Vorhang auf für Fantasie: Wie Puppentheater Kinder verzaubert (mit Dagmar Selje)
Shownotes
In dieser Folge ist Dagmar Selje von den Bielefelder Puppenspielen zu Gast. Sie ist mit dem Puppentheater aufgewachsen und führt die Familientradition heute selbst weiter.
Wir sprechen darüber
- wie aus einer Idee ein fertiges Puppentheaterstück wird und warum die Vorbereitung teilweise schon ein Jahr vorher beginnt
- wie Puppen und Bühnenbilder entstehen und weshalb viele Figuren echte Einzelstücke sind
- wie es gelingt, schon sehr junge Kinder rund 40 bis 45 Minuten für eine Geschichte zu begeistern
- warum die direkte Verbindung zwischen Bühne und Publikum so besonders ist
- weshalb Kinder im Theater ausdrücklich mitfiebern, mitrufen und mitmachen dürfen
- wie sich die Aufmerksamkeitsspanne von Kindern verändert hat und was das für modernes Puppentheater bedeutet
- welche Rolle Fantasie, Sprache und Sozialverhalten spielen
- welche Möglichkeiten es gibt, die Bielefelder Puppenspiele kennenzulernen
- und welche Stücke und Veranstaltungen in der kommenden Saison geplant sind
Außerdem erzählt Dagmar von ihrer ganz persönlichen Verbindung zum Puppentheater, von fast 80 Jahren Bielefelder Puppenspielgeschichte und davon, warum Kinder auch heute noch von einer einzigen kleinen Figur vollkommen verzaubert sein können.
Mehr zu den Bielefelder Puppenspielen, dem aktuellen Spielplan und den kommenden Vorstellungen: https://www.bielefelder-puppenspiele.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Die heutige Folge Stadt-Land-Familie wird euch präsentiert von der Volksbank in Ostwestfalen.
00:00:16: Hi und herzlich willkommen zurück zu unserem Podcast Stadtland Familie, dem Familienpodcast aus Bielefeld für Biele Feld!
00:00:25: Ich bin Jule vom Tippsverlag Mama von vierjährigen Zwillingen Und heute geht es bei uns um die Bielefelder Pumpenspiele.
00:00:34: aus eigener Erfahrung sagen, das ist toll.
00:00:37: Ich war mit meinen Jungs dort letzten Winter da waren die noch nicht mal vier und ich muss sagen, ich war am Anfang echt ein wenig skeptisch.
00:00:44: schaffen sie das haben die da Bock drauf halten die so lange durch können überhaupt solange still sitzen gehen die mir hinterher tierisch auf den Nerven weil sie dann nur rumzappeln.
00:00:54: und ich musst sagen ich war total überrascht wie begeistert und verzaubert die beiden von der Vorstellung waren.
00:01:01: und deshalb freue ich mich Sehr, dass heute Dagmar Selje hier ist von dem Bielefelder Puppen spielen.
00:01:06: Hallo Dagmar!
00:01:07: Ja hallo Jule.
00:01:08: Hi Wir fangen am besten an indem du dich einmal kurz vorstellst wer bist du was machst du wie sieht vielleicht deine Familie aus?
00:01:17: und ja so starten wir erstmal rein.
00:01:21: Ja, ich bin Dagmar Seldje.
00:01:23: Bin Baujahr twohneinzehntsechzig.
00:01:27: Ich mache mein ganzes Leben lang schon Puppentheater.
00:01:30: Habe sehr früh angefangen dadurch dass sich in die Familie Seldja hineingeboren wurde.
00:01:36: Mein Vater hat achtundvierzig Jahre diesen Beruf ausgeübt auch im Bielefeld.
00:01:42: Hat die Bielefelder Puppenspiele da gegründet dazu natürlich später noch zur Historie und Ich mache meinen Beruf nach wie vor gerne.
00:01:53: Meine Familie ist nicht groß, meine Tochter ist schon aus den Kinderjahren schon lange raus und mein Mann macht einen ganz anderen Beruf ein technischen Beruf.
00:02:07: trotzdem gibt es da manchmal erstaunlicherweise Ergänzung.
00:02:10: das ist immer ganz hilfreich.
00:02:14: Man kann sich gar nicht vorstellen, was ja zum Popentheater alles dazugehört.
00:02:18: Nicht nur die bunten Figuren oder die Bühnenbilder sondern auch jede Menge Technik aufbauten und so weiter.
00:02:26: Es wird
00:02:27: wahrscheinlich auch nicht weniger.
00:02:30: Na ja!
00:02:31: So-und-so also eher technischer und einfacher in einer bestimmten Richtung und andererseits eben halt auch nicht... Ja, das ist erst mal zu meiner Person.
00:02:42: Was kann ich sonst sagen?
00:02:44: Wir sind hier ansässig
00:02:46: im Hüllefeld wie vor
00:02:48: und sind auch sehr zentral ansässigt in der Nähe vom Janplatz.
00:02:52: Und
00:02:54: das ist natürlich sehr schön für die verkehrstechnische Anbindung für die Familien dass sie auch anders kommen können als mit dem Auto manchmal aber auch anstrengender, wenn mal wieder alles zugestopft ist.
00:03:08: Und wir dann da stehen und eigentlich anfangen wollen Theater zu spielen und ich die Nachricht bekomme bitte warte doch nochmal fünf Minuten.
00:03:15: es sind noch welche die irgendwo feststecken oder eben halt auch privat teilweise ja sogar die Wetterbedingungen so komisch werden, dass wir da teilweise auch sagen oh es ist vielleicht besser.
00:03:27: Wir sagen die Vorstellungen einfach ab damit sich keiner auf den Weg macht.
00:03:31: extra also wir haben das schon gehabt.
00:03:36: Du sagst du bist ja quasi so reingeboren in das Puppen spielen?
00:03:39: Stand mal zur Debatte.
00:03:40: hast du was anderes machst oder bist du davon anfang an Feuer und Flamme gewesen?
00:03:43: Natürlich lernt man den Beruf wenn man dort hineingeboren wird, anders kennen als das Publikum.
00:03:53: Es gibt viele anstrengende Seiten an diesem Beruf auch.
00:03:57: Das ist nicht immer alles Eitelfreude und Sonnenschein.
00:04:00: Und es ist auch kein Hobby!
00:04:01: Das möchte ich ja einmal betonen.
00:04:02: Früher kamen mir mal die Frage was machen Sie denn sonst noch?
00:04:07: Nein also das mache ich hauptberuflich und natürlich stand zur Debatte als ich noch junger war und in der Schulausbildung standen usw.
00:04:16: Ob ich nicht einen anderen Beruf ergreife?
00:04:19: Und habe mir das lange, lange überlegt ob ich wirklich dieses Theater ja dann auch übernehme von meinem Vater ein eingeführte Betrieb dass es genauso wie bei einem Handwerksbetrieb oder so irgend wer von den Kindern soll es ja übernehmen damit das weitergeleitet wird weiter geführt wird Sinne der Eltern.
00:04:42: Ist ja auch eigentlich schön, aber
00:04:44: ist eigentlich schön... Aber es hat Herausforderungen
00:04:47: und
00:04:47: ganz viel Verantwortung.
00:04:49: Und dessen muss man sich eben halt im Laufe seines Lebens klar werden bevor man da hineingeht und hinein springt und das macht.
00:04:59: Klar eine Umschulung ist immer irgendwie möglich kann man sich mal orientieren machen viele Leute heute weil's einfach erzwungenermaßen so ist.
00:05:06: Aber steht für dich nicht zur Debatte?
00:05:08: Jetzt
00:05:08: nicht mehr.
00:05:10: Was
00:05:11: begeistert
00:05:12: sich denn an deinem Beruf so sehr, was ist das Schönste?
00:05:17: Das Schönste ist wenn ich jetzt aus der Frühenszeit heraus sprechen sollte warum habe ich mich für diesen Beruf entschieden?
00:05:26: So ist es so dass im Blute liegt erzählen wollen Geschichten erzählen.
00:05:33: Das war mein Schwerpunkt schon als Kind, ich habe vieles erfunden und auch gerne.
00:05:40: früher gab es sowas wie Morgenkreis in der Grundschule, Kindergarten bin ich gar nicht gegangen.
00:05:46: das fand ich mal ganz toll weil montags morgens durfte man dann immer erzählen was man am Montag
00:05:51: erlebt hat
00:05:53: und das war oft sehr fantastisch aber auch mit realistischen Hintergründen
00:05:59: ja
00:06:00: gerne gemacht.
00:06:02: Das ist eigentlich die Hauptantriebsfeder erzählen wollen und natürlich Kreativität, Fantasie.
00:06:16: Einfach die Kreativity auszuleben und für andere sichtbar zu machen.
00:06:21: Es ist einfach ein total spannender Prozess.
00:06:24: es fügen sich viele Wie sagt man viele Bereiche zusammen bei uns?
00:06:31: Ob das nun das Erschaffen der Figuren ist, ob das auch das Erscheffen von Spieltexten ist.
00:06:38: Natürlich auch einfach das Proben auf der Bühne ist auch was ganz Besonderes in diese Rollen hinein sich hinein fühlen wie beim Schauspieler auch.
00:06:50: Ja genau glaube ich ja!
00:06:52: Das ist ein ganz besonderer Prozess und natürlich auch letztendlich in der Live-Situation immer wieder wir spielen ja so einen Theaterstück nicht nicht nur einmal, sondern fünfzigmal, hundert mal.
00:07:04: Je nachdem wie lange dieses Stück im Repertoire bleibt kann das schon richtig viel gespielt
00:07:11: werden über die
00:07:11: Jahre und es ist wie so ein Schuh den du immer wieder anziehst der eigentlich ganz gewohnt ist.
00:07:17: aber trotzdem dadurch dass du immer neue Publikum vor dir hast gibt es immer wieder kleine Überraschungsmomente und du musst natürlich auch dich selber so weit disziplinieren.
00:07:28: Da sitzt das Publikum.
00:07:32: Das sieht
00:07:34: das zum ersten Mal, was du
00:07:36: x mal schon immer wieder belebt hast und die... nicht nur, dass sie dafür bezahlt haben sondern die sind es wert und das musst du dir halt einfach immer wieder sagen.
00:07:48: Das ist auch ein schöner Moment gehört bestimmt auch in gewissen Zielen zu bekommen auch mal komplett andere und du bist gefordert und denkst so hoch wo läuft das denn jetzt gerade hin?
00:08:03: ja und sowas.
00:08:04: also das ist eine Herausforderung und das ist eigentlich das Salz in der Suppe
00:08:07: bestimmt auch eine gewisse Disziplin.
00:08:09: wenn ich mir vorstelle Ich liege mal abends mit meinen Kindern im Bett und lese zum hundertfünfzigsten Mal die gleiche Geschichte vor.
00:08:16: Wollen wir mal was anderes lesen?
00:08:17: Nein!
00:08:18: Diese hier, dann bin ich immer kurz davor, Seiten zu überspringen weil ich denke... Es hängt mir zu den
00:08:22: Ohren raus.
00:08:23: Das ist eine schöne Geschichte.
00:08:24: Aber
00:08:25: genau man kann nicht einfach so ne Seite überspringern nein.
00:08:30: Genau deswegen glaube ich da gehört auch eine gewisse Disziplin dazu das dann immer wieder auf dem Punkt abzuspulen.
00:08:36: ja Hut ab.
00:08:39: Ich würde
00:08:40: mich total interessieren, wie entsteht denn bei euch eigentlich so ein Puppentheaterspiel?
00:08:46: Also von Anfang an habt ihr manchmal Geschichten, die es schon gibt, die ihr spielt oder wird jede Geschichte selbst von euch entwickelt und geschrieben.
00:08:58: In der Anfangsphase war es natürlich so... Anfangsfase sage ich deshalb weil Den Theaterbetrieb habe ich offiziell nineteenhundert fünf neunzig übernommen mit einem feststehenden repertoire.
00:09:13: Das
00:09:13: heißt, es gab schon Theaterstücke und Ich hab dann geschaut welche Theaterstücke ich mit dem damaligen team denn spielen kann.
00:09:23: ein großer Unterschied ist zum Beispiel auch ob Es Jetzt Ein Haupt Darsteller in dem Team gibt, der auch die Spieleitung übernimmt.
00:09:35: Jeweils auch im Stück die Spielleitung über nimmt.
00:09:38: Wenn das ein Mann ist sind ja viele männliche Rollen da, die er übernmt und es gibt weibliche Rollens, die dann zum Beispiel von den Mitspielerinnen übernommen werden.
00:09:50: Ich bin aber eine Frau und habe also quasi männerlastige Stücke übernomen mit vielen Männer rollen.
00:10:01: Die meine Stimme nicht unbedingt so oft die Dauer
00:10:04: gut
00:10:05: leisten kann und auch sich nicht toll anhört, ehrlich gesagt.
00:10:09: So habe ich zwar erstmal einen Reparatur übernommen, hab sofort geschaut Welche Stücke kann ich leisten mit dem damaligen Team?
00:10:18: Welche nicht, die ich nicht leisten konnte wurden erst mal ausgesourzt ab
00:10:23: ins Lager
00:10:24: in die Kiste oder in den Schrank damals.
00:10:27: und dann habe ich angefangen ein eigenes Repertoire.
00:10:31: Ein kleines Mini-Repertoir hatte ich zum Glück schon ein eigener Repertoir aufzubauen was dann eher meiner Stimmlage entsprach.
00:10:41: Zum Beispiel als allererste Stück kam Pipi Langstrumpf.
00:10:44: Das war halt ein Stück, was ich schon immer machen wollte und das passte wie Faust aufs Auge, wie man so schön sagt.
00:10:52: Die starke Dagmar spielt die starke Pipi.
00:10:55: da habe ich mich sehr drin zu Hause
00:10:57: gefühlt.
00:10:59: Und heute ist es aber so wenn du nach der Stückauswahl fragst gibt es immer einen Repertoire mitgenommen wird, was über die Jahre sich dann immer zeigt.
00:11:13: Der
00:11:13: kleine Wassermann... gewisse Kasperstücke, die drei Freunde.
00:11:21: Das sind alles Theaterstücke ,die über Jahre erhalten bleiben.
00:11:27: es hängt oft mit den klassischen Kinderbuchstoffen zusammen das natürlich die Eltern die als Kind dieses Theaterstück gesehen haben oder das Buch gerne gelesen haben sagen Wow, jetzt habe ich eigene Kinder.
00:11:43: Da möchte ich gern mal reingehen.
00:11:45: Das habe ich gerne selber gelesen oder
00:11:47: das sind
00:11:48: Werte die dort drin vermittelt worden sind, die ich gerne weitergeben
00:11:52: möchte.
00:11:53: und wenn die Kinder diese Geschichte sehen nehmen sie das ja auch nochmal ganz anders war oder anders an vielleicht auch als von den eigenen
00:12:03: Eltern.
00:12:05: Und es gibt natürlich ständig eigentlich jedes Jahr Eine kleine Auswahl, wo ich sage so nächstes Jahr möchten wir gerne.
00:12:16: Es klopft, weil wir ein Jahr in der Nacht machen oder also ich schaue immer bei der Kinderliteratur.
00:12:22: Was spricht mich an?
00:12:24: Gibt es auch moderne Kinderliteraturen da gucken wir dann teilweise im Team auch durch was kommt ein neues?
00:12:32: Wir versuchen ein bisschen mit der Zeit zu gehen.
00:12:35: Es ist aber so dass sich auch oft auf Kinder Literatur zurückgreifen, wo ich sage Mensch, ja!
00:12:43: Das hatte ich auch noch mal auf der Liste.
00:12:45: Es gibt irgendwie so eine geheime Liste... Ach, das wollten wir jetzt aber mal ran.
00:12:52: Jetzt geht's
00:12:52: los?
00:12:52: Ja, jetzt geht es los,
00:12:54: wollen wir das gerne machen.
00:12:55: und dann gibt es einen längeren Weg, ein Stück überhaupt auf die Bühne zu bringen immer ein Jahr vorher.
00:13:01: ungefähr muss man
00:13:02: nicht so lange kommen.
00:13:05: Weil es geht ja nicht nur darum, dass jetzt die Bühne konstruiert wird.
00:13:10: Die Figuren dazu neu gebaut werden der Text neu geschrieben wird das Bühnenbild sich überlegt wird sondern Es geht zum Beispiel auch darum wenn du von jemandem anderes eine Geschichte auf die Bühne bringen willst, also veröffentlichen willst.
00:13:29: Dann brauchst du die Rechte?
00:13:30: Ja so was gehört auch dazu genau.
00:13:33: Du musst Tantieme zahlen regelmäßig als Bühnen und musst im Grunde genommen jede Vorstellung, die du dann spielst später, musst du eine Abrechnung führen und musst einen Teil deiner Einnahmen an den Verlag oder sogar direkt an den Autoren
00:13:50: zahlen.
00:13:51: So etwas hatten wir natürlich als Zuschauer gar nicht auf dem Schirm das sowas auch dazugehört.
00:13:55: das allererste, was man checken muss.
00:13:59: Weil
00:14:00: wenn du die Rechte nicht bekommst – das können viele Gründe sein – der Verlag hat die Rechte zum Beispiel gar nicht mehr.
00:14:09: Ist es ein Buch, was im Ausland verlegt wird oder was einen ausländischen Autoren hat?
00:14:15: Wird es schwieriger da dran zu kommen und so weiter... Also das braucht Zeit!
00:14:20: Und manchmal muss man leider aufgeben.
00:14:26: Es kann auch sein, dass die im Vorab so viel an Abschlagszahlungen verlangen.
00:14:31: Dass wir dann sagen hier also der kleine Vampir zum Beispiel damals oder irgendwie sowas ja wo die großen Musical-Bühnen drauf gehen oder wir erfahren Durch Zufall, dass das Startheater die ja auch eine Auswahl treffen aber wo man sich meistens nicht miteinander verabredet oder abspricht.
00:14:54: Oh holla!
00:14:56: Ihr seid dieses Jahr mit diesem Stück dran?
00:14:59: Dann muss man sagen okay also das hat ja keinen Sinn, dass man sich gegenseitig Konkurrenz macht.
00:15:05: Tausende gehen ins Startheaters.
00:15:07: im Vergleich sind wir da doch noch ein bisschen kleiner und manchmal hat es aber auch Vorzüge, da wir ja nun ein bisschen begrenzt vom Alter her Stücke anbieten und da auch genauer gucken.
00:15:22: Dass wir quasi unser Stammpublikum haben weil dann die Eltern wieder sagen also mit zweieinhalb drei vierjährigen in das große Startheater
00:15:34: möchte ich
00:15:35: noch nicht gehen?
00:15:37: Also wir sind sozusagen die Vorstufe dazu und sehen uns.
00:15:42: Oft sind die Stücke, finde ich zumindestens auch für die Kleinen einfach noch zu spannend.
00:15:49: Es ist einfach vom, was sie aufnehmen
00:15:51: müssen.
00:15:51: Was da geboten wird plus die ganze Kulisse nebenher!
00:15:56: Das ist
00:15:56: oft ein bisschen viel
00:15:58: und wir kriegen das auch als Feedback.
00:16:00: wenn jetzt Gruppen bei uns waren und sagen dieses Jahr gehen wir aber mal zum Stadteater kriegt man dann manchmal auch als feedback ja dass der Adderstück war schön aber viele einzelne Kinder konnten dann nicht so lange aushalten.
00:16:17: Das ist dann einfach zu viel,
00:16:18: was sie
00:16:18: aufnehmen müssen und kommen dann eben halt wieder das nächste Jahr in ein Stück bei uns suchen sich das aus lassen sich beraten von uns und so und das Repertoire versuche ich eigentlich so nochmal um auf das Thema Stückauswahl zu kommen sozusetzen dass wir immer auch einen gewissen traditionellen Anteil haben das heißt das Märchen auch mitlaufen weniger als früher dass das gute alte Kasper-Theater als spontan Improvisationstheater mitläuft und dass eben halt Kinderbücher immer wieder neu inszeniert werden.
00:16:59: Und Ältere dabei bleiben, die dann mitlaufen immer wieder.
00:17:04: Ich das immer wieder im Wechsel anbiete so dass wenn die Kinder nachwachsen... ...die Eltern ein kleineres Kind bekommen und sagen wir waren doch damals in dem Stück!
00:17:13: Wann kommt denn das?
00:17:15: Spielen Sie das überhaupt
00:17:16: noch?!
00:17:17: Ja keine Sorge machen aber gerade eine Spielpause
00:17:21: mit
00:17:21: diesem Stück und setzen das dann eben halt Monate später oder Anfang nächsten Jahres
00:17:26: erst wieder.
00:17:27: was ich ja sehr schön fand, als wir bei euch waren.
00:17:31: Ich hatte wirklich das Gefühl es ist auf diese kleinen Kinder abgestimmt, und da muss man ja auch zeitlich manchmal ganz schön raffen glaube ich weil... Ich kann mich nicht mehr hundertprozentig erinnern, wie das Stück hieß.
00:17:45: Es ging um einen kleinen Kasper der für seine Oma ein Weihnachtsbaum holen sollte oder sowas und ich hoffe man hört meinen Magen auf der Aufnahme,
00:17:52: dann kommen wir so
00:17:53: laut.
00:17:55: Nicht, kein Gewitter ist nur mein Magen!
00:17:58: Und ich fand es wirklich rundum gelungen weil es war kurzweilig und ich könnte mir auch wirklich vorstellen dass es halt schwer ist zu raffen also zeitlich zu raffeln.
00:18:09: die ganzen Inhalte die in so einer Geschichte drin sind denn überhaupt?
00:18:13: Ich weiß gar nicht, waren es zwanzig Minuten?
00:18:15: Nee.
00:18:15: Unsere Stücke sind vierzig bis fünfundvierzig...
00:18:19: Ja genau!
00:18:20: Aber es war auf jeden Fall vollkommen in einem Rahmen der für die Kinder gemacht war, sag ich mal.
00:18:28: Was ich noch fragen wollte, worauf achtet man denn dann zum Beispiel wenn man die Puppen erstellt?
00:18:33: Gibt's da etwas wo man sagt gerade bei Kindern achten wir darauf dass die irgendwelche Besonderheiten haben?
00:18:41: Wie spielt man damit?
00:18:42: Oder wie entsteht eigentlich so eine Stimmlage.
00:18:44: Ja, also das ... Einer ist ja jetzt Puppenbau.
00:18:48: was du ansprichst Welche Techniken sind in den Puppern versteckt vielleicht oder so?
00:18:54: Dazu möchte ich dem Zuhöre erst mal erklären dass es oft noch im Kopf herumspugt.
00:19:03: Puppe, ja Also sind das jetzt Pappen aus dem Kinderzimmer Also eher so in Richtung Stofftiere.
00:19:11: Ist das der gute alte Kaspele, den man von der Oma vielleicht noch kennt?
00:19:15: Wo man die Hand reinsteckt also eine Handpuppe?
00:19:18: oder ist das vielleicht doch Marionettentheater?
00:19:23: Das heißt also Marionetten, die man vielleicht noch aus den alten Zeiten aus dem Fernsehen von der Augsburger Puppenkiste kennt.
00:19:31: Also Puppen, die
00:19:32: an Städen
00:19:33: animiert werden?
00:19:35: Was sind denn das für Puppe, die sie da nimmt?
00:19:38: Meine Puppen, also Schwerpunkt habe ich gelernt.
00:19:42: Also wir haben uns damals ausgerichtet auf Handpuppenteater, Starpuppenteator und Stockpuppentheater.
00:19:49: Das sind alles Figuren die von unten nach oben geführt werden.
00:19:55: das heißt du musst dir das so vorstellen.
00:19:57: Ich stelle mich Hinter eine Stoffwand oder eine Bretterwand, oder wie auch immer.
00:20:04: Eine Kulisse vielleicht die ganz groß ist und Strecke meine Arme nach oben.
00:20:09: Und auf meinen Arm sitzt die Figur, die unterschiedlich animiert werden kann.
00:20:15: Bei den kleineren Kindern nehme ich meistens Handpuppenteater Handpuppe über die Hand direkt animiert wird, ganz fein teilweise ausbewegt werden kann und einfach einen sehr handfesten Eindruck macht.
00:20:34: Also
00:20:35: dieses Harptische ist da irgendwo vielleicht auch noch so ein bisschen drin.
00:20:39: Es gibt aber inzwischen auch Figuren wo ich nicht unbedingt meine ganze Hand drinnen habe sondern nur Teile davon Finger vielleicht oder sogar Ich habe eine Technik drin in der Figur, sodass sie selbstständig auf einem Tisch laufen kann und wird auf dem Tisch bewegt.
00:21:00: Auch Tierfiguren inzwischen die gar nicht so vermenschlich sind wie das früher mal gemacht wurde.
00:21:06: Also früher hatten die Tierfigure bei uns immer fast ein menschliches Gesicht.
00:21:13: Inzwischen ist das so, dass die Tiere Tiere sind.
00:21:15: Und hier haben vielleicht noch eine kleine Mütze auf oder einen kleinen Schal an oder irgendwie sowas, sodass dann schon das Kennzeichen Figur
00:21:24: da ist.
00:21:26: Die Tierfiguren sind also einerseits kann man vom Ansehen her vergleichen und sieht sie dann quasi draußen auch laufen.
00:21:42: Sie werden schon animiert über meine Hände und sie können noch sprechen
00:21:47: zum Beispiel
00:21:48: oder Töne von sich geben.
00:21:50: Und natürlich werden sie in einen Kontext, in einem inhaltlichen Kontext
00:21:54: gesetzt.
00:21:55: Ich habe auch reine Tiergeschichten
00:21:57: z.B.,
00:21:58: weil Tiere immer eine besondere Anziehungskraft auf die Kleinen ausübt.
00:22:04: Habe ich viele Tiergeschichte drin und spiele die auch sehr gerne.
00:22:11: diese anderen Figuren wie Stockpuppen gibt es bei uns gar nicht mehr.
00:22:16: Wir waren mir ehrlich gesagt als Spielerin zu
00:22:19: steif, also man hat da nicht so die Möglichkeiten
00:22:25: und Stabfiguren kommen selten vor sind meistens sehr groß.
00:22:31: schon Die hast du dann ja auch zu tragen.
00:22:37: Du führst die meistens beidhändig, d. h., du kannst keine zweite Figur auf die Hand nehmen und
00:22:44: so etwas...
00:22:45: Also das ist sehr wenig geworden.
00:22:47: sich Starfiguren,
00:22:48: Theaterspiele.
00:22:50: Verstehe?
00:22:51: Ja!
00:22:54: Wie stellt man sie, wenn bei so einem Stück wie viele Leute laufen dahinter dieser Kulisse rum?
00:23:00: Wie vielen seid ihr da im Einsatz die wir nicht sehen.
00:23:02: Ja das
00:23:03: ist der Prozess der Zeit.
00:23:06: es so dass wir früher drei bis vier Personen hinter der Bühne waren.
00:23:15: inzwischen ist das nicht mehr so.
00:23:17: Puppenspiel
00:23:19: ist ja auch eine enorme Entwicklung vorangegangen.
00:23:24: Puppenspiel hat sich seit den Jahr sechziger, siebziger Jahren im letzten Jahrhundert sehr verändert und ist sehr modern geworden.
00:23:35: Und da hat die Technik oft einzugehalten auch mit weniger Spielern inzwischen Theaterstücke konzipieren.
00:23:48: Zudem ist dazu kam, ich würde mal so sagen meine persönliche Wende war das Jahr zweitausend, zwei tausend drei wo es einfach so ist dass die Finanzen sich total verändert haben, also um ein Team da zu haben was wirklich fest mitarbeitet plus noch Leute das Bühnenbild bauen hinten in der Werkstatt.
00:24:17: Die sich mit den Figuren beschäftigen, die auch sonst noch so viele Sachen machen, die so in einem festen Theater zumindest gemacht werden müssen.
00:24:26: Dafür waren die Finanzen nicht mehr
00:24:29: da.
00:24:29: Da
00:24:30: hat es eine enorme Entwicklung gegeben und so ist mein Team eigentlich immer kleiner geworden beziehungsweise, keine festen Mitarbeiter mehr oder kaum noch und stattdessen freie Mitarbeiter, die du dir dann einfach für dein Projekt oder für deinen Theaterstück was du vor hast Einkaufs.
00:24:50: Das gehört auch zu der Planungsphase, ganz am Anfang ein Jahr vorher wo du dann dich fragst wer macht in die ganzen?
00:25:00: handwerklichen Sachen, die dazu gemacht werden müssen.
00:25:04: Wen kaufst du dir dafür ein?
00:25:06: Wen engagierst du dafür?
00:25:08: und so weiter?
00:25:09: Regie ist frei.
00:25:12: Bühnenbildnerin, Bühnbildner ist meistens jemand der von außen zu gekauft wird Und auch die Figuren entstehen inzwischen nicht mehr in meiner eigenen Werkstatt.
00:25:23: In den Anfängen habe ich meine Figuren noch selber gemacht.
00:25:27: Das ist vielleicht auch ganz gut, wenn man in diesem Beruf startet, dass man da einen wirklich direkten Kontakt dazu bekommt.
00:25:37: zu der Materie.
00:25:39: Wie schaffe ich aus meiner Dwingen Stropor Holz, Stoffwolle Fälle?
00:25:47: Inzwischen sind es Kunststoffe die man teilweise auch benutzt für Köpfe Papier Querbeet Genau.
00:25:59: Wie erschaffe ich da ein kleines Wesen, was später lebendig auf der Bühne herumlaufen soll?
00:26:05: Das ist glaube ich ganz gut und ganz wichtig wenn man diesen Beruf machen möchte dass man dazu einen anderen Kontakt außer den Spielerischen bekommt.
00:26:16: eine Wertigkeit erlebt man
00:26:18: auch
00:26:20: macht man das kaputt.
00:26:22: also ich meine so ne Figur kaufst du nicht von der Stange.
00:26:27: Klar gibt es vielleicht Puppenbauer, Puppembauerinnen die nochmal einen.
00:26:32: jetzt nenne ich mal einfach Dr.
00:26:34: Faust.
00:26:35: Dr.
00:26:35: Faoust ist ein Stück gewesen eine Inszenierung die von ganz ganz vielen Bönen in Deutschland im BRD gespielt wurde in einer bestimmten Zeit.
00:26:49: Auch bei uns wurde der Dr.
00:26:51: Faust gespielt und da kommt es natürlich vor, da gibt es natürlich bestimmte Rollenfiguren den Dr.Faust selber
00:27:02: usw.,
00:27:02: dem Epifisto das ist klar, dass ist die dann öfter gab, dass die einfach öfter hergestellt wurden für verschiedene Puppenbühnen halt in der ganzen BRD verteilt.
00:27:13: Aber ansonst ist es schon so.
00:27:16: wenn du jetzt den kleinen Wassermann haben möchtest dann kannst du den bei mir nicht bekommen weil diese Figur ist die einzelne einzige Figur die ich habe bauen lassen damals und mit der ich jetzt schon seit ganz vielen Jahren spiele geht die kaputt?
00:27:33: gut sie kann immer mal runterfallen aus Versehen Ist mir auch schon schreck.
00:27:39: Was ist passiert?
00:27:40: Zum Glück war nur eine kleine Schlagstelle, ich konnte weiter spielen mitten in der Vorstellung.
00:27:46: aber es hat auch Situationen gegeben wo ein Delfin runterfällt und das bricht eben die Flosse hinten ab.
00:27:53: oder die kleine Hexe der bracht die Nase ab In der Pause, weil sie vom Puppenbrett geflogen
00:28:00: ist.
00:28:00: Ja.
00:28:01: Beim Umbau was dann?
00:28:03: Also... Da
00:28:05: kommt ja Sekundkleber.
00:28:08: Ganz, ganz schwierige Situation!
00:28:09: Es gibt
00:28:10: keine Ersatzpuppen, die ihr davor richtig habt von der Stange.
00:28:13: Genau,
00:28:14: es gibt nicht.
00:28:16: Das heißt das sind Originale.
00:28:18: Es sind auch irgendwo... Natürlich werden Sie handwerklich hergestellt aber es sind kleine Kunstkacke.
00:28:24: Ach, sehr schön.
00:28:25: Ja also ich finde man hat das den Puppen auch angesehen.
00:28:30: Also es war sehr liebevoll im Detail und ich finde ja dass Kinder nehmen mehr Details wahr als man denkt.
00:28:42: Die haben mir hinterher noch erzählt der Rund hatte irgendwie eine grüne Zipfelmitze auf oder so was.
00:28:47: Ich weiß nicht mehr keine Ahnung.
00:28:51: die nehmen ja echt viel wahr.
00:28:52: von daher glaube Das Wichtig ist, dass so viel Detail und Liebe in den Puppen steckt.
00:28:58: Ja der fokuste Kinder ist schon anders.
00:29:02: Auf jeden Fall!
00:29:04: Lass uns da einmal gerade... Wir kommen gleich darauf zurück auch wie ihr das überhaupt anstellt, dass die Kinder so verzaubert sind von euren
00:29:12: Geschichten.
00:29:13: Wir machen einen ganz kleinen Break
00:29:15: mit
00:29:16: Reklame und sind gleich wieder da.
00:29:21: wir sind zurück gut gestärkt getrunken Wir sind wieder fit.
00:29:27: Es geht weiter.
00:29:28: und zwar habe ich ja eben schon einmal kurz erwähnt, ich hatte das Gefühl die Kinder sind wirklich komplett verzaubert von diesen Theaterstücken.
00:29:37: Und
00:29:39: da ist jetzt zum einen die Frage was erleben die Kinder eigentlich bei euch?
00:29:44: oder was verzaubert sie?
00:29:45: Was sie zu Hause vielleicht wenn man die gleiche Geschichte im Fernsehen sehen würde... erleben kann, was quasi Fernsehen und Medien überhaupt nicht bieten können oder vielleicht auch eine Geschichte im Buch.
00:29:56: Sondern was macht es bei euch aus?
00:29:58: Dass die Kinder da so mit so großen Augen stehen und sagen, wann gehen wir wieder hin?
00:30:04: Wie stellt ihr das an?
00:30:07: Also ich glaube dass eine ist ganz blöde Antwort kommt jetzt.
00:30:12: Nein,
00:30:13: blöden Antworten gibt's nicht.
00:30:15: Das ist die Einfachheit.
00:30:19: wenn ich mehr heutzutage Zeichentrickfilme oder Animationsfilmer anschauen, dann bin ich oft erschrocken.
00:30:30: Was das Kind da vor dem Fernseher alles innerhalb von Sekunden aufnimmt?
00:30:40: Auf den Muss!
00:30:43: Allein schon die Geschwindigkeit... sprachlichen Kanonaden da losgeschossen
00:30:55: werden.
00:30:55: Ja, ich weiß ganz genau was du meinst ja?
00:30:59: Da wird mir echt teilweise ganz anders.
00:31:03: also die Einfachheit bei uns besteht ja darin dass wir den Kindern und auch den Erwachsenen Zeit geben in unsere Welt hinein zu kommen.
00:31:20: Es wird nicht ohne Punkt und Komma gesprochen, zum Beispiel.
00:31:24: Also es sei denn eine Figur hat die Macke dass sie so schnell spricht.
00:31:30: Es wird sagen wir mal in einem ganz normalen einfachen Rhythmus gesprochen.
00:31:38: teilweise wird auch erst einmal guten Tag oder guten Morgen oder was auch immer gesagt.
00:31:44: das heißt Die Figur schaut die Kinder direkt an, schaut ins Publikum.
00:31:51: Nimmt auch sich dafür Zeit erstmal.
00:31:54: Oh hallo!
00:31:55: Ihr seid alle da?
00:31:56: Ich seid willkommen.
00:31:57: durch diese Haltung merkt ihr das Publikums... Das ist ja toll.
00:32:04: Die sieht mich.
00:32:05: und das heißt wir versuchen durch Rhythmus, durch Ausgewählte Sprache, Dialoge.
00:32:21: Inwechseln mit Bühnenbildern die verschoben werden oft oder auf und abgebaut werden oder sowas ein Fluss herzustellen in dem man ganz relaxed mitkommen
00:32:37: kann
00:32:39: und wo man auch mitsingen darf.
00:32:42: ja Das wird sogar noch mal wiederholt, dass man mitsingen kann.
00:32:49: Man läuft
00:32:51: im Kopf
00:32:52: eigentlich mit in der Geschichte.
00:32:55: In dem Stück?
00:32:56: Eigentlich nicht nur im Kopf weil die also gerade Kinder werden dann ja ab und zu auch mal dazu aufgefordert ein bisschen mit zu helfen den Anführungszeichen.
00:33:04: Also ich weiß doch bei uns gab es eine extra Puppe für den Bühnenauf- und Abbau zuständig war.
00:33:11: Sie wollte dann immer Hilfe, indem sie sagt es müssen alle mitmachen.
00:33:14: Mit Hau ruck, hau ruck und da wurde das Bühnenbild geschoben und alle Kinder in dem Raum schrien und wollten den kleinen Theater-Menschen davor helfen.
00:33:24: Und das war einfach schön zu sehen also wie sie damit gefiebert haben und dann auch mitgemacht haben.
00:33:32: Auch wenn's ja in dem Sinne kein Mitmachteater ist aber die sind alle mit Herzblut dabei gewesen.
00:33:38: Ab und zu gibt es auch Theaterstücke dazwischen, wo man mehr mitmachen darf.
00:33:43: Also wo man aufspringt und irgendwie ein Tau gemeinsam zieht
00:33:48: oder
00:33:50: alles Mögliche was man so auch einen kleinen Tanz oder irgendwie sowas ein Lied was man am Schluss lernt bei den drei Freunden bei uns eigentlich einerseits die Einfachheit, dann die Fantasie, die da einfach mit schwingt und die Kinder einlädt.
00:34:14: Einfach auch mitzudenken sich bestimmte Sachen vorzustellen oder die dann auch gezeigt werden mit Ruhe und Zeit.
00:34:24: Es ist nicht so... Jetzt rasen wir mal schnell weiter, egal ob ihr damit kommt oder nicht.
00:34:32: Es ist auch so was dass man sich da wirklich drauf konzentrieren soll.
00:34:37: Deswegen bitten wir ja auch, dass Essen und Trinken zum Beispiel im Saal höchstens vorher oder so erlaubt ist, dass man sich gar nicht jetzt noch um irgendwas anderes zu kümmern hat.
00:34:50: Manchmal wird auch am Anfang gefragt sitzt ihr gut habt hier wirklich einen guten Platz macht es euch gemütlich?
00:34:56: Ja da kriegen die Kinder einfach das Gefühl, dass sie gesehen werden.
00:35:01: Sie sind wirklich da und werden wirklich wahrgenommen ist ja kein Parkplatz, so wie es oft der Fernseher
00:35:08: ist.
00:35:08: Ja, genau!
00:35:09: Und du hast auch erzählt in unserem kleinen Vorgespräch das bei euch ein großer Unterschied ist was beim Fernsehen natürlich überhaupt nicht möglich ist zu Hause.
00:35:19: ihr könnt die Atmosphäre wahrnehmen, die an dem Tag im Saal herrscht und auch ein bisschen aufgreifen.
00:35:26: also wahrscheinlich wenn die Kinder total drüber sind an dem tag alle und es wird viel geschrien dann kann die Figur da wahrscheinlich auch kurz einmal drauf eingehen, ohne das ganze Stück jetzt umzuschreiben.
00:35:38: Aber ihr habt ja Möglichkeiten!
00:35:40: Genau wir haben die Möglichkeiten.
00:35:45: nochmal zurück zu deiner Frage wie bauen oder schreiben wir?
00:35:51: Wie inszenieren wir?
00:35:55: Wir planen eigentlich sehr genau auch ein, was für Energieler willst.
00:36:02: Also welche Spannung wir den Kindern zumuten wollen oder nicht?
00:36:07: Weil es ist schon wie du schon sagtest Die Kinder nehmen das ja teilweise wirklich für Baremünze, was da auf der Bühne passiert.
00:36:19: Das ist diese Live-Situation, die es einfach anders als wenn du in einer Matscheibe hast,
00:36:24: die dich
00:36:25: ein bisschen trennt vom Geschehen.
00:36:27: Da kannst du natürlich auch aufspringen und bist gespannt
00:36:29: usw.,
00:36:30: aber Theater hat
00:36:32: eine ganz
00:36:33: andere Faszination.
00:36:36: Und das bleibt so.
00:36:39: Wir planen im Vorhinein, wenn wir unser Stück schreien Und einprogen planen wir genau diese Spannungsfelder.
00:36:47: Die planen mir natürlich einen Höhepunkt und so weiter, wie leiten wir die Kinder eigentlich wieder aus der Geschichte raus?
00:36:55: leider auch manchmal Kinder, die so stark eingestiegen sind.
00:36:59: Dass sie gar nicht verstehen warum es jetzt plötzlich ist zu Ende?
00:37:02: Wieso ist das jetzt plötzlich zu Ende?
00:37:03: ich möchte gerne dass das weiter geht oder ich möchte es nochmal gucken.
00:37:08: und manchmal weinen der Kinder auch und können gar nicht aus dieser Energie oder aus dieser Geschichte rauskommen so schnell.
00:37:20: Die müssen also irgendwie erst mal ganz langsam aus dem Saar raus, dann ins Fouillerie und so weiter... Und was toll ist, dass es auch Stücke gibt.
00:37:31: Nicht alle sind so die mit Direktansprache sind.
00:37:35: unter anderem ist das Kaspertheat auf jeden Fall dieser gute alte Eddy der da die Bühnen umbauten macht und so weiter der die Kinder nochmal anders mitnimmt wo einfach gerufen werden darf wo man nicht irgendwie jetzt pass aber mal auf
00:37:53: Nicht so viel zappeln.
00:37:56: Sondern wo eigentlich ich diese Spontanität, die die Kinder haben, kanalisiere über meine Figur und auch wenn das nicht zu ist, wenn ich nicht die Möglichkeit habe des Theaterstücks so geschrieben ist, dann hab' ich immer andere Möglichkeiten.
00:38:15: Also natürlich ist es so, wenn das Publikum direkt sehen kann, kann ich natürlich auch mal hinschauen in der Dunkelheit des Saales.
00:38:26: Manchmal kann ich es auch nicht so gut sehen aber auf jeden Fall kann ich durch mein Gesicht und durch meine Mimik die Kinder leiten.
00:38:36: Auch wenn sie mal was rufen, was genau passt kriegen Sie einmal einen Nicker oder so etwas ne?
00:38:41: Oder ein kleines Lächeln!
00:38:42: Ja genau du hast das erfasst.
00:38:44: und jetzt geht es weiter mit Schwung usw.
00:38:47: Und was auch ist dass ich also aufs Publikum angewiesen bin.
00:38:53: wirklich wenn das sehr sehr still und stick um dort sitzt was auch mal passieren kann dann bin ich eher verwirrt und werde ein bisschen unsicher und denke, was ist los?
00:39:06: Ja.
00:39:07: Ist irgendwas, was nicht
00:39:09: stimmt?
00:39:11: Und da ich natürlich nicht aus eurer Warte gucken kann und nicht auf dem Zuschauer Sitz sitze, sondern in meinem Bühnen geschehen stehe ist das dann manchmal für mich ein bisschen schwierig das herauszufinden.
00:39:22: Aber ansonsten ist es so dass ich meine Antennen alle hoch fahre.
00:39:27: ich konzentriere mich nur noch auf das Theaterstück auf die verschiedenen Stimmen die Charaktere auf euch im Publikum.
00:39:35: was kommt zurück?
00:39:37: Und damit arbeite ich eigentlich auch die ganze Zeit bis es zu Ende ist.
00:39:43: Ja, auf jeden Fall sehr interessant und ich persönlich glaube tatsächlich das macht einfach viel aus dass da jemand ist der Atmosphäre oder auch wenn es nur ein kleines Hustenwein oder was auch immer ist einfangen kann.
00:39:58: Das gibt einem vor Ort einfach ein ganz anderes Gefühl.
00:40:01: wie empfindest du eigentlich die Eltern bei so Kinderstücken?
00:40:04: Die
00:40:05: Eltern haben sich ja verändert, wenn man so viele Jahre Theater für Kinder macht.
00:40:18: Es hat mal eine Phase gegeben da haben die Eltern noch gedacht Sie müssten da nur so als Begleitpersonen mitkommen.
00:40:27: Das heißt, ich empfinde die Eltern dann oft ... Das ist das Thema von eben sehr zurückhaltend.
00:40:38: Okay?
00:40:40: Sehr stickum!
00:40:41: Das ist für mich nicht zuträglich weil ich denke ihr seid ja doch nicht nur Begleidperson Freut euch doch mit euren Kindern zusammen.
00:40:52: Wenn ihr mein Stück langweilig findet, das kann ja mal vorkommen, dann freut euch an den Kindern, die da sitzen und mitgehen oder so.
00:41:01: Aber sitzt da nicht so ... Für mich kommt das dann wie Desinteresse über?
00:41:07: Ist vielleicht gar nicht!
00:41:08: Die denken dann so ältere Menschen sind oft noch so.
00:41:12: Ja wenn ich ins Theater gehe, muss ich jetzt aber sehr aufmerksam sein und keine Erwägung zeigen.
00:41:18: Man darf ruhig Regungen zeigen und ich freue mich über jeden Erwachsenen, der begeistert zu uns kommt.
00:41:24: Und sagt das ist schön hier bei euch!
00:41:27: Also die jetzt auch selbst schön finden.
00:41:30: Ja, ich glaube die Eltern kriegen... Nein das darf man
00:41:33: ja gar nicht
00:41:34: sagen.
00:41:34: Kriegen den Stock nicht daraus.
00:41:37: Die sind einfach ein bisschen ... Bei dem ganzen Stress, den man so vergisst manchmal selbst, dass man das auch irgendwie ein inneres Kind in einem steckt und dass man sich ruhig laut freuen darf und sich auch traurig sein darf.
00:41:51: Und jubeln darf so, dass das andere auch sehen.
00:41:54: und nicht alles... Ich glaube, vieles findet im Inneren statt und man traut sich gar nicht mehr so ein bisschen aus sich rauszukommen.
00:42:01: Obwohl
00:42:01: es für die Kinder ja eigentlich so schön ist und so wichtig ist und irgendwie eine Vorbildfunktion ist, dass man lernt, wenn man sich freut, dann wirklich!
00:42:11: mit allen Sinnen freuen darf
00:42:14: und
00:42:14: zeigen darf, wenn man etwas toll findet.
00:42:15: Ja ja, das
00:42:15: ist eine Null des Eimer Kindes sehr weit weg und die Zeit, die man dann da im Theater... es ist auch letztendlich recht kurz und manchmal ist es vielleicht auch nur einfach, geh mal bitte mit dem Kind ins Theater oder so weil Weil es mal einfach irgendwie jetzt ausgeschürzt werden muss oder so.
00:42:34: Also mach mal irgendwas, damit ich was anderes... also in der Partnerschaft jetzt oder so, damit das andere erledigen kann.
00:42:43: Aber die meisten Eltern sind sehr zugetan, das spür ich.
00:42:46: Also sie sind auch wenn sie nicht sehr spontan reagieren aber sehr zugutann.
00:42:52: Das sehe ich einfach daran wie die Gesichter da sind und wie sie auch ihren Kindern zugewandt sind.
00:42:58: Wenn Sie wieder rausgehen oder dass sie fragen hat es dir den gefallen und so was?
00:43:02: Und das ist ja schön dass sie also quasi danach den Kontakt nochmal suchen und vielleicht ein Stück noch mal Zuhause oder die Lieder nochmal singen.
00:43:12: Was ich manchmal in der heutigen Zeit nicht so gut finde an Erwachsenen, das erlebe ich in ganz unterschiedlichen Varianten.
00:43:24: Dass sie vergessen das Handy auszumachen oder zumindest lautlos zu machen weil diese Technik hat bei uns im Theater nichts zu suchen.
00:43:38: es ist Ein schlechtes Vorbild gegenüber den Kindern, dass du dich in der kurzen Zeit nicht einmal abnabeln kannst von der Erreichbarkeit.
00:43:48: Es ist eine Parallelwelt die da ist.
00:43:51: ich weiß das selber auch, dass man am Handy klebt oder noch... ganz wichtig gerade ein Anruf ist oder ganz wichtig grad noch eine Antwort schreiben.
00:43:59: Oder wie auch immer, ja?
00:44:01: Aber es gibt Leute die tatsächlich ich sehe es in der Dunkelheit ihre Handy die ganze Zeit anhaben und auch da drauf schauen.
00:44:11: Und das finde ich persönlich gar nicht gut und das habe ich sogar
00:44:14: schon erlebt.
00:44:15: Gewissermaße ein wenig respektlos
00:44:17: finde ich also dass Kinder sogar ne ersten Reihe ihr Handy haben und das dann quasi mich da mitfilmen, dann fällt mir wirklich irgendwie gar nichts mehr dazu ein.
00:44:32: Und dann werd ich auch sauer!
00:44:34: Das kann dazu führen dass ich tatsächlich eine Vorstellung unterbreche und kurz sage ich bitte darum die Hände zu stecken lautlos machen.
00:44:45: Sollte ja eigentlich selbstverständlich
00:44:46: sein.
00:44:49: Da bin ich leider... merke ich, dass ich zur anderen Generation gehöre.
00:44:55: Ich mag es persönlich nicht so gerne wenn man mich mitfilmt, wenn ich Theater spiele.
00:45:01: Wenn ich hinter der Wand stehe dann sehe ich's ja nicht, wenn die Figuren aufgenommen werden oder so.
00:45:07: aber also erstens ist es so... Ich weiß das.
00:45:11: Aus meinen Versuchen meine Figuren oder meine Szenarien filmisch aufzufangen, ja?
00:45:18: Wie schrecklich das aussieht!
00:45:19: Das sieht gar nicht schön aus.
00:45:20: Nein, dazu müsste man nämlich was anderes tun um meine Puppen fernsehwirksam und meine Stücke fern sehwirksam umzuarbeiten.
00:45:29: Also
00:45:30: ist es eigentlich... Auf Deutsch gesagt Schrot!
00:45:34: Und was damit abgeschnitten wird Die lebendige Wahrnehmung und das Erinnerungsvermögen.
00:45:44: Sicht daran, ach weißt du noch was da mit dem Papagei passiert ist?
00:45:48: Der ist in den Eimer gefallen und war grau!
00:45:51: Und hinterher hat Herr Kasper den angemalt.
00:45:54: er hatte verschiedene Farben dabei Das waren bunte Eimer.
00:45:56: Weißt du das noch?
00:45:57: Und so und der hat auch ein Lied gesungen dass die Erinnerung wird lebendig im Kind und natürlich auch bei euch als Eltern.
00:46:07: Man quatscht das nochmal durch, dann hat er noch den Pinsel genommen und hat was anderes damit angemalt usw.
00:46:16: Ja klar du kannst das Handy aufmachen kann es sein guck mal.
00:46:19: das war so und zu aber das ist etwas ganz anderes.
00:46:22: ja auf jeden Fall ja und es muss einfach auch nicht sein.
00:46:26: ich finde auch es gehört da einfach nicht hin.
00:46:30: Man sollte es schaffen, vierzig Minuten ohne das Ding auszukommen.
00:46:35: Die Grenze ist da gar nicht mehr da und das erschreckt mich so ein bisschen.
00:46:40: Da sind wir eigentlich auch schon bei einem anderen Thema was wir hier noch auf dem Schirm hatten.
00:46:47: Was sagst du?
00:46:48: Wie lange gibt's die Puppenspiele jetzt schon?
00:46:49: Wie lang machst Du sie?
00:46:51: Hast du eben gesagt?
00:46:52: Also, wir sind jetzt hier am Janplatz schon wieder zehn Jahre.
00:46:56: Aber Biele für der Puppenspiele gibt es seit nineteen-hundertvierzig also... Wir sind bald im achtzigsten Jahr.
00:47:03: Wahnsinn!
00:47:04: Das
00:47:04: ist ja nicht mehr lange hin.
00:47:05: Ja.
00:47:05: Was würdest Du sagen was hat sich verändert in der Zeit seit Du das machst?
00:47:10: Was vielleicht zum Guten und was vielleicht zum Nichtgern zu guten?
00:47:17: Es hat sich sehr viel verändert.
00:47:26: Die Aufmerksamkeitsspanne der Kinder hat sich enorm verändert.
00:47:34: Ich rede gar nicht von Kindern, die irgendwie ADHS oder sonst was haben sondern von den ganz normalen Kindern.
00:47:46: Früher konnten wir in Anfangstrichen den Anderes zu muten.
00:47:54: Länge des Stückes, die Szenen an sich waren anders gebaut.
00:48:00: Sie waren auch viel sprachlastiger.
00:48:03: Darauf darf ich heute nicht mehr setzen weil das können die Kinder heutzutage gar nicht mehr.
00:48:11: also selbst in meiner Zeit... Ich mache das jetzt.
00:48:13: seit hat sich das sehr stark verändert.
00:48:21: Ich möchte gar nicht von der Zeit davor reden und mein Beruf sehe ich ja so, dass ich ja nicht alt und verstaubt daherkommen möchte mit meinem Theater sondern natürlich gerne möchte, dass die Eltern und wieder die Eltern mit ihren Kindern kommen und dass es von Generation zu Generation weiterläuft.
00:48:49: Die Faszination einer einzelnen Figur ist eine Sache, aber die Theaterstücke darüber haben wir ja schon kurz gesprochen.
00:48:56: Es ist ja eine andere Sache.
00:48:58: also wie viel Inhalt und wie viele Szenenwechsel?
00:49:05: Wieviel Sprache darfst du den Kindern in den vierzig, fünfvierzig Minuten oder so zumuten?
00:49:12: und da habe ich gemerkt dass ich leider auch gezwungen bin meine Stücke langsam anders zu bauen.
00:49:19: Dass sich also viel mehr Bilder reinbauen damit mein ich gar nicht Bühnenbilder sondern ich versuche bestimmte Sachen mehr zu erklären und mir zu zeigen wo ich früher einfach davon ausgegangen bin, das ist im Kopf.
00:49:37: Das wissen die Kinder?
00:49:39: Nein!
00:49:39: Das wissen sie nicht und die wissen auch heute nicht mehr was ein Kasper ist zum Beispiel.
00:49:44: Das führt jetzt zu weit hier in unserem Interview.
00:49:47: aber ich habe dann irgendwann gelernt weil die mich immer gefragt haben
00:49:52: wer bist
00:49:52: du also wenn ich den Kasper spiele?
00:49:54: wer bist Du gelernt.
00:49:57: okay nun wir haben ja heute ganz wild durcheinander gewürfelte Kinder mit ganz unterschiedlichen Kulturen auch.
00:50:07: Und Erziehungsmethoden und, für die bin ich auch da als Puppenteater.
00:50:14: Das muss sich erst mal begreifen und natürlich auch umsetzen.
00:50:17: An dem und umsetzten?
00:50:19: Ja!
00:50:21: Natürlich habe ich im Moment jetzt noch nicht irgendwie fremdsprachlich... Da bin ich also noch nicht, dass ich zum Beispiel gleichzeitig noch Übersetzer oder so was dabei hab oder Tafeln hochhalte soweit bin ich noch nicht, aber ich versuche über eine stärkere Bildsprache den Kindern das mitkommen in der Szenerie zu ermöglichen.
00:50:42: Damit die auch wissen worum es
00:50:44: ging.
00:50:44: Auch wenn sie zum Beispiel die deutsche Sprache kaum können oder sowas.
00:50:48: Weil ich gehe ja auch im Kindergärten rein und in Schulen rein usw.
00:50:52: Und dort haben wir die unterschiedlichen Kulturen.
00:50:55: was zu uns ins Puppenteater kommt Das ist eine andere Sache.
00:50:58: Da kommen zwar auch viel mehr ausländische Mitbürger und Mitbürgarinnen inzwischen, was ich total gut finde... Ja auf jeden Fall!
00:51:04: Aber die, die es eigentlich nötig hätten, die kommen nicht.
00:51:07: Ja
00:51:08: da fehlt wahrscheinlich auch der Zugang.
00:51:12: ist jetzt falsch gesagt aber der Zugangs oder nicht den Zugang?
00:51:18: dass es das dem Zugang nicht gibt sondern den Wissenzugang zu diesen kulturellen Angeboten oder wie würdest du das beschreiben?
00:51:29: Das
00:51:29: Interesse ist gar nicht da und die Verbindung zur der Kultur ist irgendwie gar nicht.
00:51:37: Ja, man müsste diese Personen dann alle einzeln kennen und ansprechen
00:51:41: usw.,
00:51:44: Privat durch die Kindergärten gehen mit einer Figur und immer dann abwarten, wann kommen die Eltern oder so.
00:51:52: Weil selbst wenn du Flyer hinlegst heißt das ja nicht dass sie sich das einstecken oder
00:51:56: so?
00:51:56: Ja und auch nicht dass Sie kommen.
00:51:58: Und es ist ja leider sogar so, dass ja auch Gruppen noch zu uns kommen und im Theater sitzen.
00:52:04: Es ist leider so dass selbst die Ängsten betreuen den Personen wie Kindergärtnerinnen usw.. Teilweise diese Familie nicht bewegt, kriegen sowas wahrzunehmen.
00:52:17: Wenn es sogar für die teilweise bezahlt wird.
00:52:21: Das heißt, die Kinder bleiben weg!
00:52:24: Die bleiben zu Hause.
00:52:26: Das ist auch ein Punkt der dir... Sorgen macht, hast du gesagt.
00:52:29: Ja das ist schade
00:52:30: im Kulturbereich
00:52:33: und es ist für mich auch nicht immer möglich mit meinen unterschiedlichsten Bühnen ich habe sehr unterschiedliche Bühne aufbauten die unterschiedlich groß sind usw.
00:52:42: jetzt wirklich durch alle Kindergärten zu chatten das zu machen und so, weil da wieder nicht die Aufbaumöglichkeiten sind oder die Räumlichkeiten da sind.
00:52:52: Oder auch die strukturellen Probleme sind da sehr viel, die Kindergärten inzwischen daran hindern, zu uns zu kommen.
00:53:00: Das ist dann auch nochmal ein Thema was dann da kommt usw.. Es ist sehr sehr viel!
00:53:05: Was glaubst du?
00:53:06: Was fehlt den Kindern am Ende wenn sie keinen Kontakt zum Kulturbereich haben?
00:53:16: ihnen für sich selber Fantasie zu haben, eigene Bilder überhaupt zu kreieren oder Lust zu haben.
00:53:31: Sich hinzusetzen und mit ganz einfachen Sachen zu spielen, kleiner Rollenspiele zu machen.
00:53:40: die Spielsachen sind heutzutage so gefährdig dass man dann da diese Was weiß ich, was alles Roboter und so weiter hat irgendwie.
00:53:51: Viel animiert!
00:53:52: Ja?
00:53:53: Aber es kommt nichts mehr aus dir selber raus.
00:53:58: Und das braucht der Geist.
00:54:01: aber also... Das ist du.
00:54:05: Theater fördert nicht nur Sprachvermögen und Fantasie
00:54:13: usw.,
00:54:14: sondern fördert auch Sozialverhalten.
00:54:17: Und deswegen ist Theater für Kinder auch unglaublich wichtig, weil das Sozialverhalten vom Fernseher lernst du nur begrenzt.
00:54:27: Das stimmt!
00:54:28: Die Message ist dann nicht immer so klar.
00:54:30: Genau
00:54:31: und das merkt man dann auch wie sie bei uns im Theater sich verhalten.
00:54:35: Und das sind ja auch große Probleme die in den Gruppen auftreten usw.. Das ist halt sehr schade im Kopf nicht angeregt wird.
00:54:48: Was würdest du sagen, was ist der beste Ansatzpunkt dagegen etwas zu tun?
00:54:53: Hol dir ein Podcast zu sein
00:54:54: und
00:54:55: den Leuten zu erzählen.
00:54:58: Kommt vorbei!
00:54:59: Ja auf jeden Fall kommt vorbei und es gibt auch kostenlose Angebote.
00:55:05: Ihr müsst nicht zu uns ins Puppenteater kommen, ihr könnt auch auf die Straße kommen wenn wir mit unserem großen Theater auf der Straße stehen im Sommer.
00:55:12: da gibt es Angebote.
00:55:14: das
00:55:14: ist doch ein guter Punkt.
00:55:15: lass uns doch noch mal grad darüber sprechen was ihr alles anbietet wo ihr überall unterwegs seid.
00:55:20: ja also jetzt fängt eigentlich die Sommerpuppentheaterserie hier an.
00:55:26: die gibt es auch schon schlag mich tot, forty acht Jahre
00:55:29: oder sowas.
00:55:32: Das ist auf dem Yodokus-Kirchplatz in der Nähe von der Oberstrasse und es ist ein sehr schönes Event.
00:55:40: Dann sind wir auf dem Wackelpeter vertreten, das ist auch bald richtig groß.
00:55:48: Ende August
00:55:51: ist das
00:55:52: im letzten Feriensonntag.
00:55:56: Wir nehmen zwar jetzt schon auf aber wir erscheinen ja erst... Mitte Ende August.
00:56:01: Aber dann passt es ja gut rein, der Tipp Wackelpeter.
00:56:04: Guckt euch mal die Puppenspiele an!
00:56:06: Also wir spielen jeden Sonntag wenn nicht das Wetter schlecht ist und irgendwie wieder Wind oder Schittregen oder so sind wir jetzt die Sonntage immer um fünfzehn Uhr auf dem Jodokos-Kichplatz mit unserer Freiluftbühne Und am letzten Feriensonntags sind wir auf dem Wackelpeter.
00:56:24: Ja So und da kann man einfach mal vorbeischauen und kostenlos sich einen Eindruck verschaffen, was ihr da eigentlich macht.
00:56:32: Wie das funktioniert und wie es aussieht.
00:56:34: Sich ein Programm mitnehmen und dann stöbern?
00:56:36: Was gibt es Anfang September bei uns im Punkt der Warte zu gucken?
00:56:40: Steht das schon fest oder ist das... Das
00:56:42: Spielplan steht
00:56:43: fest.
00:56:44: Kann man sich mitnehmen hängt bei uns auch in einer Infobox am Janplatz Herr Vorderstraße fünf bis sieben Und kann man aber auch über unsere Webseite erfahren.
00:56:58: oder zur Tourist-
00:57:00: Information.
00:57:03: Ich glaube, wir können ja einmal sagen ihr seid ja in dem alten Skala Gebäude heißt das?
00:57:07: Genau!
00:57:08: Das sagt bei vielen Machtstand vielleicht Klick wo ihr eigentlich anlässig auch aber ansässig seid.
00:57:17: Jetzt haben wir noch was zu eurem Brot.
00:57:18: magst du noch.
00:57:19: Highlights für den September schon mal sagen
00:57:24: also Freundschaftsstück, was zum Tag des Kindes gespielt wird.
00:57:35: Bärenstarke Freund... Freundschaft heißt es?
00:57:38: Bärenstarke Freunde.
00:57:40: und Anfang Oktober haben wir ein neues Stück das heißt Fliegen lernen.
00:57:47: Und das ist ein bisschen anders
00:57:51: als
00:57:51: meine normalen Stücke die man so sieht und ist auch sehr lustig.
00:57:58: Es ist nach einem Kinderbuch von Sebastian Meschemosa.
00:58:07: Und dann starten wir irgendwann durch in die Weihnachts-Saison mit vielen Winterstücken und einem neuen Weihnachtsstück, Weihnachtsspruch bei Opa Zimtsternchen.
00:58:22: Sehr süß!
00:58:24: Notiert euch das schon mal denn... Das lohnt sich auf jeden Fall, wie gesagt.
00:58:28: Ich berichte da aus eigener Erfahrung.
00:58:32: So, Dagmar!
00:58:33: Jetzt haben wir hier fast die Stunde schon voll gemacht.
00:58:35: Hast du noch etwas was dir auf dem Herzen liegt?
00:58:39: Was wir noch nicht angesprochen haben...
00:58:43: Ja ich habe so viel geredet.
00:58:45: Ehrlich gesagt
00:58:46: dafür bist du ja
00:58:47: immer im Moment nicht.
00:58:49: Alles
00:58:50: gut sehr gut.
00:58:51: dann haben wir jetzt zum Schluss immer noch einen kleinen.
00:58:55: Wir wollen ein paar kleine Geheimtipps vermitteln.
00:58:57: Manchmal sind sie geheim, manchmal nicht so.
00:58:59: Deswegen die Frage... Was machst du eigentlich gerne im Bielefeld?
00:59:02: Wenn du grad nicht hinter der Bühne stehst und mit deinen Puppen am Werken bist, wo bist du gerne unterwegs?
00:59:09: Was macht ihr vielleicht auch als Familie gerne oder habt ihr gerne gemacht?
00:59:14: Als Oberstes steht immer noch und war aber auch so.
00:59:19: Tierpark-Olderdissen, Tiere beobachten ist ... wirklich immer wieder sehr spannend.
00:59:24: Da
00:59:24: wächst man nicht raus!
00:59:25: Nein, man muss sich inzwischen Zeiten aussuchen wo nicht die vielen Familien da sind.
00:59:31: Das stimmt.
00:59:33: Es ist ja unglaublich was das für ein Magnet ist.
00:59:36: ich finde es ganz toll weil sie viele schöne kleine Ecken inzwischen auch haben wo man sich aufhalten kann, wo man spielen kann
00:59:42: usw.,
00:59:43: wo man lernt tafeln durchschauen oder wie auch immer oder Geräusche hören und wirklich toll.
00:59:52: Ich finde ganz persönlich immer ganz witzig auch wieder Tiere, Biohof Bobart dort laufen die Schweine frei auf
01:00:02: der Wiese
01:00:03: unterschiedlichen Alters.
01:00:05: ich find das
01:00:06: so herrlich
01:00:08: wie sich Schweiner bewegen und rumlaufen und verhalten.
01:00:12: Robert ist, wo ist der noch mal genau?
01:00:14: In Quelle.
01:00:15: Ja, genau.
01:00:17: Das würde ich auch auf jeden Fall empfehlen.
01:00:21: mit Kindern... Die haben
01:00:22: glaube ich immer einen Fest, ein Herbstfest,
01:00:26: Sommerfest.
01:00:27: Ich weiß es gerade gar nicht aber man kann da nicht nur gucken und einkaufen sondern es gibt ab und zu auch ein bisschen Programm.
01:00:34: also schaut auch da gerne mal auf der Website.
01:00:37: Ja, das stimmt.
01:00:39: Sie haben ein kleines Fest mit Musik und so weiter aber sehr still nicht so laut.
01:00:49: Und unaufgeregt?
01:00:50: Aber toll!
01:00:52: Dann gibt es noch einen Abenteuerspielplatz.
01:00:56: Das ist mir heute Morgen erst eingefallen.
01:01:00: aufgefallen ist, da kann ich leider die Straße nicht sagen.
01:01:05: Es ist ein neuer Abenteuerspielplatz der an einer Strasse legt Richtung Steinhagen und der ist wirklich, wirklich schön mit Parkplätzen davor.
01:01:18: Okay
01:01:18: das werde ich mal recherchieren für die Hörer.
01:01:20: Ich
01:01:20: kann nur
01:01:21: noch gucken
01:01:21: welche Straße.
01:01:22: das ist
01:01:23: aber guter Tipp auf jeden Fall.
01:01:25: Ja cool Spielplätze gehen immer.
01:01:29: Das ist das Wichtigste in meinem Leben, Spielplätze.
01:01:34: Ach sehr gut!
01:01:35: Dann haben wir da auch wieder ein paar Tipps zusammen.
01:01:40: Ich glaube dann haben was... In der Zeit liegen wir auch gut prima.
01:01:47: Ich kann von Herzen nur noch mal sagen probiert es aus bei den Bielefelder Publenspielen geht einfach mal hin schaut vorbei Was ist das Jüngst denn wie im Alltag kann man bei euch?
01:01:57: Ab zweieinhalb?
01:01:59: Ja genau Wer sich Sorgen macht, ob das wirklich funktioniert.
01:02:06: Erstens glaube ich ja es funktioniert und zweitens probiert's einfach aus.
01:02:10: also man ist überrascht wie fasziniert die Kinder von der Geschichte sind braucht sich glaube nicht viele Sorgen machen dass das nicht klappt, dass dort geweint wird oder rumgelaufen wird.
01:02:21: und selbst wenn dann gibt es immer noch Möglichkeiten.
01:02:24: aber probiert es aus.
01:02:25: macht euch keine Sorgen geht einfach mal hin und lasst eure Kinder verzaubern von Dagmar und ihrem Team.
01:02:31: Ja, vielen Dank für die Einladung!
01:02:33: Ich habe mich gefreut.
01:02:35: Ich mich auch schön dass du da warst und ich glaube wir sehen uns wieder... also du siehst mich nicht aber ich seh dich zu Weihnachten bei euch im Theater.
01:02:43: Ich glaub da kommen wir wieder vorbei.
01:02:45: Dagmar viel lieben Dank und bis dahin alles Gute tschau tschaus.
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