen...

01:09:05: Ich glaube, das meiste habe ich schon einfließen lassen.

01:09:08: Ich hoffe, dass es deutlich geworden ist.

01:09:10: Wichtigsten sind die Schülerinnen und Schüler so eine gute Schulgemeinschaft und eine Gemeinsamkeit und dieses Thema Demokratie lernen, Partizipationen und Wohlbefinden und diese professionelle pädagogische Beziehung.

01:09:26: Und genau!

01:09:28: Das ist, glaube ich, das wichtigste und das was ich alles vergessen habe

01:09:32: Machen wir beim nächsten Mal.

01:09:34: Jetzt haben wir jetzt im Schluss ja immer noch einen kleinen Abschlussteil, in dem du den Hörerinnen und Hörern gerne einmal erzählst was machst du gerne in deiner Freizeit?

01:09:44: Wo hältst du dich gerne auf?

01:09:45: Was hast du für Tipps vielleicht für die für die Hörerin und Hörer?

01:09:49: wo kann man sich im Bielefeld auch als Familie vielleicht gut aufhalten?

01:09:54: Das war das schwierigste an meiner

01:09:55: Vorarbeitung

01:09:56: weil so viel ... Ja besser zu viele als zu wenig!

01:10:01: Als unsere Kinder klein waren, war natürlich die Klassiker.

01:10:04: Ollardissen, Eisbahn... Das ist so das eine was wir ganz viel gemacht haben.

01:10:11: Viel Fahrradfahren in der Stadt.

01:10:15: Das ist auch nochmal zum Punkt Was wir ganz gerne machen, wir haben auch einen Hund.

01:10:19: Es ist Olladys in Spaziergeln und dann hinten raus Richtung zwei Schlingen einschlingen.

01:10:24: Zwei Schlingen kann man wunderbar spazieren gehen da durch den Wald.

01:10:26: Das kennen nicht so viele aber das ist wirklich ganz schön da zu gehen.

01:10:30: Da gibt es eine alte Klosterruine oder Kirchenruine.

01:10:33: Da kann man nochmal ein bisschen gucken.

01:10:34: Ist für Kinder auch spannend?

01:10:35: So jetzt wo die Kinder ein bisschen älter sind.

01:10:39: also natürlich mein Sohn Fußball.

01:10:42: Aminia ist so, obwohl er eigentlich Handballer ist.

01:10:45: Wo man total gut hinfahren kann, ist nachher vor zum Eishockey hier.

01:10:48: Die spielen irgendwie Oberliga-Nord.

01:10:49: Das ist ganz toll da hinzufahren.

01:10:52: Die machen richtig Alarm und es macht Spaß, da sich mal ein Eishockerspiel live anzugucken.

01:10:59: Genau.

01:11:00: Ansonsten spazieren gehen ... Ich komme aus Filsendorf.

01:11:05: Da gibt's den Hasenpatsch.

01:11:06: Da kann man von schildisch Richtung Enga über einen Hasenpark spaziert gehen.

01:11:11: Meine Frau kommt eher aus der anderen Richtung, Werntrupp Richtung Bienenschmitt.

01:11:15: Kann man über ein Hermannsweg total gut auch mit Kindern gehen und so.

01:11:19: Das sind Dinge die wir gerne gemacht haben und immer noch machen.

01:11:22: Und natürlich Museen, Theater, Kino, Lichtwerk.

01:11:28: Es gehen wir ganz gerne hin.

01:11:31: Historisches Museum wird meines Erachtens echt unterschätzt.

01:11:36: Die ist eine tolle Sonderausstellung.

01:11:37: Auch die feste Ausstellung ist gut.

01:11:41: Da waren wir auch ab und zu mal mit den Kindern ganz, ganz spannend.

01:11:44: Die letzte Ausstellung war da zum Familien-Auch.

01:11:47: Ja stimmt!

01:11:47: Da war auch was von der Laborschule ausgestellt.

01:11:50: Der Drache von dem Kreisel, also das ist ein Demokratieprojekt.

01:11:53: Er ist ja sehr umstritten der Drache im Kreisverkehr nach Volkmannstraße.

01:11:57: aber wenn man weiß wie er entstanden ist... Das ist eine spannende Sache.

01:12:02: War nicht wie ein Schülerentwurf.

01:12:05: Der hat dann einen Künstler umgesetzt und den nicht ganz so lieb umgesetzt.

01:12:08: Also der Drache von dem Schüler, hat ganz anders geguckt als der Dracher jetzt.

01:12:14: Aber auch da könnte man sich länger darüber unterhalten.

01:12:17: also das sind so Dinge... Und ich habe gerade Fahrradfahren gesagt.

01:12:22: eine Fahrradtour nach Richtung Werther ins Böckstiegelmuseum ist auch echt immer ganz cool für Kinder irgendwie ganz gut machbar zwischen den Wertern Eis gegessen.

01:12:34: Das sind so Dinge, die wir gerne machen als Tipp.

01:12:39: Manchmal schreckt einen das ab.

01:12:41: Viele hier im Podcast haben schon vorgeschlagen mit der Familie und den Kindern in Museen zu gehen.

01:12:45: Bei vielen ist ja ein bisschen so Gott.

01:12:47: Museum hat noch so'n alten staubigen,

01:12:49: altes staubiges

01:12:50: Image... Ja bei diesen Museumsphädagogik

01:12:51: ist mittlerweile...

01:12:52: Genau!

01:12:53: Und

01:12:53: dass sie wieder Erfahrungslärm reingehen und einfach gucken?

01:12:56: Einfach gucken.

01:12:57: Wenn's nicht funktioniert, kann man was anderes machen.

01:12:59: Man muss da auch nicht zwei Stunden bleiben?

01:13:01: Nee.

01:13:01: Eine halbe, drei, vier Stunden reicht ja auch!

01:13:04: Die Kosten sind meistens sehr überschaubar, besonders für Kinder und ... Ich bin immer wieder überrascht.

01:13:11: Ich meine, ich hab zwei Jungs mit den Vier, das heißt, unser Haus ist viel los.

01:13:14: Das ist manchmal sehr wild.

01:13:17: Und man isst dann doch überraschend wie interessiert die in so Museen sind, wo man vorher gedacht hat, was ... Das sollen jetzt die Kinder da, die Kleinen.

01:13:24: Aber von daher an dieser Stelle noch mal macht das.

01:13:28: Und Essen gehen ist natürlich auch immer ... Wir gehen nicht oft essen, aber wenn wir essen gehen, ist es irgendwie ... Soll ich da zu nahe?

01:13:35: Du darfst alles nennen, was du

01:13:37: möchtest!

01:13:38: No hat es ein Klassiker, geben wir gerne hin.

01:13:41: Da findet man halt auch für Vegetarierinnen und ... Also, da kommt jeder klar genau Sushi- ... Da wird es natürlich wieder teurer, aber das... Aber

01:13:52: lecker ist es hier.

01:13:52: Kado

01:13:53: Sushi ist super nach wie vor, aber ja also so.

01:13:57: Das ist wirklich dann auch nur gezielt und ganz punktuell ein echtes Highlight weil letztendlich koche ich auch oder kochen wir auch total gerne.

01:14:05: Ist auch eine Familienhighlight Kochen gemeinsam.

01:14:07: Ja

01:14:07: genau.

01:14:07: Auch total gut.

01:14:09: Gemeinsam da am Herd zu stehen.

01:14:11: Wie müssen wir das auch lernen die Kids?

01:14:13: Bin ich mal gespannt wie mein Sohn das jetzt macht, aber der macht das bestimmt

01:14:16: gut.

01:14:16: Ich glaube auch Uli, ich danke dir für die Tipps und natürlich auch für das wirklich sehr interessante Gespräch.

01:14:26: Ich habe schon gesagt einige Gäste müssen wir einfach nochmal einladen weil es einfach so viel zu erzählen gibt und ich glaube du gehörst dazu.

01:14:32: Ja schön!

01:14:33: Ich sage vielen Dank dass du da warst und wünsche erstmal noch einen guten Sommer.

01:14:38: Danke schön, ich fahr jetzt in die Schule und mache den Stundenplan für die Kolleginnen und Kollegen und für die Schülerinnen und Schülern?

01:14:43: Ja,

01:14:43: sehr gut!

01:14:43: Ich wünsch dir einen guten Sommar eine gute Zeit und wir hören uns vielleicht irgendwann.

01:14:49: Vielen Dank, dass du da bist.

01:14:51: Bis dahin, ciao!

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