NatURsinn Bielefeld – Warum Kinder Natur heute mehr brauchen denn je
Shownotes
Zu Gast in dieser Folge: Sandra Thyke von NatURsinn Bielefeld
In dieser Folge sprechen wir über:
- Warum Kinder Naturerfahrungen für ihre Entwicklung brauchen
- Was Kinder draußen lernen, was drinnen nur schwer vermittelbar ist
- Warum freies Spielen, Entdecken und Ausprobieren so wichtig sind
- Wie sich Kindheit verändert hat und warum viele Kinder heute weniger freie Zeit in der Natur verbringen
- Wie Eltern einen guten Umgang zwischen Vorsicht und Vertrauen in der Natur finden können
- Warum Naturverbundenheit wichtig für den Schutz unserer Umwelt ist
- Wie NatURsinn inklusive Naturerlebnisse schafft, an denen möglichst viele Kinder teilnehmen können
Weiterführende Links:
NatURsinn Bielefeld Aktuelle Angebote, Veranstaltungen und Informationen von NatURsinn: https://www.natursinn-bielefeld.de/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Diese Folge Stadt-Land-Familie wird euch präsentiert von der Volksbank in Ostwestfalen.
00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Familienpodcast aus Bielefeld!
00:00:22: Hier ist wieder Jula aus dem Tippsverlag, ich bin Mama von Vierjährigen Zwillingen und wenn ich an meine Kindheit zurückdenke war ich ständig draußen.
00:00:33: Ich bin Einzelkind, also ich musste mir auch was einfallen lassen.
00:00:36: Aber ich war sehr viel draußen.
00:00:38: Meine Eltern haben mich viel ölen lassen – mein Papa ist Gärtner!
00:00:42: Der hat mir die Welt der Tiere und Pflanzen immer bei Gelegenheit näher gebracht.
00:00:46: Und ich durfte auch viel.
00:00:47: Ich habe mit Kellerasseln gespielt, Molche lebten zum Teil bei uns in der Wohnung.
00:00:51: Ja muss man nicht mögen aber ich als Kind fand es natürlich toll.
00:00:55: Und wenn ich so nachdenke glaube ich heute ist das nicht mehr immer so.
00:00:59: Das Kinder so viele in der Natur rumölen Also viel Kontakt zu der Natur haben.
00:01:04: und da haben wir Glück, denn wir haben in Bielefeld was ganz Tolles.
00:01:09: Nämlich Natursinn!
00:01:11: Und ich habe heute Sandra Diecke von Natursin hier und ich sage hallo Sandra schön dass du da bist
00:01:18: Hallo Jule, schön das ich da sein darf
00:01:20: Sehr gerne.
00:01:20: Ich freue mich sehr.
00:01:22: Magst Du Dich einmal kurz vorstellen?
00:01:24: Ja Sehr gerne.
00:01:25: Ja, meinen Namen hast du schon benannt?
00:01:26: Sandra Thieke?
00:01:30: Ich bin im Verein Natur Synthetik.
00:01:32: Den Verein Natur.
00:01:33: Sinn habe ich mitgegründet vor sage und schreibe zwanzig Jahren hier in Wiedersfeld Genau.
00:01:38: Und ich bin beruflich Natur-Erlebnispädagogin, Sozial und Umweltpädagogin, habe mich weitergebildet in verschiedensten Bereichen noch die Psychomotorik also die Bewegungsschulung sozusagen, Psyche und Körper miteinander ein wenig einzukalten lassen und gleichzeitig bin ich mittlerweile auch Tiergestützepädagoge und TraumapädagogIn.
00:01:59: Und all diese Qualifikationen, die nehme ich mit in den Verein Natur sind, denen ich seit zwanzig Jahren wirklich mit belebe.
00:02:06: Mittlerweile bin ich nur noch Geschäftsführung und bin aber auch noch in der tiergestützten Art und Weise unterwegs.
00:02:13: Das ist halt meine Expertise von all den Jahren und das ist ganz wunderbar wenn ich das mit einfließen lassen
00:02:18: kann.
00:02:20: Wie bist du da hingekommen?
00:02:22: Warum sitzt du heute nicht im Büro Tippsrechnung ab.
00:02:27: Ja, ich bin selber ein Naturkind wie du das eben von dir auch schon beschrieben hast.
00:02:30: meine Welt als Kind war immer draußen also wir hatten die Straßenspielkultur noch mit den Nachbars Kindern.
00:02:36: Wir haben uns getroffen wir sind in den Wald gegangen wir durften frei entscheiden was wir dort tun wir haben Feuer gemacht wir haben auf Fußrosten salami gegrillt und all solche Sachen.
00:02:46: Und das ist etwas was sich glaube ich in meinem Körper so wunderbar niedergelassen hat und so viel Entfaltung und Lebendigkeit irgendwie mit sich gebracht hat, sodass ich natürlich auch mit anderen beruflichen Wegen angefangen habe wie Bürokaufrau und ähnliches.
00:03:01: Ich hab aber ganz schnell gemerkt dass das nicht meine Erfüllung ist und mir nicht wirklich entspricht und deshalb bin ich dann einfach noch meinen Anderen Weg gegangen und habe eben das Studium begonnen und habe mich der Natur wieder zugewandt.
00:03:12: Sehr schön!
00:03:14: Und meiner Natur eben auch genau.
00:03:17: Ihr bei Natur sind.
00:03:18: Magst du einmal erzählen, was ihr für Angebote habt?
00:03:21: Was kann man alles bei euch machen?
00:03:23: Natur sind an sich ist ein selbsttragender gemeinnütziger Verein hier in Bühlefeld.
00:03:27: Wir sind ein sehr kleiner Verein und selbst tragend, wie ich eben gesagt habe.
00:03:30: das heißt wir gehören keinen großen Träger an.
00:03:33: Das ist selbst gewählt worden weil dieser Verein entstanden ist von einer Freundin und mir damals.
00:03:38: Wir haben durch den Wald gegangen und haben gedacht es wäre so wunderbar wenn wir diese Elemente die wir beide auch im Rucksack hatten von unserer Kindheit umsetzen könnten.
00:03:48: Wir sind dann mit Natursinn gestartet, haben den Verein gegründet und schlussendlich... Du hast gefragt was wir jetzt anbieten.
00:03:54: Ja!
00:03:54: Wir bieten Naturpädagogik an, wir bieten Wildnispädagogik an.
00:03:58: Wir bieten tiergestützte Pädagogiken an das heißt wir biten Familien- und Kindern die Möglichkeit den Wald zu erleben mit allen Sinnen.
00:04:07: der Name Natursin ist Programm Das heisst die Ursinne wie Taktivität Gleichgewicht usw.. gefordert und es gibt im Moment verschiedene Angebotsspektren von Waldgruppen für Kinder ab drei Jahren, von Geburtstagen die wir umsetzen.
00:04:21: Von tiergestützten Interventionen, von Ferienangeboten.
00:04:26: Von individuellen Eselterminen sozusagen und eben für die Familien auch angebotet wo die Familie an sich Eltern und Kinder gemeinsam diese Erlebnisse einfach auftanken
00:04:38: können wie wenn man immer von Pädagogik spricht.
00:04:42: also Wie genau stelle ich mir das vor, wenn ich zu euch komme?
00:04:46: Was macht man dann da?
00:04:47: wie läuft da so ein Programmpunkt ab.
00:04:49: Wenn wir zum Beispiel in den Waldgruppen sind ist es natürlich schon so dass die Kinder dort eingeladen sind.
00:04:54: Wir haben im Anfang bei den ganz Kleinen auch die Möglichkeit dass die Eltern das mit begleiten.
00:04:59: Ab wie viel Jahren geht das bei uns?
00:05:00: Ab
00:05:00: drei Jahre.
00:05:02: Genau wir haben bewusst kleine Gruppen in all unseren Angeboten Das heißt maximal zehn bis Obergrenze.
00:05:07: zwölf Kinder sind dabei Bei denen kleinen sind es aber meistens nur acht bis zehn Und die Eltern bringen die Kinder zu dem Ort, wo das ausgetragen wird sozusagen und verabschieden sich.
00:05:19: Und dann sind die Kinder mit zwei Pädagogen oder Pädagoginnen einfach im Wald in feiner Betreuung.
00:05:24: Dann gibt es einen Materialstandard, den wir mitnehmen.
00:05:27: Das ist zum Beispiel ein Seil.
00:05:28: Das sind Schippen, das sind Matschüsseln ... Das ist ein Tarp also ein Regenschutz wenn das Wetter dementsprechend nicht so passend steht.
00:05:36: Die Kinder haben eine Ausrüstung mit Hormorcksack auf dem Rücken, wo ein bisschen was zu Essen drin ist.
00:05:40: Essen is immer ganz wichtig!
00:05:41: ein Fixpunkt innerhalb des Ablaufes.
00:05:45: Dann wird in diesem sozialen Gefüge von maximal acht bis zehn Kindern gemeinsam gepicknigt, das ist meistens der erste Punkt.
00:05:51: nach dem Picknick geht es dann weiter und es geht darum dass die Kinder verschiedene Elemente erleben dürfen selbstbestimmt.
00:05:59: Das heißt sie können sich im Wald bewegen in Begleitung der Pädagoginnen und können schauen, was bei ihnen in Resonanz geht.
00:06:07: Also sowohl sich motorisch auszuprobieren, irgendwo hochzuklettern oder Tiere zu beobachten, sich hinzusetzen und einfach nur zu hören, sich gegebenenfalls an der Hängematte auszuruhen und sich mal schaukeln zu lassen und die Baumwippel zu beoberten wie sie schwingen.
00:06:21: also es gibt ganz viele Elemente, die selbstbestimmt erfahrbar sind und gleichzeitig ist es natürlich so, dass die die Gruppe anleiten auch einen Potenzial an Elementen mitbringen was sie den Kindern anbieten mögen.
00:06:34: Das hängt auch ein bisschen vom Altersspektrum ab.
00:06:36: Die Älteren haben natürlich mehr Lust schon irgendwie wirklich in ja in die Umsetzung von zum Beispiel handwerklichen Sachen aufzugehen und mitsägen usw.
00:06:47: Und sofort sind die Bedürfnisse ein bisschen anders geladert und wir versuchen dem Alter entsprechend halt diese Bedürflisse dann zu befrieden.
00:06:55: Das alles im Wald mit ganz wenig Material?
00:06:57: Ja, ich habe auch gerade gedacht.
00:06:58: Also es ist nicht das der große Programmpunkt wo ganz viel vorbereitet wird.
00:07:02: und also nicht dass ihr nichts vorbereiten müsst, das will ich nicht sagen.
00:07:05: aber Es wird nicht massenweise Material angekart oder irgendwie riesige Programmpunkte vorbereitet.
00:07:13: Genau, es gibt kein... festes Programm für jeden Tag.
00:07:19: Das gibt es nicht, weil wir so arbeiten draußen.
00:07:22: Da müssen wir erst mal schauen wie sind die Witterungsbedingungen?
00:07:24: Wie sind die Kinder überhaupt zufrieden?
00:07:26: Wie werden sie gebracht?
00:07:27: aus was für ein Setting kommen Sie?
00:07:28: da ist oftmals auch erstmal die Möglichkeit sich zu entfalten in Bewegung also erstmal etwas rauszulassen.
00:07:34: auch bei Bewegung ist für Kinder von drei bis sechs Jahren vom Grund das Lernfeld.
00:07:42: Die Kinder lernen über ihren Körper und der Körper Modus, denen sie haben um wirklich auch anzukommen in sich selber und auch im Ort wo sie dann mit uns sind.
00:07:53: Das heißt quasi bei den kleinen Kindern guckt ihr erstmal welchen emotionalen Zustand kommen die an?
00:07:57: Sind die überdreht
00:07:58: oder
00:07:59: wollen die direkt loslegen?
00:08:03: Wie geht man den Tag eigentlich an?
00:08:04: Ja, ich glaube wir haben alle irgendwie eine Wahrnehmung davon in der Kindergruppe.
00:08:07: als Pädagogin sowieso denke ich wahrzunehmen was ist da gerade los.
00:08:11: Da gibt es manchmal natürlich auch Konflikte.
00:08:13: auch das ist ein Inhalt was wir mit berücksichtigen, dass die konfliktfähig werden, dass sie miteinander in Klarheit kommen und wenn man sich nicht gerade so mag.
00:08:21: dann kann man ein Stück voneinander weggehen und dann probiert man's aufs Neue.
00:08:24: Es ist schon so, dass es nicht nur um diese emotionalen Zustände geht sondern wir haben auch die Intention den Kindern einfach die Bewegungen hat zu bringen, dieses Körperempfinden und Bewusstsein.
00:08:34: Das hört sich bei den kleinen bisschen übertrieben an ist aber die Basis für alle weiteren Entwicklungsprozesse.
00:08:40: das ist so wenn die Kinder sich nicht bewegen.
00:08:42: der Körper ist der Bewegungsmodus ja und darüber erleben wir uns und unsere Fähigkeiten um Möglichkeiten wenn wir noch weiter denken.
00:08:52: unsere Persönlichkeitsentwicklung unser Selbstbewusstsein unserer Gesundheit all das ist Dafür in frühen Jahren die Erlebnisse, die sich in unserem Nervensystem abspeichern.
00:09:05: Das hört sich sehr interessant an.
00:09:08: Wenn du jetzt überlegst... Du machst das hier schon seit zwanzig Jahren?
00:09:13: Wie hast du die Entwicklung in den letzten zwanzigeren Jahren wahrgenommen und was hat sich vielleicht verändert?
00:09:17: Was ist gleich geblieben?
00:09:18: Was is besser oder was is vielleicht schlechter?
00:09:21: Hört sich immer so an!
00:09:22: Aber mit der Arbeit mit den Kindern unter Natur wie empfindest du das?
00:09:29: Ja, ich finde das sind so verschiedene Felder.
00:09:30: Es sind immer die Kinder, es ist immer die Eltern.
00:09:33: Das ist auch mal die Umwelt und die Bedingungen in denen wir arbeiten.
00:09:36: Und da mag ich zu einem gerne was sagen.
00:09:39: In erster Linie möchte ich mal anfangen bei den Bedingungen, die sich wirklich geändert haben.
00:09:43: Die Bedingunge damit meine ich die Wälder, die Möglichkeiten erstmal dass wir in Natur- und Wald mit einer Gruppe von Kindern sein dürfen.
00:09:52: Ist ein wahnsinnig bürokratischer Aufwand!
00:09:54: Wirklich?
00:09:55: Oh je mini okay
00:09:56: Dennis braucht eine Erlaubnis.
00:09:58: Es geht immer schlussendlich um die Versicherung.
00:10:01: Wer bezahlt, wenn irgendwas dort passiert?
00:10:03: Deutschland halt ja!
00:10:06: Eine große Bürokratie und das hat sich sehr komprimiert.
00:10:10: also es gab sonst viel mehr Möglichkeiten.
00:10:14: Wir haben aber noch ein paar Felder.
00:10:15: wir haben auch einen Ort jetzt in Senne wo die Esel sind.
00:10:17: da dürfen wir auf jeden Fall viele so tun.
00:10:19: Also ihr habt quasi nicht ein eigenes Stück Wald sondern ihr geht
00:10:22: Raus in den
00:10:23: öffentlichen Wald und haltet euch da auch.
00:10:25: Im Gelder, die für uns auch zugänglich gebracht sind.
00:10:29: Das ist das eine.
00:10:30: Und die Bedingungen, die noch mit zusammenhängen, sind natürlich die Veränderung... ...die Hitze?
00:10:37: Die Wetterbedingungen verändern sich.
00:10:39: Wir erleben viel mehr starke Stürme.
00:10:46: Regen, Nässe, Wucht von diesen
00:10:50: Witterungsbedingungen.
00:10:52: Genau das ist fast extreme übergegangen und natürlich ist es bei uns so dass wir grundsätzlich bei Wind- und Wetter im Walz sind.
00:11:00: aber wenn die Bedingungen dementsprechend nicht sind wie Versicherungstechnisch das No Go is und dann müssen wir unsere Dinge halt absagen und danach müssen wir uns anders ausrichten.
00:11:10: Das ist einfach eine große Verantwortung die wir da tragen Und gleichzeitig, was jetzt die Menschen betrifft, die an unseren Angeboten teilnehmen.
00:11:18: Das sind ja nun primär erst mal Kinder und bei den Kindern ist schon spürbar dass sowohl die Digitalisierung als auch die mangelnde Bewegungsmöglichkeit selbst bestimmt spürba wird.
00:11:32: also ich erinnere mich Im Anfang war das so, dass Kinder einfach... Da gab es nicht große Probleme bei über einem Baumstammklettern Berghoch-Klettern oder irgendwie wenn es dunkel wird im Wald.
00:11:44: Auch das nehmen wir ja mit in unsere Arbeit.
00:11:46: Die Kinder haben ein bisschen mehr Unsicherheiten entwickelt, finde ich sowohl körperlich als die Motivation hat sich verändert.
00:11:53: Es ist schöner zu Hause zu sein, es ist schöener zu sitzen und irgendwas Zu hause zu brödeln und in Verbindung zu bleiben.
00:11:59: Allein dieser Ablösungsprozess ist ein Riesenpunkt.
00:12:02: Der wird immer schärfer, habe ich das Gefühl.
00:12:04: Die Sicherheit in den Eltern?
00:12:07: Ja.
00:12:07: Die
00:12:07: Sicherheit in den Eltern, dass die Abgabe des Kindes okay ist und auch dem Kind das mitzugeben, dass es Schönes jetzt diese Zeit hier im Wald mit anderen Kindern zu sein, eine Ablösung von Mama, Papa erziehungsberechtigt.
00:12:20: Genau, das hat sich verändert.
00:12:22: Das ist ein unheimlich langer Prozess geworden nicht per se aber vermehrt wahrnehmbar so Und die innere Unsicherheit der Kinder, also sie geschuldet ist finde ich auch ein Stück weit von dem was sie dürfen.
00:12:38: Was ihnen zugesprochen wird.
00:12:39: Die Freiheit diese erleben dürfen sowohl in einer körperlichen Entwicklung als auch in emotionalen Zuständen und da ist
00:12:47: mein Beispiel für
00:12:50: einen Kind das nicht mit will wird von der Mutter oder vom Vater oder einer erwachsenen Person begleitet, das ist alles fein.
00:12:57: Das ist super!
00:12:58: Dann klebt aber diese erwachsene Person an einem Kind.
00:13:02: So...das
00:13:02: Kind streckt die Hand aus und die Hand der Mutter des Erwachsenens da.
00:13:06: Dieses Kind kriegt natürlich eine Sicherheit dazu.
00:13:09: Es ist auch voll okay.
00:13:10: Das braucht es auch als Basis für weitere Schritte zu gehen und gleichzeitig hindert es manchmal Es hindert einfach daran, sich selbst zu erproben.
00:13:22: Es ist wichtig dass im Background Menschen sind die eine Sicherheit geben bei so kleinen Kindern sowieso auch im weiteren Verlauf noch gleichzeitig die die Intentionen die Erwachsene oft haben Die Fürsorge die Sicherheit die Angst die vielleicht selber dahinter steckt Bei uns Erwachsenen die einfach mal sehen zu mögen um dem Kind ein Schritt weiter raus
00:13:43: zu
00:13:43: ermöglichen.
00:13:44: Die Entkoppelung finde ich auf beiden Seiten statt.
00:13:46: Das
00:13:46: ist so, genau und gleichzeitig ist es so dass die Eltern die Vorbilder sind.
00:13:50: Die Eltern sind der Kanal der feinen Wahrnehmung von Kindern wo sie sich darin spiegeln was sie mitnehmen in ihr Leben.
00:13:59: dessen dürfen wir uns bewusst sein als Eltern.
00:14:02: Ja also meine Kids sind ja auch an Akita.
00:14:04: Wenn ich manchmal höre, was die Erzieherin mir wiedergeben, dann denke ich, das müssen andere Kinder sein.
00:14:09: Also wenn ich nicht da bin ... Dann weiß ich nicht.
00:14:14: Meinen Sie wirklich meine Kinder frei?
00:14:16: Oder vertun sie sich?
00:14:18: Aber nein!
00:14:19: Es stimmt schon.
00:14:20: Also Kinder verhalten sich anders ohne Mama und Papa.
00:14:23: Das muss nicht unbedingt schlechter oder besser sein aber anders.
00:14:28: Und genau das merkt man natürlich auch draußen in der Natur wo...
00:14:32: Genau und es ist
00:14:33: ein total wichtiger
00:14:34: Aspekt der kindlichen Entwicklung, dass das möglich ist.
00:14:37: Diese Ablösung die's loslassen, die's gehen lassen und doch wieder zurückkommen und in Sicherheit sein.
00:14:43: Das ist glaube ich was wir alle im Leben auch weitergehend immer wieder erleben werden.
00:14:48: Und es geht nur wenn wir eine Sicherheit in uns
00:14:50: tragen.
00:14:52: Die ist erlebbar über den Körper in erster Linie vor allen Dingen im frühen Jahr.
00:14:57: Wenn ich jetzt so daran denke an an die letzten, okay das darf ich gar nicht sagen so alt.
00:15:03: Kann ich mir fast nicht daran erinnern.
00:15:04: aber was mir persönlich auffällt da hatten wir auch kurz im Vorgespräch schon drüber gesprochen ist dass Eltern ja auch immer ängstlicher werden oder ihnen das sogar ein bisschen eingetrichtert wird sage ich mal durch Social Media und Co.
00:15:18: Also plötzlich wenn man draußen ist also man hat plötzlich.
00:15:22: Angst ist jetzt ein übertriebenes Wort, aber man hat Angst vor Sonne.
00:15:24: Da kriegen die Kinder einen Sonnenbrand.
00:15:26: Bei Navise hat man Angst vor Zecken bei Blumen hat man angst vor Bienen weil sie könnten ja einen allergischen Schock kriegen wenn die gestochen werden.
00:15:32: an manchen Schilfern können Sie sich schneiden und wenn sie Steine werfen dann können sie sich treffen.
00:15:37: also es gehen nur so
00:15:39: dramaturgische
00:15:39: Szenen im Kopf ab wenn die Kinder draußen sind Und ich glaube natürlich dass das bei Menschen die vielleicht eher in der Stadt leben noch ein bisschen extremer ist.
00:15:49: Ist dir das auch aufgefallen?
00:15:50: Dass die Eltern ängstlicher in Kombination mit der Natur werden, dass da mehr Ängste stattfinden?
00:15:58: Ich glaube grundsätzlich ist das Leben lebensgefährlich.
00:16:02: Aber nicht nur in der Natur sondern auch in städtischen Umgebungen und so weiter.
00:16:10: Ja es gibt Unsicherheiten bei den Eltern weil Ich bin fest davon überzeugt in den Eltern diese Unsicherheit oder diese Sicherheit, was Natur betrifft.
00:16:19: Vielleicht nicht erlebbar wurde?
00:16:21: Ja.
00:16:22: Das macht ja das Fundament von dem ich gerade bei den Kindern auch gesprochen habe, was wir gerne mitgeben möchten.
00:16:28: Das heißt wenn die Eltern diese Unsicherheit schon in sich tragen und natürlich nicht eine Sicherheit in sich tragen dass sie es selbst erlebt haben und wissen das passiert einfach nicht.
00:16:38: Und wenn es passiert dann heißt das halt okay da müssen wir vorsichtig sein
00:16:42: Genau
00:16:43: Und gleichzeitig nicht sofort eine Grenze zu setzen und zu sagen, das geht nicht mehr oder das darfst du nicht.
00:16:48: Oder nein um Himmelswillen klettert er da nicht hoch sondern hey probier es aus ich bin da ich helfe dir so lerne mich selbst zu tun.
00:16:55: dass ist auch unser Aspekt den wir immer als wichtig empfinden und die Eltern an sich sind eingeladen Mit ihren Kindern gemeinsam auch, Dinge in der Natur zu erleben damit sich dieses bisschen entschärfen kann.
00:17:09: Wir haben uns so sehr von der Natur differenziert abgekapselt wir kennen sie nicht mehr.
00:17:14: Wir sind wissensbegehrig hier oben in unserem Geist und unser Körper läuft so nebenher und weiß gar nicht.
00:17:20: okay das aber der Körper für mich auf jeden Fall für unsere Arbeit auch immer die Basis ist Für Sicherheit für Verbindung für Selbstbestimmtheit für Persönlichkeit.
00:17:30: Das spielt hier eine Rolle.
00:17:32: Und das ist im Kombi wunderbar, dann?
00:17:34: Weil es darf auch geben... Nein!
00:17:35: Das ist mir zu gefährlich.
00:17:36: Ja, das darf es geben unbedingt.
00:17:38: Natürlich
00:17:39: ist es ja auch lebenserhaltend am Ende.
00:17:40: Absolut
00:17:41: unbedingt.
00:17:42: Also nicht dass es jetzt so rüber kommt als wenn ich der Angst gegenüber Die darf nicht da sein, die darf da sein ohne Frage.
00:17:49: Ich finde es immer nur wichtig zu schauen okay was davon mag ich weitergeben?
00:17:53: Was ist wirklich passend?
00:17:55: und das gibt ja auch finde ich immer einen großen Unterschied zwischen Angst und Respekt.
00:17:58: man kann ja vor gewissen Dingen Respekt haben
00:18:00: unbedingt.
00:18:01: Ich möchte auch nicht von der Biene gestochen werden
00:18:03: aber
00:18:03: trotzdem habe ich ja keine Angst vor dir.
00:18:05: also Ich weiß, ich sollte die vielleicht nicht ärgern.
00:18:10: Und ich könnte mir auch gut vorstellen dass in den Programmen bei euch ja auch unterschwellig ohne dass es vielleicht von euch jetzt explizit gewollt ist aber das wird ja wahrscheinlich total viel Wissen vermittelt weil wenn man weiß welcher Pilz ist gefährlich welche Pflanze ist vielleicht gefährlich was sollte ich anfassen?
00:18:28: Wenn dann eine rote Pflanzer unten auf dem Boden liegt ist das vielleicht ein Wahnsignal für mich nicht in den Mund stecken muss.
00:18:36: Also es muss man ja auch erleben oder beziehungsweise nicht erleben, weil das kann halt schief gehen aber... Es wird ja nur vermittelt und man kann dieses Wissen ja nur sich aneigen wenn man's irgendwo schon mal gesehen hat.
00:18:48: Das hilft ja nicht, wenn man dann eine Doku drüber guckt also machen kind euch auch.
00:18:54: Also unsere Grundlage ist wahrhaftig, wie ich das jetzt schon öfter genannt habe.
00:18:58: Die Körpererfahrung,
00:18:59: d.h.,
00:19:00: die Bewegungen und die Motorik spielt in erster Linie eine Rolle.
00:19:02: Natürlich ist es so dass wir den Kindern auch zeigen was gefährlich ist im Anführungsstück oder giftig ist im Wald.
00:19:09: Da sind wir... Wir tragen die Verantwortung in dieser Zeit wenn die Kinder mit uns... Das muss man eben reusprachen.
00:19:14: Problemen im Wald sind genau!
00:19:16: Und wenn du sprachst von erleben, genau das ist unser Konzept.
00:19:20: Es geht um das zu erleben.
00:19:21: Es geht nicht zu erlebem Wenn ich einen Fliegenpilz Esse oder Anfasse.
00:19:25: Darum geht es nicht, dafür sind natürlich die Erwachsenen verantwortlich das den Kindern zu zeigen.
00:19:31: Ansonsten ist es schon so dass es ein Raum sein soll wo die Kinder neugierig seien dürfen, wo sie sich ihre Abenteuerlust entsprechend sich bewegen können.
00:19:39: und wenn das eine Grenze erreicht da gibt es ganz klare Vorgaben die wir dann natürlich auch mit begleiten und einhalten.
00:19:47: Du sagst jetzt die ganze Zeit mit dem Körper erleben?
00:19:50: Lass uns da gleich kurz... Weiter machen, wir machen einen ganz kurzen Break und es kommt einmal eine Reklame.
00:19:57: Da sind wir wieder.
00:19:59: Sandra ist noch da?
00:20:00: Ich auch!
00:20:01: Es geht weiter... Du sprachst eben davon mit dem Körpererleben.
00:20:07: Magst du das mal konkretisieren wie setzt man das bei euch um?
00:20:12: Also geht es da um anfassen, gehts darum in Blättern zu liegen?
00:20:15: Ich
00:20:17: habe eben schon gesagt dass die Ur-Sinne bei uns quasi angesprochen werden und das ist die Basis für die weiteren Entwicklungsprozesse.
00:20:23: Deswegen ist uns das so wichtig!
00:20:25: Und die Natur bietet für all unsere Sinne, die wir als Menschen in uns tragen vielfältigste Möglichkeiten, die nirgends woanders so zu erleben sind wie im Wald.
00:20:33: Wenn wir da sind dann geht es bei uns drum um ja auf allen Viren krabbeln.
00:20:37: Es geht darum egal ob es matschig ist oder nicht.
00:20:39: Wir bewegen uns sehr bodenname den Kindern.
00:20:42: Wir versuchen, die den Körper in Rotation zu bringen also sich auch zur Rollen zum Beispiel.
00:20:48: Die verschiedensten Elemente irgendwie mitzunehmen.
00:20:51: wenn ein Berg erklommen ist dann kann man sich vielleicht auch runterrollen.
00:20:54: ja wir machen mit dem Laub so wie du eben gesagt hast zu einer bestimmten Jahreszeit einfach.
00:20:58: dann auch das werfen wir hoch und dann gibt es Matten wo die Kinder drin geschaukelt werden.
00:21:03: dann haben wir natürlich auch Kletterkurse und Materialien usw.
00:21:07: Die können die Bäume hoch klettern mit Seil oder ohne mit Feuer auf dem anderen Gelände bei den Eseln.
00:21:14: Es gibt einfach eine große Vielfalt, die wir da anbieten.
00:21:17: in erster Linie sind die Kinder gerade die etwas kleineren sehr empfänglich für Matsch, für Wasser.
00:21:23: Das kann
00:21:24: ich bestätigen an dieser
00:21:25: Stelle!
00:21:26: Da werden Baumgesichter gemacht, da wird mit Leben gematscht, da werden Formen rausgemacht und Bilder gemalt.
00:21:31: Da werden die Hände angemalt.
00:21:33: Die Taktilität der Sinn wird gefördert dadurch dass die Matsche auf den Händen ist.
00:21:37: Da sind Kinder oftmals sehr abwährend im Anfang.
00:21:41: Es ist aber so wichtig, schlussendlich den Link zur Schule wenn eine Hand nicht erlebt.
00:21:46: Dass es unterschiedliche Fähigkeiten hat und unterschiedlichen Materialen fühlen kann.
00:21:50: Das kommt zu außer Psychomotorik oder Ergotherapie usw.
00:21:55: Dann kann das den Stift schlossendlich auch nicht halten.
00:21:57: Und die Verbindung zum Körper Wenn der in Ruhe ist und sich erlebt hat dann geht das viel besser.
00:22:02: Die Konzentration des Stillsitzens was ja hinterher auch irgendwann erforderlich ist.
00:22:07: Wie sieht das bei älteren Kindern aus?
00:22:10: Also meine Kinder sind ja vier.
00:22:12: Aber ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht so ein Vierzehnjähriger nicht mehr so viel Freude daran hat sich den Berg runterzukohlen.
00:22:20: und wenn dann vielleicht nur einmal?
00:22:21: Na klar!
00:22:22: Die Bedürfnisse sind andere.
00:22:24: die Älter, die Kinder werden und wir auch werden das ist klar und wir versuchen dementsprechend einfach die Angebote auch zu modulieren.
00:22:30: für die älteren haben wir in erster Linie diese Kletterkurse von denen ich gesprochen habe.
00:22:33: also da geht es mit Helm und Gurt ab dem Felsen hoch und es gibt verschiedene Seile aufbauten wo sie dann ihre Möglichkeiten erproben können.
00:22:42: Es bleibt immer dabei, es findet draußen statt und es bleibt immer dabei dass das uns eine Körperwahrnehmung geht sich selbst spüren lernen.
00:22:51: Du hast im Vorgespräch auch gesagt was für dich glaube ich ein sehr wichtiger Punkt ist.
00:22:58: Ich weiß nicht ob ich's komplett richtig wiedergegen kann in jedem Kind schlummert was ganz eigenes oder Und das kann man am besten draußen entdecken.
00:23:05: Magst du es noch mal ausführen, weil wie du das gemeint hast?
00:23:08: Ja, es deckt sich ein bisschen mit dem was ich eben gesagt habe.
00:23:10: Diese Vielfalt die wir in der Natur haben bietet einen gegenüber für alle Unterschiedlichkeiten und Diversitäten, die wir uns
00:23:18: tragen.
00:23:19: Und jedes Kind hat die Möglichkeit das zu finden im Wald wo's in Resonanz geht bei dem Kind.
00:23:24: Sprich dass eine Kind sitzt und beobachtet stundenlang Käfer Und hat total Lust, mit Schnecken was zu machen.
00:23:30: Eine Lust irgendwie für die Schnecken zum Beispiel eine Schneckenbahn zu bauen oder so solche Sachen.
00:23:34: Grundsätzlich ist das natürlich so dass wir diese Tiere da lassen wo sie sind.
00:23:38: Wir reißen nichts Lebendiges ab und wir sind sehr achtsam mit allem Leben.
00:23:41: Ist etwas uns da begegnet Das mag ich noch kurz einwerfen.
00:23:44: Sehr wichtig.
00:23:45: Genau jetzt war gerade die Frage
00:23:49: mit der Selbstfindung, Selbstentdeckung von Kindern.
00:23:52: Genau
00:23:53: und dadurch dass die Kinder da auch ein freierum haben sich selbst zu erleben können sie entscheiden was.
00:23:59: was mache ich denn gerne?
00:24:00: also zu lernen.
00:24:01: okay ich möchte gern klettern ich probiere es aus.
00:24:03: wenn's scheitert dann ist es vielleicht irgendwann spürbar.
00:24:06: nee is nicht meins Ich bin lieber hier und mach irgendwie am Boden was oder male mit Erdfarbe oder Schnitzel oder oder.
00:24:14: Also ich meine Es gibt Eine Vielfalt von Möglichkeiten für die Kinder und jeder und jede ist eingeladen zu schauen, wo es deine Neugier.
00:24:24: Was macht dir Spaß?
00:24:26: Wo findest du Erfüllung?
00:24:27: Wo wird was weit in dir oder wo wird etwas eng in
00:24:29: dir?".
00:24:30: Und das ist einfach in der Natur ein riesengroßes Potenzial.
00:24:34: Das stimmt!
00:24:36: Man kann ja auch nur wissen, was einem gefällt, wenn man's ausprobiert... Also
00:24:39: so ist es genau richtig.
00:24:40: Es geht ums Erleben.
00:24:42: Ja, es geht um Erlebnisse.
00:24:45: Wer sie es formuliert hat, aber das heißt Spielzeug zerbricht Erlebnisse bleiben und erleben zu speichern sich ab dem
00:24:52: Körper
00:24:53: im Nervensystem.
00:24:54: Und Spielzeug ist erst mal fremd also ist weg vom Körper.
00:25:00: Natürlich ist das schön damit dann auch zu spielen und wir haben auch verschiedene Materialien die wir mitnehmen.
00:25:05: natürlich ja.
00:25:06: gleichzeitig die Kreativität im Wald wird so angeregt wie nirgends woanders.
00:25:12: Aus einem Stock wird irgendwie eine Bohrmaschine, aus nem Blatt wird irgendwie ne Matratze für nen Zwerg oder oder also das ist das Schöne dass die Kreativität auch so extrem angesprochen wird für die Kinder
00:25:25: und ich glaube jeder der kleine Kind hat weiß auch das Stöcker und Steine und Blätter Also ja, zum Teil viel interessanter sind als alles andere.
00:25:35: In meinen Kindergärtentaschen zu Hause finde ich immer nur Stöcker und Stein.
00:25:38: Ich kann damit bald das ganze Haus auskleiden!
00:25:41: Und da ist es so schön wenn die Kinder diese Freiheit haben.
00:25:43: das mitbringt.
00:25:44: oder was sind die Schätze der Natur?
00:25:46: Das hat etwas mit Urverbindung auch zu tun.
00:25:48: Sie behandeln das ja auch wie ein Schatz.
00:25:49: also wehe Kleine Stein ist dann zu Hause nicht mehr da, der für mich als Erwachsener manchmal ein bisschen aussieht wie jeder andere Stein.
00:25:56: Dann versuche ich es mit einem anderen Stein aber der isst das denn nicht?
00:25:58: Also es sind ihre Schätze und die müssen auch mit nach Haus, es geht nicht anders.
00:26:02: Ja,
00:26:03: das ist wunderbar dass das möglich ist bei dir und hoffentlich auch bei vielen anderen Eltern weil genau das ist das zu sehen.
00:26:09: okay das muss nicht ich schön finden sondern es geht darum dass mein Kind das so ins Herz geschlossen hat.
00:26:16: Was meinst du denn?
00:26:17: was können Kinder Nur draußen lernen, was sie drin vielleicht nicht lernen können.
00:26:24: Ein bisschen politische Frage.
00:26:24: Nur finde
00:26:25: ich übertrieben.
00:26:26: eine herzliche Einladung.
00:26:27: draußen ist, wie ich es eben schon gesagt habe, eine Vielfalt die unsere all unsere Sinne so anspricht wie nirgends woanders und die Kinder können sich kennenlernen.
00:26:37: Kinder können sie kennen lernen.
00:26:38: wer bin ich?
00:26:39: Was kann ich?
00:26:40: was macht mir Freude?
00:26:42: Wie ist das wenn ich allein Bin?
00:26:44: wie ist das Wenn Ich in Verbindung Bin?
00:26:45: was brauche ich damit Es Mir gut Geht Damit Ich Und Ich mag Jetzt noch Mal Sagen Weitwerde Damit Ich mich Wohl Fühle Damit Ich In Entspannung Kerate damit ich im Balance bin.
00:26:55: Ins Gleichgewicht komme, innerlich!
00:26:57: Das ist jetzt kognitiv benannt von mir aber es ist spürbar für uns Menschen auch in jungen Jahren schon.
00:27:02: Ja also wie oft hat man das?
00:27:03: Also dafür muss man vielleicht gar keine Pädagogen sein.
00:27:07: und bei wie viele Eltern sagen wenn bei uns gar nichts mehr geht da müssen wir raus gehen.
00:27:10: Ja eben genau.
00:27:11: Das gibt's
00:27:11: ja ganz oft oder?
00:27:12: ich meine Kinder sind eigentlich nur glücklich wenn sie draußen sind.
00:27:15: Wir haben drin so viel Spielzeug Aber am Ende wollen Sie immer nur raus.
00:27:18: und das zeige ich ja schon wie sehr Kinder eigentlich die Natur lieben und brauchen.
00:27:23: Und was ganz Schöneres geben ist, wenn ein Kind so erfüllt und glücklich wiederkommt?
00:27:27: Das ist bei uns auch auf der Fall.
00:27:28: Wenn die die Matschrutsche runtergerutscht sind und kommen wieder da kommen.
00:27:31: elternteilweise kamen mal mit gelben Säcken um die Kinder einzupacken weil sie so dreckig waren dass sie nicht ins Auto steigen sollten.
00:27:38: Aber drei Kinder
00:27:39: sind glückliche
00:27:39: Kinder Unbedingt!
00:27:41: Das ist so.
00:27:42: das sind die Bedürfnisse in den Kindern.
00:27:44: Als Erwachsener muss man da immer manchmal tief ein- und ausatmen
00:27:47: Auch
00:27:47: wenn ich meine zwei aus dem Kinderjahr hatten Apollo und die sehen als hätten sie irgendwie ein Matspart genommen, obwohl sie eigentlich nur im Sand gespielt haben.
00:27:54: Ich denke immer naja gut!
00:27:56: Sie hatten einen guten Tag das Auto Muss jetzt zwar gleich eine Grundreinigung, aber den Kindern geht's gut.
00:28:02: Die hat
00:28:03: Spaß heute.
00:28:03: Das Bewusstsein ist einfach total wichtig für die Eltern das einfach zu wissen was da passiert wirklich im System der Kinder und was das für ne Basis mit sich bringt.
00:28:13: Und wir Eltern sind auch aufgerufen ein wenig mehr wieder davon in Lebendigkeit zu bringen.
00:28:16: ganz ehrlich es macht nämlich eine große Zufriedenheit und einen Gleichgewicht genauso in uns wie in den Kindern selber.
00:28:24: Ja das glaube ich also so nen Waldspaziergang
00:28:27: Genau, wenn wir uns entspannen und erruhen wollen.
00:28:33: Was ich mir noch vorstellen könnte was ein großer Unterschied zwischen draußen und drinnen ist das
00:28:38: drinnen
00:28:40: viele Angebote für Kinder oder auch für kleine Kinder vor groß eigentlich auch dass es drin ja immer Vorgaben gibt.
00:28:46: also wenn ich zum Kindertouren gehe dann will ich das mein Kind tun.
00:28:49: wenn nicht zur Musikschule gehen will ich dass mein Kind Musik macht.
00:28:52: wenn ich zum kreativen Bastelabend gehe, dann will ich das basteln.
00:28:56: Also es gibt ja quasi immer eine Vorgabe irgendwie auch so ein höheres Ziel, dass musizieren oder... Ich glaube zumindest bei einem meiner Kleinen merke ich, dass der ganz schnell merkt wann etwas von ihm erwartet wird also, dass er dieses Druckgefühl ganz oft hat und auch ganz schnell.
00:29:15: Das fängt an wenn die im Kindergarten mehrere Stationen abarbeiten sollen was eigentlich Spaß macht aber für ihn ist das schon so.
00:29:23: Ich merke, die wollen was von mir und da könnte ich vielleicht etwas falsch machen.
00:29:26: Da mache ich nicht mit.
00:29:28: Und ich glaube dass das ja draußen je nachdem natürlich was man macht.
00:29:32: aber da hat man eben diese Freiheit.
00:29:34: oder sehe ich das falsch?
00:29:36: Genau richtig.
00:29:38: Da stimme ich dir absolut zu, es ist eine große Freiheit draußen für sich selbst zu schauen.
00:29:41: was interessiert mich?
00:29:43: Was möchte ich gerne machen?
00:29:44: Es gibt keinen Druck!
00:29:46: Wir trommeln die Kinder nicht zusammen und sagen so jetzt machen wir dies und da machen wir das und dann gehen wir dahin und dann klettern wir alle da hoch.
00:29:52: darum geht's nicht.
00:29:53: deswegen arbeiten wir zu zweit deswegen arbeiten in kleinen Gruppen und deswegen lassen wie die Türen in Anführungsstrichen den Raum offen dass die Kinder sich erproben können und oftmals finden sich kleine Gruppen die dann die gleichen Interessen haben Verbindungen und auch Beziehungen, die total wichtig sind.
00:30:09: Auch fürs Leben!
00:30:10: Auch für die Potenziale dass sie in Entfaltung kommen.
00:30:12: das geht manchmal leichter im Kleingruppe oder in Verbindung als dass es alleine geht.
00:30:17: Genau ein Druck den gibt es bei uns eigentlich nicht.
00:30:21: nein Es gibt keinen Leistungsanspruch sowohl beim Klettern.
00:30:24: auch nicht ist alles auf pädagogischer Art und Weise Das heißt es geht um die um die entfaltungsmöglichkeiten und Wünsche der Kinder.
00:30:33: sehr schön ich sehe schon Also einer meiner Jungs würde da, der wird sich bei euch glaube ich sehr wohlfühlen.
00:30:40: Und vielleicht an dieser Stelle auch nochmal so ein bisschen den Appell an die Eltern... Man muss nicht immer so viel machen!
00:30:45: Man muss das große Programm auffahren und irgendwie wer weiß was vorbereiten.
00:30:49: Erstens stresst einen das ja auch selber total wenn man zwischen Arbeit Kindergarten und Essen kochen auch noch denkt man müsste jetzt eine ganz große Bastelaktion vorbereiten manchmal einfach machen lassen.
00:31:02: Und auch wenn es einem nicht als Erwachsener nicht gefällt, was die Kinder da machen?
00:31:05: Wenn die anfangen ... Ich sag mal so ein ganz blödes Beispiel, wir haben Sandkasten zu Hause und natürlich hab ich immer ein bisschen das Peh in den Augen.
00:31:14: Wenn der plötzlich rasend reinkommt dann kommt da Erde rein!
00:31:17: Dann kommen da Stücke rein, dann kommt als nächstes die Kreide da rein und irgendwann guck in diesen Sandkast und denk mal wo ist eigentlich der schöne Sand, den
00:31:22: ich gekauft
00:31:23: habe?!
00:31:26: Ja, das ist wunderbar.
00:31:28: Aber
00:31:29: sie finden es halt toll.
00:31:30: und dann gilt wieder das Motto einatmen, ausatmen!
00:31:34: Du musst da ja nicht drin
00:31:35: spielen, Jules.
00:31:37: Und dass du da so eine Weite hast mit deinen Kindern wirklich?
00:31:41: Weil es lohnt sich.
00:31:43: Also
00:31:43: da vielleicht der Appell an die Eltern manchmal sind Sie glücklich wenn man sie einfach machen lässt und wenn dabei nichts Schlimmes kaputt geht und die Kinder sich nicht wehtun oder irgendwie... muss man einfach manchmal die Augen zu machen und Augen zu tun durch.
00:31:57: Die Eltern, die Kinder haben ja Spaß!
00:31:59: Genau richtig.
00:32:00: also was ich auch noch sagen mag ist auch wenn Kinder sich langweilen das gibt es ja auch manchmal das sind kostbares gut wirklich lange weile.
00:32:08: daraus entsteht unheimlich viel kreativität und irgendwann öffnet sich eine tür und dann geht's irgendwo hin.
00:32:16: Es gibt Eltern oder Erwachsene, die dann immer meinen sie müssen sofort was reingeben.
00:32:20: Oder da musst du irgendwas passieren oder siehst doch zu und macht doch dies oder das.
00:32:23: Nein!
00:32:24: Aushalten lernen wirklich von dieser Situation weil es ist ein kostbares Wachstum was da passieren kann.
00:32:31: Ich habe auch letztens mit einer Freundin gesprochen und die sagte mir, was wünscht man sich eigentlich so als Mutter?
00:32:37: Was würde ich eigentlich gerne mal wieder machen oder das wird gern mal wieder haben.
00:32:40: Und dann hat sie zu mir gesagt und hab mich viel darüber nachgedacht.
00:32:43: Mir wäre einfach gerne immer wieder langweilig.
00:32:45: So echte Langeweile, sodass man ... Weil das hat man ja irgendwie als Erwachsener kaum noch.
00:32:50: Man ist einmal langweilt.
00:32:51: Man hat immer irgendwas auf seiner To-do-Liste, immer irgendwas im Hinterkopf selbst wenn man alle... offensichtlichen Sachen abgearbeitet hat, irgendwas schwirrt in meinem Hinterkopf und man könnte ja jetzt noch das und das machen.
00:33:02: Und da hab ich gedacht, das stimmt eigentlich ist wirklich schön wenn man mal wieder so echte Langeweile hört.
00:33:08: Hört sich doof an aber es ist eigentlich kostbar!
00:33:11: Ich meine, die Taktung unseres Lebens hat sich auch komplett verändert.
00:33:14: Es ist alles viel, viel schneller!
00:33:16: Alles muss irgendwie ticktick-tick erledigt sein und dann kommt dies und dann Kommt das?
00:33:20: Und da müssen die Kinder noch dahin und dann ist da noch was im Kindergarten oder in der Schule... Das ist schon spürbar bei den Eltern, dass es ein sehr großes Gehetze ist und manchmal auch die Frage da ist okay macht das jetzt noch Sinn?
00:33:31: daher jetzt auch noch hinzufahren also in den Wald zu all den Freizeitpädagogischen und sonstigen Angeboten, die die Kinder gerne wahrnehmen möchten.
00:33:40: Ich glaube, dass es auch für die Eltern wichtig ist auf sich zu achten und da einfach zu schauen.
00:33:44: Hey ja genau das was du gerade sagtest.
00:33:46: Auch für mich ist wichtig, dass ich eine Auszeit habe Und da habe ich jetzt einen kleinen Link auch zur Natur sind, weil wir sind jetzt gerade dabei für Erwachsene was anzubieten.
00:33:54: Einfach wo es ein bisschen um Regulation und Durchatmen, um Ankommen im Wald geht.
00:33:59: Sowohl mit den Eseln die Tiergestütze Arbeit ist für Erwachsenen auch ein wunderbarer Spiegel und auch ein Ort der Ruhe und der Gelassenheit und der Entspannung auf jeden Fall.
00:34:08: Wer Tiere mag das ist natürlich eine Grundvoraussetzung dafür ein bisschen.
00:34:12: ansonsten ist das einfach einer herzliche Einladung sich die Zeit mal zu geben.
00:34:17: Ich meine es wird heute alles institutionalisiert, natürlich gibt's auch Waldbaden mittlerweile für Erwachsene und das ist alles fein weil genau da ist der Ort wo das stattfinden kann und das dürfen wir mitnehmen in die Verbindung zur unserer nachfolgenden Generation aber auch für uns als Basis für ausgeglichenheit gleichgewicht und
00:34:39: ja Freude,
00:34:41: Lebendigkeit leben.
00:34:43: Das ist manchmal so ein bisschen verschüttet schon
00:34:45: Und das gibt es dann quasi demnächst auch für Erwachsene oder in Kombination mit Kindern.
00:34:49: In Kombination
00:34:50: haben wir es auf jeden Fall, es gibt Elternkind, Kletterkurs da ist jetzt auch im September noch eine, da gibt's noch Plätze und genau verschiedene andere Eltern Kind-Angebote Auch die ganz Kleinen mit ihren Eltern sind eingeladen Da hat man Tiergeschützungsangebot mal.
00:35:03: Es macht Sinn sich auf der Webseite mal umzuschauen.
00:35:06: Ich verlinke euch die
00:35:06: natürlich.
00:35:08: Ja Gibt sie diversen Angebote?
00:35:09: Danke
00:35:11: Ihr habt Esel?
00:35:13: Habe ich jetzt schon rausgehört, noch andere Tiere?
00:35:15: Nein.
00:35:16: Alle Tiere im Wald haben wir nicht aber die sind da auch und diese Vielfalt wollen wir gerne erhalten.
00:35:21: Das sind das
00:35:21: einige.
00:35:22: Wenn ich das kurz auf
00:35:23: den Appiule bin ist der nachhaltige Keinsaspekt für unsere Arbeit ist auch sehr wichtig.
00:35:27: Die Kinder erleben quasi die Lebendigkeit im Wald von all dem was dort lebt und lernen eine Achtung vorm Leben.
00:35:34: ja also Wir hatten im Vorgespräch auch drüber gesprochen, es geht darum zu schützen das was ich liebe und was ich erlebe.
00:35:42: Und wenn ein Ort wo ich mich entfalten kann und wo ich zur Ruhe komme und sehr zufrieden und lebendig bin dann spreichert sich das ab dass das auch schützenswert ist.
00:35:50: also das werden wahrscheinlich keine nach Kinder sein die in Müll im Wald liegen lassen oder ähnliches.
00:35:56: ja so einfach mal um die Nachhaltigkeit da auch noch mit reinzubringen wenn es erlebbar wird
00:36:00: Was man liebt möchte man schützen.
00:36:01: So ist es genau
00:36:02: Kann man sich her glaube ich bisschen so vorstellen, wie wenn man Lieblingsspielzeug hat und das muss immer oder ein Lieblingskuscheltier.
00:36:08: Das muss überall dabei sein und es darf auf gar keinen Fall kaputt gehen.
00:36:11: und wenn das weg ist dann ist aber holler die Waldfee und auch wenn die Natur natürlich ein bisschen größer greifbar ist als den Kuscheltieren, aber es ist im Grunde genommen ja dasselbe.
00:36:21: Man will ja nicht, wo man sich so gerne auffällt und wo man so viel erlebt hat und so viele Abenteuer erlebt hat, dass das zerstört wird oder kaputt geht.
00:36:29: Ich erinnere mich an Gruppen, die ich geleitet habe auch am Anfang.
00:36:32: Da waren Kinder teilweise dabei wenn andere Erwachsene im Wald waren, die irgendwo Müll hingeschmissen haben oder irgendwie ein Blatt abgerissen haben und einen Ast abgerissen haben.
00:36:41: Nach und nach haben die Kinder dann schon die Verantwortung dafür übernommen und gesagt Moment mal das geht aber nicht hören sie auf damit!
00:36:47: Das passt nicht, das dürfen Sie nicht.
00:36:49: Das tut dem Baum doch weh ja?
00:36:51: Ja das sind so die Effekte auch an die ich noch erinnern kann.
00:36:55: Was ist denn wenn ich jetzt Kinder zu Hause hätte die doch eher stubenhocker sind und die irgendwie kein nicht so diesen Drang haben, ständig nach draußen zu wollen.
00:37:05: Und von dem man vielleicht das muss man sich dann ja auch manchmal eingestehen ich glaube bei vielen Kindern es ist nicht schön aber oft kommt ja man Kinder treten auf Armeißen oder wollen irgendwie eine Fliege zerklatschen oder brechen irgendwie stärker von Bäumen ab.
00:37:21: Das lässt sich gar nicht komplett verhindern.
00:37:24: Aber man braucht selbst wenn so ein Kind hat, was ja auch in einer Entwicklungsphase ist.
00:37:28: Ich glaube das hat jedes Kind da braucht man sich nicht für Schämen
00:37:30: die trotzdem
00:37:31: zu euch kommen richtig?
00:37:33: Ja natürlich!
00:37:34: Da gibt es keine Verrosselzung wer zu uns kommen darf oder nicht.
00:37:38: wir begrüßen alle Kinder.
00:37:39: das heißt bei uns geht's nicht darum ob Kinder teilnehmen können sondern wie wir es möglich machen können.
00:37:43: Wir arbeiten ja auch inklusiv
00:37:45: soweit
00:37:45: dass möglich ist.
00:37:46: also wir können leider keine Kinder alleine laufen können oder im Rollstuhl sitzen, die können wir nicht im Wald begrüßen.
00:37:52: Die kann man bei den Eseln begrüßt.
00:37:55: Das geht gleichzeitig im Wald ist es anders.
00:37:57: aber alle Neurodivergenten Menschen Kinder das ist alles herzlich
00:38:02: willkommen.
00:38:03: Jeder darf bei euch in der Natur und ich habe auch raus gehört einfach wenn man ein Kind mit einer Einschränkung hat einfach bei euch anrufen und dann wird alles möglich gemacht.
00:38:13: was geht?
00:38:14: Das versuchen wir gemeinsam mit den Eltern
00:38:16: sehr gut.
00:38:18: Und hast du noch was, was dir am Herzen liegt?
00:38:22: Du hattest gerade etwas gesagt.
00:38:24: Da ist mir bewusst geworden, dass es einfach auch immer wieder darum geht.
00:38:27: Du sagst das wenn es Kinder gibt die so zu Hause sind, die keine Lust haben, die Stuben hocken oder sowas genau.
00:38:35: Ich glaube, dass Es unheimlich wichtig ist, dass wir als Eltern uns unserer Vorbildfunktion bewusst sind und wenn in uns die Lebendigkeit Er blüht.
00:38:47: Die zu nehmen und die Kinder mit einzuladen, um zu sagen... Also das Kind einzuladen in Neugier zu kommen gemeinsam mit den Eltern.
00:38:55: Gemeinsam mit uns Erwachsenen.
00:38:56: Einfach einzuladen mal, hey komm ich hab heute... Ich möchte gern das und das machen, hast du los mitzukommen?
00:39:02: Wir gucken uns das mal an.
00:39:04: Dadurch entsteht Verbindung dadurch entsteht gemeinsames Erleben und dadurch entstehen auch vielleicht eine Neugie auf das.
00:39:11: Ja einfach machen!
00:39:13: Und wir Eltern auch.
00:39:14: ganz ehrlich Ja, ich glaube oft ist die Hemmschwelle zu Hause so groß und dass man sich denkt auch der Tag war eh schon so anstrengend.
00:39:21: Und gehe ich jetzt noch raus?
00:39:23: Gehe ich jetzt zwar jetzt noch irgendwo hin um... Man hat da, ich kann da auch von mir selbst sprechen, oft so eine kleine Angst, dass man sieht, oh Gott hoffentlich wird der Tag nicht noch kautischer oder noch anstregender und irgendwie sowas.
00:39:37: Und am Ende wenn man es aber macht sei es auf dem Spielplatz gefahren oder in Wald.
00:39:42: Oder was weiß ich, ist das eigentlich fast egal wohin?
00:39:45: Am Ende denkt man immer ach war doch eine schöne Zeit.
00:39:48: also ganz selten dass ich nach Hause komme und denke was war das denn für ne blöde Idee Julia dass
00:39:52: du da jetzt noch hingefahren
00:39:54: bist!
00:39:55: Also man muss das einfach machen und sich manchmal selbst auch selbst den eigenen ich und diese Sprichwörter den Schweinehund überwinden.
00:40:03: und ja
00:40:04: das gibt es.
00:40:05: das ist mir auch gerade in den Kopf rausgehen
00:40:08: Selbst wenn's einem manchmal vielleicht ein bisschen schwer fällt.
00:40:11: Meistens, ich würd sagen zu ninety-neinzig, neun Prozent hat man eine gute Zeit hinterher gehabt.
00:40:17: Und?
00:40:18: Ich finde, wenn die Kinder dann draußen ausgeglichen sind und ihren Spaß da haben, ist man ja als Elternteil auch direkt in dem anderen Mut.
00:40:26: Da denkt man, ha!
00:40:27: Ja
00:40:28: genau.
00:40:29: Doch ich kann doch noch ein und außeratmen in Ruhe und hab irgendwie mal kurz fünf Minuten zurückgekommen also...
00:40:36: Und das sind kostbare Zeiten, die dann gemeinsam verlebt werden.
00:40:39: Warhaftig!
00:40:39: Das macht so viel an Basisanbindung und Vertrauen und Neugier auf das was vielleicht die Mama der Papa oder wer auch immer irgendwie früher gemacht hat.
00:40:49: also ich bin auch immer eine Freundin davon wenn die Eltern erzählen was sie in ihrer frühen Kindheit in der Natur oder wie auch immer geliebt haben erlebt haben und was ihr lebendig gemacht habt.
00:40:58: ja ich glaube dass spielt ne entscheidende Rolle auch bei der Motivation und der inneren Neugiere der Kinder.
00:41:04: Ja, auf jeden Fall.
00:41:05: Ich finde man sieht das immer ganz gut an dem Thema Spinnen, wo man ja als Erwachsener doch ganz viel und ganz schnell irgendwie ein Ekelgefühl kriegt was vielleicht in einem steckt.
00:41:18: Wo hast du es wahrscheinlich nicht?
00:41:20: Könnte ich mir vorstellen, aber...
00:41:22: Gut!
00:41:22: Das ist meine eigene Kindheit.
00:41:23: Ich bin halt wirklich Naturnau.
00:41:25: Das war meine Welt.
00:41:26: Da habe ich mich zu Hause gefühlt und all das.
00:41:28: Und ich hatte mir von Anfang an vorgenommen.
00:41:31: Ich hab eigentlich auch so ein bisschen Angst vor Spinnen oder ich finde sie müssen jetzt nicht auf mir sein.
00:41:35: Muss nicht sein.
00:41:36: Wenn Sie an der Zimmerdecke hängen, ist noch okay.
00:41:38: Aber Sie müssen jetzt mit auf mir krabbeln.
00:41:40: Und hat mir von Anfangen an vor genommen zu sagen, ich versuche diese total Dämliche Panik auf Spinden, die ist ja eigentlich auch nicht berechtigt.
00:41:49: Ich meine, wir leben ja nicht in Australien sondern in Bielefeld.
00:41:55: Nicht weiterzugeben und hab mich wirklich bemüht und geguckt, dass die Kinder auch Kellerasseln auf der Hand nehmen.
00:42:01: Und ich musste die Spinne da nicht auf der hand nehmen.
00:42:03: aber es funktioniert also... Die haben keine Angst vor Spinnen!
00:42:07: Die finden dann nicht dieses... Da ist eine Spinne Hilfe!
00:42:10: Die krabbelt hier, ich laufe weg.
00:42:14: Ich finde daran merkt man immer, was dieser Vorbildscharakter dann am Ende ausmacht.
00:42:20: Und
00:42:22: gleichzeitig finde ich auch, es darf bei uns Erwachsene Situationen geben wo wir sagen ne das mache ich nicht.
00:42:28: Natürlich.
00:42:28: Das möchte ich nicht auf die Höhe nehmen.
00:42:29: Auch das ist kostbar für die Kinder weil manchmal verschieben sich ein bisschen die Rollen dann und die Kinder mögen es anfassen oder mögen das erproben und dann geht's darum ja eine Wertschätzung dafür einfach zu teilen und dem Kind irgendwie die Wertschätzung Begeisterung einfach auch zu schenken, damit es wachsen kann.
00:42:48: Auch vielleicht auf einer anderen Ebene als wir Erwachsenen und das ist okay.
00:42:52: Es geht immer um dieses Gleichgewicht finde ich.
00:42:54: Ja auf jeden
00:42:55: Fall.
00:42:55: also natürlich darf man das offen sagen aber die Angst dies ja eigentlich nicht geben muss vor Spinnen Wollte ich in diesem Sinne jetzt übertragen.
00:43:05: Ich muss die ja nicht auf der Hand haben, aber ihr könnt das gerne machen!
00:43:08: Und sie haben es gemacht?
00:43:09: Genau und
00:43:09: du bist erfreut... Und
00:43:11: in mir findet auch kein Prozess statt.
00:43:12: Also die Kleinen kann ich inzwischen auch raustragen.
00:43:14: Wow!
00:43:16: Man
00:43:16: lernt dazu.
00:43:17: Ja sich zu zeigen mit dem was in uns schlummert als Erwachsener und auch als Kind.
00:43:20: Das ist toll wunderbar klasse.
00:43:23: also ähm ja mein Motto ist inzwischen wirklich einfach ölen lassen die Kinder und anfassen lassen was sie wollen Dann haben die eine gute Zeit und lernen ... Und lernen, die Natur und das Leben kennen.
00:43:34: Das stimmt!
00:43:35: Wir sind
00:43:35: als Eigigkeit schon nötig auch bei diversen Dingen.
00:43:38: Das mag ich noch mal kurz sagen aber grundsätzlich ist das ne feine Haltung.
00:43:42: ja
00:43:42: Ja Wie waren wir da jetzt drauf gekommen?
00:43:46: Ist auch egal Ich weiß es nicht mehr
00:43:48: Ich auch nicht
00:43:49: Sehr gut.
00:43:49: Was mir eben noch eingefallen ist.
00:43:52: Ich wollte hier schon fast Schluss machen was ich aber noch sehr interessant fand.
00:43:54: Man kann auch Geburtstar gebaue ich feiern Bist du einmal gerade erzählen wie der so Ja.
00:44:00: Wie funktioniert das?
00:44:01: Das geht auch über die Webseite am besten.
00:44:04: oder wenn wir angerufen werden, genau es geht darum dass die Eltern, die sind es dann ja in erster Linie mit den Kindern hoffentlich gemeinsam entschieden haben okay das ist ein toller Geburtstag.
00:44:13: zum Beispiel verschiedene Themen haben wir Robin Hood GPS Forscher Geburtstag.
00:44:18: Wir haben einen Geburtstage der auch in der Dunkelheit stattfindet mit GPS.
00:44:22: wirklich ganz wunderbare Angebote Genau.
00:44:26: Und dann geht es auch ein bisschen altersspektrinmäßig darum, was passt?
00:44:29: Wir haben Waldgestöber für die ganz Kleinen.
00:44:31: da geht's um auch so motorische Herausforderungen und natürlich sind ja auch diverse Spiele mit dabei.
00:44:37: Materialien sind dabei so Metalldetektor um irgendwelche Münzen zu finden bei dem Forscher Geburtstag und Robin Hood und Ronja Räuber tauchter werden ja auch wird geschnitzt usw.
00:44:46: Also das entspricht so ein bisschen diesen Konzept Und die Geburtstage finden immer draußen statt, auch bei Wind und Wetter.
00:44:54: Wir haben verschiedene Örtlichkeiten wo wir das umsetzen dürfen und es geht darum dann einfach einen Termin zu vereinbaren.
00:45:00: Möglichst frühzeitig?
00:45:01: Ja nicht übermorgen.
00:45:02: Um dann möglich zu machen dass genau wieder zwei Mitarbeiter aus unserem Team das wunderbar anleiten können.
00:45:08: Sehr gut!
00:45:09: Und ab wieviel Jahren ist das?
00:45:12: Ab vier.
00:45:14: Freunden darf man da bei euch aufschlagen.
00:45:17: Maximal zwölf, wir hatten auch schon mal mehr dann brauchen aber noch eine dritte Person.
00:45:21: bis zu vierzehn würde ich sagen ist unser Spektrum.
00:45:24: Ist ja auch schon ne Menge.
00:45:25: also was mir da auch noch gerade einfällt was also?
00:45:29: man muss sich in der Regel bei euch zu dem Programm anmelden richtig und wie sieht das kostentechnisch so aus?
00:45:38: Kostentechnisch sind wir in selbstragender Verein, das habe ich gesagt.
00:45:41: Deswegen müssen wir so kalkulieren dass wir durch unsere Einnahmen ein wenig auch unsere Grundkosten logisch zu können.
00:45:47: Das heißt ja wir haben einen mittelmäßigen Preis finde ich und wenn das nicht möglich ist zum Beispiel einer Waldgruppe dann haben wir immer eine Gewichtung von.
00:45:57: es gibt Eltern die können das finanzieren und andere Eltern eben nicht so und da versuchen wir halt den Eltern die vielleicht eine Schwierigkeit haben diese Kosten finanzieren.
00:46:07: Einerseits sind wir angegliedert an Boot, also die können auch über die Stadt quasi eine Unterstützung bekommen.
00:46:13: Das ist ein wichtiger Punkt!
00:46:17: anerkannt als Träger der feinen Jugendhilfe und wir haben auch die Möglichkeit, mit Unterstützung im Alltag Teilnahme in Waldgruppen zu finanzieren.
00:46:26: Das gilt allerdings den Ersterlinie für Kinder, die einen Förderbedarf haben, Pflegebedarf das bezahlt die Pflegekasse.
00:46:32: Ich verstehe.
00:46:34: Genau und ansonsten ist halt dieses Gleichgewicht hergestellt dadurch dass Eltern dies finanziert können das bezahlen Wenn es genügend sind, dann lässt sich das ein bisschen wieder übertragen auf die, die's nicht so gut bezahlen können.
00:46:46: Also wir versuchen schon alle Menschen und alle Eltern auch einzuladen...
00:46:50: Punkt!
00:46:52: Klingt aber doch gut.
00:46:56: Wie gesagt ich packe euch alles in die Show Notes, dann könnt ihr euch durch das Programm klicken, könnt nach den Kosten gucken, nach den Zeiten und auch gucken was euch vielleicht besonders anspricht wo ihr mal bei Natur sind vorbeischauen mögt.
00:47:09: Ich würde sagen, das war ein sehr nettes Gespräch.
00:47:12: Du hast doch
00:47:12: noch was.
00:47:13: Eine Sache habe ich noch.
00:47:14: Wenn es Eltern gibt die Fragen haben oder die gerne grundsätzlich nochmal irgendwie Informationen benötigen dann gibt es die Möglichkeit uns anzurufen kurz auf den AB sprechen.
00:47:24: Dann rufen wir oder ich in diesem Fall sehr sehr gerne zurück und stehe auch für Fragen oder sonstige Bedürfnisse
00:47:30: da.
00:47:31: Wichtiger Punkt einfach durchrufen Da wird einem geholfen.
00:47:34: Genau, genau!
00:47:37: Sehr gut.
00:47:37: Sandra?
00:47:38: Ich danke dir, dass du hier warst.
00:47:39: Das war sehr interessant, das war eine sehr schöne Folge und dann würde ich jetzt sagen alle ab raus in Wald.
00:47:46: Bis bald im Wald.
00:47:47: Bist bald
00:47:48: schön.
00:47:51: Er lebt draußen eine gute Zeit und ich sage vielen Dank fürs Zuhören und wir sprechen uns in zwei Wochen wieder bis bald bei Stadtland.
00:48:00: Familie und Sandra Einen guten Tag noch.
00:48:03: Ganz lieben Dank, dass ich da sein durfte!
00:48:04: Sehr schön war's.
00:48:06: Bis bald.
00:48:06: Ciao ciao.
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